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So lassen Sie Ihre Finger vom digitalen Begleiter

Schon klar: Ihr Smartphone ist Ihr neues Office, Ihr unmittelbares und wichtigstes Arbeitsgerät, Ihr treuer Begleiter und Helfer in allen Situationen. Doch gerade weil wir uns immer mehr von unseren Smartphones abhängig machen, ist es wichtig einen gesunden Umgang damit zu lernen. Schließlich birgt jedes Arbeitsgerät Gefahren. So auch Ihr Smartphone. Das ist aber nur den wenigsten bewusst. 

Eine aktuelle Umfrage von Deloitte Global besagt: 85 Prozent aller Smartphone-Nutzer checken ihre Nachrichten noch während sie gerade in einem Gespräch sind, etwa mit Freunden. Im Durchschnitt 47-Mal pro Tag. Das ist ganz schön viel. Und Hand aufs Herz, wie oft haben Sie sichschon vorgenommen, weniger mit Ihrem Device zu verschmelzen – besonders, wenn es gerade nur aus Langeweile heraus passiert und Sie nichts Produktives machen?

Doch wie schafft man den digitalen „Entzug“, wenn das Smartphone doch unser digitaler Nabel zur neuen Welt geworden ist? Ganz eifnach: Mit ein bisschen Selbstreflexion.

Oder Sie setzen auf einen neuen Trend: ein Mahagoni-Smartphone. Kein Scherz, das kann man so bereits kaufen: ein Stück Holz, im Design eines Smartphones, ausgestattet mit Reglern an den Seiten für nervöse Hände. Spätestens wenn Sie so etwas brauchen, sollten Sie sich unsere folgenden Tipps ganz genau durchlesen. 

Eine Gruppe junger Menschen steht zusammen und schaut auf ihr Handy
  1. Am Abend ist Schluss! Was Konzerne wie VW und Porsche können, schaffen Sie auch: Dort (und auch in vielen anderen Firmen) werden Mails, die nach einer gewissen Uhrzeit verschickt werden, erst am nächsten Arbeitstag weitergeleitet. Für Sie bedeutet das: Lassen Sie Ihre berufliche Kommunikation über eine eigene App laufen, ideal über ein eigenes Smartphone, das Sie beispielsweise nach 18 Uhr einfach ausschalten. Auch wenn es die ersten Male ungewohnt ist und Sie der Meinung sind, die wichtigsten Aufträge und Kunden verloren zu haben: Sie werden schon nach wenigen Tagen merken, dass nichts passiert, wenn Sie einfach einmal abschalten. 
  2. Abschalten im Urlaub: Urlaub ist Urlaub und da sollten Sie unerreichbar bleiben. Es gibt nur wenige Berufe und Funktionen, in denen man diese Regel brechen muss. Sollten Sie also kein Konzernchef, Leiter der Sicherheitsabteilung eines Kernreaktors oder Notarzt sein, dann können Sie ruhig abschalten. 
  3. Gönnen Sie sich zwei Stunden Smartphone-Ruhe pro Tag: Planen Sie Ihre Smartphone-Pause wie einen Geschäftstermin ein. Wählen Sie pro Tag einen fixen Zeitraum, in dem Sie Ihr Device nicht anrühren.
  4. Aktivieren Sie zwischendurch den Flugmodus: Wenn Sie gerade an einer wichtigen Sache arbeiten, nachdenken müssen, oder auf dem Weg in die Arbeit oder aus der Arbeit sind, aktivieren Sie doch einfach den Flugmodus. Sie haben einerseits die Sicherheit, dass Sie Ihr Smartphone mit einem Klick wieder griff- und einsatzbereit haben. Auf der anderen Seite werden Sie in dieser Zeit nicht mit Messages, Anrufen oder anderen Notifications belästigt. 
  5. Lassen Sie Ihr Smartphone zu Hause oder im Büro! Klingt hart, aber passt zu Punkt 4: Wählen Sie gewisse Zeitfenster, in denen Sie per Telefon nicht erreichbar sind. Wichtige Nachrichten werden Sie ohnehin per SMS, Mail oder Mobilbox-Nachricht erreichen – oder entsprechende Personen versuchen es später noch einmal. 
  6. Benutzen Sie Ihr Smartphone nicht als Uhr! Die Verlockung nach dem Uhrzeitablesen Ihr Gerät zu entsperren und wahllos durch Apps, Bilder oder soziale Medien zu scrollen ist zu groß. Wenn Sie Ihre Screen-Zeit wirklich reduzieren wollen, kaufen Sie lieber eine schöne Armbanduhr.

Zeit für Selbstreflexion: Warum greife ich zum Phone?

  1. Warum greife ich zum Smartphone? Immer wenn Sie gerade wieder zum Handy greifen wollen, stellen Sie sich diese Frage. Für viele Menschen ist ein Handy nämlich ein willkommenes Versteck. So absurd das zunächst klingen mag: Das Smartphone hilft uns dabei beschäftigt zu wirken.
  2.   Screen-Time beschränken: Man kannst seine Screen-Time ganz einfach selbst beschränken und erhält eine Warnung, wenn sie überschritten wird. 
  3. Deaktivieren Sie nicht notwendige Benachrichtigungen: Dort ein Rufzeichen, da eine rote 3, dann wieder eine Push-Notification…die Flut an Nachrichten kann man leicht eindämmen: Deaktivieren Sie alle nicht unbedingt notwendigen Benachrichtigungen. Und noch ein Tipp: Deaktivieren Sie die Vorschau auf die Message-Texte. So werden Sie von Nachrichten nicht abgelenkt oder dazu genötigt, gleich zu antworten. 
  4. „Verstecken“ Sie Ihr Smartphone: Das klingt brutal, funktioniert aber bestens. Lassen Sie das Smartphone für eine Zeit in der Tasche, Auto, Jacke oder sonst wo. Jedenfalls außerhalb Ihrer Reichweite. Sie werden sehen: Nach ein paar Mal, geht es nicht mehr ab.
  5.  Last but not least: Automatisieren und vereinfachen Sie Ihre Tasks! Analysieren Sie, mit welchen Tätigkeiten am meisten Zeit verschwendet wird. Ein Beispiel aus unserer Branche: Internetbanking Zeiten können mit der MobileBanking App der Bank Austria um einiges verkürzt werden.