Möglichst nachhaltig bauen, das ist heute das Gebot der Stunde. 

Doch was macht ein Niedrigstenergiehaus aus? Und vor allem gehen wir einer der umstrittensten Fragen nach: Flach- oder Satteldach? Wir haben mit Ziviltechniker und Bauexperte Christoph Höller von der Christoph Höller Ziviltechnik GmbH aus Wiener Neustadt gesprochen. 

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Was zeichnet ein modernes Niedrigstenergiehaus überhaupt aus? 

Christoph Höller: „Ein Niedrigstenergiehaus ist aus Sicht des Heizwärmebedarfs schon sehr nahe beim Passivhaus angesiedelt. Es reicht nicht, einfach ein wenig mehr Dämmung an der Fassade vorzusehen. Man muss bereits vorab eine vernünftige Gebäudeform und dahingehend auch Grundrisse überlegen, um exponierte Fassadenflächen zu reduzieren an denen ein Wärmeverlust stattfinden kann. Man muss sich ebenso mit dem Gedanken anfreunden, dass die technische Gebäudeausstattung immer wichtiger wird, um so wenig Energie wie möglich ungenutzt an die Umwelt wieder abzugeben.“

Das bedeutet: Wer wirklich nachhaltig bauen und möglichst mit einem geringen Energieverbrauch wohnen will, muss viel Zeit in die Planung der neuen Bleibe investieren. Erst wenn feststeht, wie das neue Haus aussieht, kann man sich an die Dachplanung machen.
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Ein Haus mit Satteldach und einem großen Garten

Vor- bzw. Nachteile zwischen einem Flach- und Satteldach?

Laut Höller wird ersteres immer beliebter, weil es hinsichtlich Energieeffizienz und auch Begrünung praktischer ist. „Durch die Errichtung eines Flachdaches können Fassaden- und Dachflächen eingespart werden. Durch diese Optimierung können im Verhältnis zum Satteldach Wärmeverluste und eventuell auch Kosten reduziert werden. Der Vorteil eines Satteldachs ist ohne Zweifel eine simplere und in der Herstellung weniger schadensanfällige Wasserableitung“, sagt Höller. 

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Ein Paar diskutiert über einen Plan

Bebauungsplan als Entscheidungsgrundlage

Zu welcher Bauweise rät der Profi? „Das hängt von unzähligen Faktoren ab und muss der jeweiligen Situation und Anforderung gerecht werden. Die Grundlage für die Wahl der Bauweise ist der Bebauungsplan, sofern vorhanden. Der liegt bei der Gemeinde als zuständige Behörde auf. Sollte dort eine gewisse Dachart vorgesehen sein, wird einem die Entscheidung damit abgenommen.“

Aus rein technischer Sicht sei man aber mit einem Flachdach besser beraten meint Höller: „Es kann in weiterer Folge auch als Aufstellfläche für Außengeräte der technischen Gebäudeausstattung, Photovoltaikanlagen,  bzw. für Bauwerksbegrünung genutzt werden. Mit Bauwerksbegrünung kann man nicht nur helfen CO2 zu sparen, sondern auch das Mikroklima des Gebäudes positiv beeinflussen und neue wertvolle Lebensräume schaffen.“

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