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Verbraucher

Zahlungsverkehr Verbraucher

Die Payment Service Directive (PSD) enthält die Grundlagen für die Verwirklichung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs und gilt im Rahmen des definierten Anwendungsbereiches mit ZaDiG 2018 für alle Währungen.

Mit dem Zahlungsdienstgesetz 2009 wurde die EU –Richtlinie 2007/64 („Payment Service Directive“) ins österreichische Recht umgesetzt. Das Zahlungsdienstegesetz 2018 (ZaDiG) setzt nunmehr die Neufassung der Zahlungsdiensterichtlinie (EU-Richtlinie 2015/2366 Payment Service Directive 2 – PSD 2) in österreichisches Recht um.

Das ZaDiG ist in erster Linie ein Regelwerk zur Stärkung der Verbraucherinteressen und stellt eine gemeinsame rechtliche Basis in der Europäischen Union für einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum dar.

Besonderes Augenmerk legt das Zahlungsdienstegesetz im Zahlungsverkehr und bei Zahlungskonten auf folgende Themen:

  • Garantierte Überweisungsdauer bis zur Bank der Empfängerin bzw. des Empfängers
  • Grundsatz Buchungstag ist Wertstellungstag
  • Entfall von Gebühren bei Vertragsbeendigung
  • Aliquotierung von Quartalsgebühren bei Vertragsbeendigung und -beginn
  • Neue Haftungsbegrenzungen
  • Erhöhung des Wettbewerbs durch Öffnung der Zahlungsverkehrsmärkte für neue Anbieter (Third-Party-Providern / TPP - Zahlungsdienstleister).

Wesentliche Regelungen für den Zahlungsverkehr

  • Bei Zahlungsvorgängen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und unabhängig von der Überweisungswährung müssen Zahlungsempfänger und Zahler die von ihrem jeweiligen Zahlungsdienstleister erhobenen Spesen tragen („geteilte Spesen“).
    Die Spesenweisung „Spesenfrei für den Auftraggeber“ (BEN) und "Spesenfrei für den Empfänger" (OUR) sind für Zahlungen innerhalb des EWR verboten.
  • Sämtliche eingehende Zahlungen werden unabhängig der Währung und dem Auftraggeberland unverzüglich mit jenem Datum wertgestellt, an dem die Bank den gutzuschreibenden Betrag erhalten hat. Die Buchung erfolgt am Tag der Wertstellung oder gegebenenfalls am nächsten Bankwerktag.
Downloads:
  • ZaDiG-Infoblatt für Verbraucher, gültig per 1.7.2018 (Deutsch) (PDF)
    jetzt downloaden
  • ZaDiG-Infoblatt für Verbraucher, gültig per 1.7.2018 (Englisch) (PDF)
    jetzt downloaden
Fußnoten & Rechtliche Informationen
1) Jedes Konto, über das der Kontoinhaber im Rahmen der genannten Zahlungsdienstleistungen verfügen und welches er für die Ausführung von solchen Zahlungsdienstleistungen nutzen kann, wie z. B. Girokonten, nicht aber z. B. Sparbücher, Kredit- und Wertpapierverrechnungskonten.
Nicht-Verbraucher

Zahlungsverkehr Nicht-Verbraucher

Die Payment Service Directive (PSD) enthält die Grundlagen für die Verwirklichung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs und gilt im Rahmen des definierten Anwendungsbereiches mit ZaDiG 2018 für alle Währungen.

Mit dem Zahlungsdienstgesetz 2009 wurde die EU –Richtlinie 2007/64 („Payment Service Directive“ ins österreichische Recht umgesetzt. Das Zahlungsdienstegesetz 2018 (ZaDiG) setzt nunmehr die Neufassung der Zahlungsdiensterichtlinie (EU-Richtlinie 2015/2366 Payment Service Directive 2 – PSD 2) in österreichisches Recht um.

Die Ziele dieser Bestimmung auf einen Blick:

  • Bildung einer rechtlichen Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarktes für den Zahlungsverkehr.
  • Grenzüberschreitende Zahlungen sollen so einfach, effizient und sicher wie "nationale" Zahlungen innerhalb der Mitgliedstaaten werden.
  • Erhöhung des Wettbewerbs durch Öffnung der Zahlungsverkehrsmärkte für neue Anbieter (Third-Party-Providern (TPP) - Zahlungsdienstleister).
  • Schrittweise Umstellung des beleghaften Zahlungsverkehrs in einen beleglosen (elektronischen) Zahlungsverkehr, um die Kosten und Ausführungszeiten der Zahlungstransfers zu senken.

Wesentliche Regelungen für den Zahlungsverkehr
Spesenträger (SHARE-Prinzip)

  • Bei Zahlungsvorgängen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) müssen Zahlungsempfänger und Zahler die von ihrem jeweiligen Zahlungsdienstleister erhobenen Spesen tragen („geteilte Spesen“).
  • Zahlungsaufträge über elektronische Kanäle werden – soweit nichts anderes vereinbart – automatisch auf die Spesenweisung „geteilte Spesen“ (SHARE) geändert.
  • Falls eine abweichende Spesenregelung unbedingt notwendig ist, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Kundenbetreuer bzw. mit ihrem Cash Management Berater auf.

Wichtiger Hinweis: Die vom SHARE-Prinzip abweichende Abwicklung auf der Empfängerseite kann nicht garantiert werden. Die Spesenweisung „Spesenfrei für den Auftraggeber“ (BEN) ist für Zahlungen innerhalb des EWR verboten.

Wertstellung von Zahlungseingängen
Sämtliche eingehende Zahlungen unabhängig der Währung und dem Auftraggeberland werden unverzüglich mit jenem Datum wertgestellt, an dem die Bank den gutzuschreibenden Betrag erhalten hat. Die Buchung erfolgt am Tag der Wertstellung (oder gegebenenfalls am nächsten Bankwerktag).

Kontoinformationsdienste/Zahlungsauslösedienste

Kontoinformationsdienste und Zahlungsauslösedienste im Zusammenhang mit ZaDiG 2018 - Kontozugang durch Third-Party-Provider ab 14.9.2019

Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2015/2366 (Payment Service Directive 2 – PSD 2 durch das nationalen Zahlungsdienstegesetz – ZaDiG 2018 werden Banken ab 14.9.2019 verpflichtet Third-Party-Providern (TPP) technischen Zugang zu den über Internet-Banking verfügbaren Zahlungsverkehrskonten ihrer Kunden zu ermöglichen; andere Kontenformen wie Spar- oder Wertpapierkonten, etc. sind davon nicht betroffen.

Kontoinformationsdienste, Zahlungsauslösedienste

Es wird zwei Arten von Third-Party-Providern geben: Kontoinformationsdienstleister und Zahlungsauslösedienstleister.
Ein TPP muss sich behördlich als Kontoinformationsdienstleister und/oder Zahlungsauslösedienstleister registrieren lassen bzw. muss eine Konzession erwerben; Ein TPP kann auch beide Arten von Diensten anbieten.

Im Auftrag seines Kunden kann dann ein

  • Kontoinformationsdienstleister Kontoinformation (Kontostand, Umsätze) zu vom Kundendefinierten Zahlungsverkehrskonten abholen.
  • Zahlungsauslösedienstleister einen Zahlungsauftrag zu Lasten eines Zahlungsverkehrskontos an die kontoführende Bank zwecks Durchführung senden.

Welche Serviceleistungen der TPP seinem Kunden mit dessen Daten anbietet obliegt ausschließlich dem TPP, die Bank hat keinen Einfluss darauf.

Der Datenaustausch zwischen TPP und kontoführender Bank ist nur dann rechtens, wenn sich der TPP bei jeder Verbindung zur Bank technisch ausweist sowie der Kunde aktiv einen Vertrag mit dem TPP abgeschlossen hat. Die Bank hat keine Kenntnis von der Existenz und dem Inhalt des Vertrages, sie darf einen solchen jedoch als gegeben voraussetzen, wenn ein TPP den technischen Zugang im Namen des Kunden benützt.
Überdies hat immer eine Authentifizierung und Autorisierung des bzw. durch den Kunden mittels der von seiner Bank erstellten Internetbanking-Sicherheitsmerkmale (PIN, Verfügernummer, TAN) zu erfolgen.

Voraussetzungen für den rechtmäßigen Kontozugriff durch Third-Party-Provider

  • Der Kunde hat aktiv einen Vertrag mit dem Third-Party-Provider abgeschlossen
  • Der Kunde hat eine aktive Internet-Banking-Berechtigung bei seiner kontoführenden Bank und die definierten Zahlungsverkehrskonten sind für Internet-Banking (z. B. Online-Banking oder BusinessNet) freigeschaltet.
  • Der TPP ist bei der zuständigen Behörde als Kontoinformationsdienstleister und / oder Zahlungsauslösedienstleister registriert bzw. verfügt über die erforderliche Konzession.
  • Der TPP identifiziert sich bei jeder Verbindung zur Bank; es bedarf keines Vertragsverhältnisses zwischen TPP und kontoführender Bank.
  • Die kontoführende Bank hat einen technischen Zugang für TPP definiert und veröffentlicht, über welchen der Datenaustausch zwischen TPP und Bank zu erfolgen hat.