Verbraucher

Mit 01.11.2009 trat das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) in Kraft. Dadurch wurde die EU-Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt ("Payment Services Directive", kurz PSD) in Österreich umgesetzt. Das ZaDiG ist in erster Linie ein Regelwerk zur Stärkung der Verbraucherinteressen und stellt eine gemeinsame rechtliche Basis in der Europäischen Union für einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum dar.

Für Privatkundinnen bzw. Privatkunden kam es durch das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG 2009) zu wichtigen Verbesserungen insbesondere im Zahlungsverkehr und bei Zahlungskonten.

  • Garantierte Überweisungsdauer bis zur Bank der Empfängerin bzw. des Empfängers
  • Grundsatz Buchungstag ist Wertstellungstag
  • Entfall von Gebühren bei Vertragsbeendigung
  • Aliquotierung von Quartalsgebühren bei Vertragsbeendigung und -beginn
  • Neue Haftungsbegrenzungen
  • Erweiterte Rechte bei Lastschriften

Das derzeit geltende Zahlungsdienstegesetz aus 2009 (ZaDiG 2009) wird aufgrund der EU-Richtlinie 2015/2366 (Payment Service Directive 2 – PSD 2) abgelöst werden. Die Umsetzung der PSD 2 in österreichisches Recht (ZaDiG 2018) wird voraussichtlich frühestens im Februar 2018 erwartet. Weitere Informationen werden nach Veröffentlichung des Gesetzes zur Verfügung gestellt.

Folgende Änderungen in der Abwicklung von Auslandszahlungen in der Bank Austria sind bereits ab 13.1.2018 wirksam.

  • Bei Zahlungsvorgängen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und unabhängig von der Überweisungswährung müssen Zahlungsempfänger und Zahler die von ihrem jeweiligen Zahlungsdienstleister erhobenen Spesen tragen („geteilte Spesen“).
    Die Spesenweisung „Spesenfrei für den Auftraggeber“ (BEN) und "Spesenfrei für den Empfänger" (OUR) sind für Zahlungen innerhalb des EWR verboten.
  • Sämtliche eingehende Zahlungen werden unabhängig der Währung und dem Auftraggeberland unverzüglich mit jenem Datum wertgestellt, an dem die Bank den gutzuschreibenden Betrag erhalten hat. Die Buchung erfolgt am Tag der Wertstellung oder gegebenenfalls am nächsten Bankwerktag.
    Zahlungseingänge mit Währungskonvertierung werden an jenem Tag gebucht, an dem die Bank den in Kontowährung konvertierten Betrag erhält.
Fußnoten & Rechtliche Informationen
1) Jedes Konto, über das der Kontoinhaber im Rahmen der genannten Zahlungsdienstleistungen verfügen und welches er für die Ausführung von solchen Zahlungsdienstleistungen nutzen kann, wie z. B. Girokonten, nicht aber z. B. Sparbücher, Kredit- und Wertpapierverrechnungskonten.
Nicht-Verbraucher

Mit dem Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) wurde die EU Richtlinie "Payment Services Directive"- PSD in österreichisches Recht umgesetzt.

Die Ziele dieser Bestimmung auf einen Blick:

  • Bildung einer rechtlichen Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarktes für den Zahlungsverkehr.
  • Grenzüberschreitende Zahlungen sollen so einfach, effizient und sicher wie "nationale" Zahlungen innerhalb der Mitgliedstaaten werden.
  • Erhöhung des Wettbewerbs durch Öffnung der Zahlungsverkehrsmärkte für neue Anbieter (Zahlungsdienstleister).
  • Schaffung der erforderlichen rechtlichen Basis für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA - Single Euro Payments Area ).
  • Schrittweise Umstellung des beleghaften Zahlungsverkehrs in einen beleglosen (elektronischen) Zahlungsverkehr, um die Kosten und Ausführungszeiten der Zahlungstransfers zu senken.

Das derzeit geltende Zahlungsdienstegesetz aus 2009 wird aufgrund der EU-Richtlinie 2015/2366 (Payment Service Directive 2 – PSD 2) abgelöst. Die Umsetzung in österreichisches Recht wird für Februar 2018 erwartet. Weitere Informationen werden nach Veröffentlichung des Gesetzes zur Verfügung gestellt.

Aus technischen/organisatorischen Gründen sind folgende Änderungen in der Abwicklung von Auslandszahlungen in der Bank Austria bereits ab 13.1.2018 wirksam.

Spesenträger (SHARE-Prinzip)

  • Bei Zahlungsvorgängen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) müssen Zahlungsempfänger und Zahler die von ihrem jeweiligen Zahlungsdienstleister erhobenen Spesen tragen („geteilte Spesen“).
  • Zahlungsaufträge über elektronische Kanäle werden – soweit nichts anderes vereinbart – automatisch auf die Spesenweisung „geteilte Spesen“ (SHARE) geändert.
  • Falls eine abweichende Spesenregelung unbedingt notwendig ist, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Kundenbetreuer bzw. mit ihrem Cash Management Berater auf

Wichtiger Hinweis: aufgrund von möglichen länderspezifischen Umsetzungen der Richtlinie kann die vom SHARE-Prinzip abweichende Abwicklung auf der Empfängerseite nicht garantiert werden. Die Spesenweisung „Spesenfrei für den Auftraggeber“ (BEN) ist für Zahlungen innerhalb des EWR verboten.

Wertstellung von Zahlungseingängen

  • Sämtliche eingehende Zahlungen unabhängig der Währung und dem Auftraggeberland werden unverzüglich mit jenem Datum wertgestellt, an dem die Bank den gutzuschreibenden Betrag erhalten hat. Die Buchung erfolgt am Tag der Wertstellung (oder gegebenenfalls am nächsten Bankwerktag).
  • Zahlungseingänge mit Währungskonvertierung werden an jenem Tag gebucht, an dem die Bank den konvertierten Betrag erhält.
Unterschied zwischen ZaDiG, PSD und SEPA?

Das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) ist die Umsetzung der EU Richtlinie "Payment Services Directive" (PSD) in österreichisches Recht. Die PSD enthält die Grundlagen für die Verwirklichung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs und gilt für alle Währungen der Mitgliedsstaaten. SEPA betrifft nur EURO Zahlungen der heutigen 17 Euroländer. Zusätzlich werden auch die übrigen 11 EU-Länder plus Norwegen, Island, Liechtenstein, Monaco und die Schweiz mit ihren Eurozahlungen einbezogen.

Die Bank Austria bietet Ihnen schon jetzt eine breite Palette an Electronic Banking bzw. Cash Management - Produkten an, die laufend an die technische Entwicklung angepasst werden, um Ihnen eine effiziente Abwicklung Ihrer Geschäftstätigkeit auch in Zukunft zu ermöglichen.

Auswirkungen des ZaDiG auf Buchungs- und Valutadatum

Aufgrund des Zahlungsdienstegesetzes (ZaDiG) dürfen seit 1.11.2009 Überweisungen erst am Valutatag dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden.

In diesem Zusammenhang wollen wir Sie darauf hinweisen, dass Sie bei der Bank Austria z.B. für Gehaltsüberweisungen weiterhin die Empfängervaluta anführen können und uns die Aufträge wie bisher schon einige Tage vorweg erteilen können. Damit stellen Sie sicher, dass Ihnen der Betrag nicht zu früh abgebucht wird und die Empfänger der Zahlungen diese bereits am Beginn des Valutatages auf ihren Konten gebucht haben.

Weiters kommt es am Monatsende aufgrund von später gebuchten Bezügen auf Privatkonten zu geringeren Kontodeckungen, was zu einer erhöhten Anzahl von Retouren führen kann.

Wir empfehlen Ihnen, dies auch bei der Einreichung Ihrer Lastschriften und Einzüge zu berücksichtigen.