Eine Ruheoase im Grünen, mit Garten, Pool und guter Infrastruktur – das ist der Traum vieler Häuslbauer. Damit dieser in Erfüllung geht, sollte man sich gut vorbereiten.

Was den Baugrund betrifft, so rät Christian Grüneis, Spezialist für Bau- und Wohnfinanzierungen der Bank Austria, zu einer Kriterienliste: „Das beginnt bei der Wegzeit zum Arbeitsplatz. Braucht man dann vielleicht ein weiteres Auto, das Mehrkosten verursacht? Wenn man Kinder hat oder Nachwuchs plant, stellt sich die Frage nach Schulstandorten. Aber auch die Nahversorgung wie Supermarkt, Arzt und Apotheke sollte vorhanden sein.“

Sind diese Punkte geklärt, stellt sich noch die Frage: Neu bauen oder ein bestehendes Haus kaufen? Denn sowohl Neubauten als auch gebrauchte Häuser haben ihre Tücken. Allerdings auch Vorzüge.

Kosten beim Kauf eines Grundstücks

Doch ganz egal ob neu oder gebraucht: Beim Kauf eines Grundstückes entstehen immer zusätzliche Kosten. Zunächst sind da die verpflichtenden Abgaben, die für jede Eigentümerin und jeden Eigentümer anfallen:

  • 3,5 % Grunderwerbssteuer (vom Kaufpreis)
  • 1,1 % Grundbuch-Eintragungsgebühr
  • Treuhandspesen (Notar, Rechtsanwalt)
  • Eventuelle Maklergebühr von 3,6 % (inkl. USt.)
  • 1,2 % Bankspesen: Eintragungskosten vom Pfandrecht ins Grundbuch, Bearbeitungsspesen, Schätzgebühr

Schwer kalkulierbare Kosten

Abgesehen davon gibt es auch schwieriger kalkulierbare Kosten:

  • Anschlusskosten von Kanal, Strom, Gas, Fernwärme
  • Schlussbefunde für die Benützungsbewilligung (Einreichung bei der Gemeinde)
  • Plankosten für die Erstellung der Baupläne
  • Baugenehmigung(en)
  • Rauchfangkehrerbefund bei Gas-, Holz- oder Ölheizung
  • Eventuelle Einfriedung des Grundstücks (je nach Bundesland unterschiedlich).
Fazit: Vor dem Bauen oder Bau sollten Sie sich ganz genau über das Traumobjekt erkundigen. Für Ratschläge und Tipps steht auch gerne die Bankberaterin oder der Bankberater im Rahmen des Finanzierungsgesprächs zur Seite.