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Bewertungen zu euphorisch?

Globale Aktien haben heuer bereits rund 20% zugelegt, US-Indizes erreichten zuletzt neue Höchststände, und der breite STOXX Europe 600 nimmt Kurs auf das beste Jahresergebnis seit 2009. Der europäische Automobilsektor profitierte besonders von Kommentaren des US-Handelsministers Wilbur Ross, wonach die USA keine Sonderzölle auf importierte Fahrzeuge erheben müssten, nachdem „gute Gespräche“ mit Automobilherstellern in der Europäischen Union, Japan und anderswo geführt wurden. Diese Hoffnungen und Nachrichten zu Handelsfragen stützen die aktuelle Risikobereitschaft. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Marktteilnehmer nicht stellenweise zu euphorisch geworden sind. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den Euro Stoxx 50 notiert derzeit (bezogen auf die Gewinnschätzungen der nächsten 12 Monate) bei rund 14, was absolut betrachtet nicht überzogen ist. Allerdings hat das KGV seit Jahresbeginn bereits um ein Viertel zugelegt, was im Umkehrschluss heißt, dass die Kurse allfällige gute Nachrichten bereits eingepreist haben. Natürlich stützt die expansive Geldpolitik der globalen Notenbanken den Aktienmarkt. Vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Verlangsamung des US-Wachstums und eines weiterhin gedämpften Wirtschaftswachstums in Europa wird eine weitere Ausweitung der Bewertungen jedoch zunehmend unwahrscheinlich. Für einen nachhaltigen Anstieg der KGVs bedarf es wohl einer grundlegenden Verbesserung der Konjunkturdaten, wonach es derzeit aber nicht unbedingt aussieht. 

Mag. Monika Rosen, Chefanalystin der Bank Austria

Stand: 15. November 2019

Monika Rosen, Chefanalystin der Bank Austria

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