Lebensmittelverschwendung wird zunehmend zum Problem

Fast 40 Prozent der weltweit produzierten Nahrungsmittel landen in der Mülltonne statt auf dem Teller.

Knapp 40 Prozent des weltweit produzierten Essens werden weggeworfen, obwohl die Lebensmittel noch genießbar sind. Die Abfälle entstehen dabei an jeder Stelle der Wertschöpfungskettte, also vom Feld bis auf den Teller. In einem österreichischen Haushalt fallen bis zu 133 Kilogramm Lebensmittelabfälle pro Jahr an. Einer der Hauptgründe für die wachsenden Müllberge ist Zeitmangel - gefolgt von falscher Lagerung, nicht genügend Koch-Ideen und einem zu hohen Aufwand bei der Verarbeitung von Lebensmitteln.

Am häufigsten landen in den österreichischen Küchen Brot und Gebäck (28 %) sowie Obst und Gemüse (27 %)  im Restmüll. Gefolgt von tierischen Produkten wie Milchprodukten, Eiern und Käse (12 %) sowie Fleisch, Wurstwaren und Fisch (11 %). Diese Lebensmittel verlangen dem Klima besonders viel ab und sollten in keinem Fall der Verschwendung zum Opfer fallen. 

Eine Bilanz, die keineswegs nur unser Gewissen belastet, sondern vor allem die Umwelt und das Klima. Lebensmittel verbrauchen Energie- und Flächenressourcen, ihre Produktion belastet die Umwelt und werden oftmals als allzu selbstverständlich betrachtet. 

Frau schaut sich Haltbarkeitsdatum an

„Teller statt Tonne“

Eine Bilanz, die keineswegs nur unser Gewissen belastet, sondern auch die Umwelt und das Klima. Lebensmittel verbrauchen Energie- und Flächenressourcen, ihre Produktion trägt oftmals zur Umweltbelastung bei und sie sind obendrein nur in Industrieländern allzu selbstverständlich.

Die vom WWF gestartete Initiative "Teller statt Tonne" setzt sich daher für einen achtsamen Umgang mit Essen ein. So können Ressourcen geschont und die wichtigen Funktionen der Natur erhalten werden – sie sind unsere Lebensversicherung und wichtigstes Naturkapital. Der UniCredit Bank Austria ist das Thema Nachhaltigkeit wichtig und somit unterstützen wir diese Initiative gerne.

Unter dem Motto „Teller statt Tonne“ sind daher alle dazu aufgerufen aktiv zu werden, um die unnötige Verschwendung von Lebensmitteln zu stoppen. Schließlich geht es um weit mehr als den unachtsamen Umgang mit Essen:

  • Zerstörung von Lebensraum: Die industrielle Landwirtschaft sowie der Einsatz von Pestiziden tragen zur Klimakrise bei, was durch bewussten Umgang mit Essen eingeschränkt werden kann.
  • Bedrohte Tiere: Mehr als 85 Prozent der bedrohten Tierarten werden durch die Landwirtschaft gefährdet. Retten wir Essen, schützen wir auch Arten. 
  • Bodenverlust: Ein Viertel der weltweiten Landwirtschaftsfläche ist bereit  schwer geschädigt, sodass Ernteerträge sinken. Doch der Boden ist ein wesentlicher Klimaregulator und Nahrungslieferant. Wer also Essen schützt, schützt auch Erdboden.

Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Jeder von uns kann etwas gegen sinnlose Lebensmittelvernichtung unternehmen. Wichtig ist es, sich über das Thema zu informieren und aus den eigenen Fehlern zu lernen. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, die Sie einfach in Ihrem Alltag integrieren können: 

  • Clever einkaufen: Werfen Sie vor dem nächsten Einkauf einen Blick in den Kühlschrank und schauen Sie, welche Lebensmittel Sie noch verwerten können. Auch eine Einkaufsliste kann dabei helfen, nicht unnötig viele Produkte in den Einkaufswagen zu legen und beim Einkauf eine gute Mischung aus frischen und haltbaren Lebensmittel zu finden. Und zu guter Letzt: gehen Sie nicht hungrig einkaufen und widerstehen Sie unnötigen Sonderangeboten.
     
  • Verpackung  richtig nutzen: Nehmen Sie nicht alle Lebensmittel gleich aus der Verpackung. Oft haben diese einen Zweck und machen das Produkt länger haltbar. Ordnen Sie Ihren Kühlschrank richtig, können Sie die Haltbarkeit Ihrer Lebensmittel verlängern: 
    → Oberstes Fach (7-8 °C): Alles, was weniger Kühlung braucht und hier sein Aroma entfalten kann – Käse, Geräuchertes, Einmachgläser,…
    → Mittleres Fach (5-6 °C): Milchprodukte fühlen sich an diesem Ort am wohlsten, Essensreste abdecken für längere Frische!
    → Unteres Fach (2-4 °C): Der kühlste Ort ist für leicht verderbliches Essen wie frisches Fleisch, Wurst und Fisch reserviert!
    → Gemüselade (6-8 °C): Obst und Gemüse halten am Besten im Gemüsefach. Radieschen und Karotten ohne Grün lagern!
    → Kühlschranktür (4-11 °C): In die Tür kann alles, was wenig Kühlung braucht: Eier, Butter, Senftuben und Säfte.
     
  • Das Verbrauchsdatum beachten: Es gibt viele Lebensmittel, die nicht gleich entsorgt werden müssen, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Joghurt zum Beispiel verzeiht uns über Wochen hinweg, wenn es ungeöffnet und kühl gelagert wurde. Bei Trockenprodukten wie Reis und Nudeln, sind es Jahre. Auch Eier halten lange! Der Wasserglas-Test bringt hier Sicherheit: Bleibt das Ei am Grund ist es genießbar – verdorbene Eier schwimmen an der Oberfläche. Bei leicht verderblichen Lebensmitteln ist es allerdings wichtig, ganz genau aufs Verbrauchsdatum zu achten. Dazu zählen frisches Fleisch, rohes Faschiertes, frischer Fisch und Rohmilch. Da diese Lebensmittel in verdorbenem Zustand potenziell schädlich für die menschliche Gesundheit sind, sollte das Datum keinesfalls überschritten werden.
     
  • Reste verwerten: Gemüsereste oder altes Brot müssen nicht gleich im Müll landen. Aus Ersteren lassen sich etwa Suppen kochen. Aus Brot kann man Knödel machen. Auch bei Obst gilt: Lieber einmal mehr einen Smoothie mixen, als es wegwerfen. Sie suchen praktische Rezepte gegen Lebensmittelverschwendung? Dann schauen Sie sich doch einmal das Kochbuch "Der Beste Rest" vom WWF an.
     
  • Familie und Freunde motivieren: Sie haben bereits ein paar Tipps und Tricks gefunden, um Ihre Lebensmittelabfälle zu reduzieren? Dann teilen Sie diese doch mit Ihren Freunden und Ihrer Familie. So kann man voneinander lernen und sich gegenseitig motivieren, einen Beitrag zur Lebensmittelrettung zu leisten.

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