Regelmäßige Analysen
In einer zunehmend vernetzten und dynamischen Weltwirtschaft sind fundierte Analysen und verlässliche Einschätzungen unverzichtbar, um Chancen zu erkennen und Risiken rechtzeitig zu bewerten. Mit unserem regelmäßig erscheinenden Finanzmarkt-Kompass bieten die Analyst:innen des Investment Institutes der UniCredit Group Ihnen aktuelle Einblicke in bedeutende Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten sowie in wirtschaftliche Trendbewegungen.
Nationale Wahlen, globale Folgen
US-Präsident Donald Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu haben in den vergangenen 18 Monaten die Schlagzeilen dominiert. Ihre enge persönliche und politische Beziehung war ein prägendes Merkmal der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten, darunter der Konflikt mit Iran, der regionale Instabilität und wiederkehrende Turbulenzen an den Finanzmärkten angeheizt hat. Nun stehen jedoch beide vor entscheidenden Wahlen.
In Israel entwickelt sich die Wahl im Oktober zu einer der folgenreichsten seit Jahren. Umfragen deuten auf eine stark fragmentierte politische Landschaft hin, in der weder die Regierungskoalition noch die Opposition eine parlamentarische Mehrheit haben. Daher könnte die Wahl weniger vom Abschneiden der größten Parteien abhängen als vom darauffolgenden Koalitionsbildungsprozess. Sicherheitsbedenken bleiben das dominierende Thema, doch die Wähler konzentrieren sich zunehmend auf die wirtschaftlichen Kosten langanhaltender regionaler Konflikte. Sollte die Opposition siegen, wäre ein schnellerer Weg zur militärischen Deeskalation wahrscheinlicher.
Auf der anderen Seite des Atlantiks werden die US-Zwischenwahlen als Referendum über Trumps Präsidentschaft und seine wirtschaftliche Agenda dienen. Historisch gesehen verlieren amtierende Präsidenten während der Zwischenwahlen meist Sitze im Kongress. Wir erwarten, dass die Republikaner die Kontrolle über den Senat behalten, aber das Repräsentantenhaus verlieren. Ein solches Ergebnis würde den Spielraum der Trump-Regierung in Bezug auf Fiskalpolitik, Handel und Außenpolitik während der zweiten Hälfte der Amtszeit einschränken.
Für Investoren könnte die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Wahlen folgenreich sein. Zwischenwahlen hatten historisch gesehen nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die Märkte, da die wichtigsten politischen Initiativen einer Regierung typischerweise in den ersten beiden Amtsjahren umgesetzt werden. In Israel würde eine Niederlage Netanjahus von den Märkten wahrscheinlich begrüßt werden, wenn sie zu geringeren geopolitischen Spannungen und geringerem Inflationsdruck durch niedrigere Energiepreise führen würde. In diesem Szenario könnten risikoreiche Assets und der US-Dollar profitieren, während die Anleiherenditen sinken könnten. Umgekehrt könnte ein Sieg Netanjahus eine höhere geopolitische Risikoprämie mit sich bringen, die den Ölpreis, Gold und andere defensive Anlagen unterstützt.
Quelle: Group Investment Strategy - The Compass, September 2026
Glossar:
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The Compass Checkpoint – Juni 2026 (PDF)
The Compass Checkpoint – April 2026 (PDF)
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The Compass Checkpoint – Jänner 2026 (PDF)
The Compass Checkpoint – Oktober 2025 (PDF)
The Compass Checkpoint – September 2025 (PDF)
The Compass Checkpoint – Juli 2025 (PDF)
The Compass Checkpoint – Mai 2025 (PDF)
The Compass Checkpoint – April 2025 (PDF)
The Compass Checkpoint – Februar 2025 (PDF)
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Stand: 18.09.2026
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