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Stirbt jemand, ohne ein Testament oder eine andere letztwillige Verfügung erstellt zu haben, tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

Es gibt zwar viele Möglichkeiten, die Weitergabe seines Vermögens in Österreich zu regeln – doch ein Zwang, dies zu tun, besteht keiner. Deshalb kommt es häufig vor, dass Personen versterben, ohne eine letztwillige Verfügung, wie beispielsweise ein Testament, hinterlassen zu haben.

Gesetzliche Erbfolge

Die Regelungen der gesetzlichen Erbfolge knüpfen an die Verwandtschaft zum/zur Verstorbenen an. D. h., der Nachlass des/der Verstorbenen fällt seinen/ihren Verwandten und dem/der überlebenden Ehegatten bzw. Ehegattin oder bzw. eingetragenen Partner bzw. Partnerin zu. Die unehelichen Kinder sind den ehelichen gleichgestellt. Seit 1. Jänner 2017 hat auch die Lebensgefährtin bzw. der Lebensgefährte unter bestimmten Voraussetzungen ein außerordentliches gesetzliches Erbrecht.

Wer gesetzliche Erbin bzw. gesetzlicher Erbe ist, richtet sich nach dem sogenannten. „Parentelensystem“:

  1. Parentel: Erbinnen bzw. Erben erster Ordnung: leibliche Kinder und Adoptivkinder; ersatzweise die Enkelkinder
  2. Parentel: Erbinnen bzw. Erben zweiter Ordnung: Eltern und ersatzweise deren Nachkommen (Geschwister, Nichten, Neffen)
  3. Parentel: Erbinnen bzw. Erben dritter Ordnung: Großeltern des/der Verstorbenen und ersatzweise deren Nachkommen (Tanten/Onkel, Cousinen/Cousins, Großcousinen/Großcousins)
  4. Parentel: Erbinnen bzw. Erben vierter Ordnung: Urgroßeltern, aber nicht deren Nachkommen.

Die Parentelen kommen nacheinander zum Zug, d. h., eine Person aus der 2. Parentel (z. B. Eltern) kann nur erben, wenn keine Person aus derm 1. Parentel (z. B. Kind) mehr vorhanden ist.

Der Umfang des Erbrechts der Ehegattin bzw. des Ehegatten oder der eingetragenen Partnerin bzw. des eingetragenen Partners hängt davon ab, ob Verwandte der/des Verstorbenen leben und welcher Parentel sie angehören. Neben der 1. Parentel, d. h. den Kindern des/der letztwillig Verfügenden und dessen/deren Nachkommen erhält die Ehegattin bzw. der Ehegatte oder die eingetragene Partnerin bzw. der eingetragene Partner ein Drittel, neben den Eltern des/der Verstorbenen erhalten die Ehegattin bzw. der Ehegatte oder die eingetragene Partnerin bzw. der eingetragene Partner zwei Drittel.
In den übrigen Fällen fällt der Ehegattin bzw. dem Ehegatten das gesamte Erbe zu.

In unserem PDF finden Sie weitere Details zur gesetzlichen Erbfolge

Das Pflichtteilsrecht

Auch wenn Sie in einer letztwilligen Verfügung festlegen, wer Ihr Vermögen bekommen soll: Eine Einschränkung gibt es durch das Pflichtteilsrecht. So erhalten nahe Angehörige (sogenannte Pflichtteilsberechtigte) einen zwingenden Mindestanteil, den Pflichtteil, am Nachlass – selbst wenn diese im Testament nicht bedacht worden sind.

Pflichtteilsberechtigt sind die Kinder und deren Nachkommen sowie der Ehegatte bzw. die Ehegattin oder eingetragene Partner bzw. Partnerin des/der Verstorbenen. Eltern und Großeltern haben keinen Pflichtteilsanspruch mehr.

Ob ein Pflichtteilsanspruch entsteht, hängt davon ab, ob der Person ein gesetzliches Erbrecht zukommt, sie nicht enterbt wurde oder auf den Pflichtteil verzichtet hat.

Nähere Information zum Pflichtteilsrecht.

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