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Geldmarkt wieder gefragt

US Geldmarktfonds sind wieder sehr populär – eine Tatsache, die Fragen aufwirft. Zunächst die Zahlen: in den letzten 6 Monaten sind 322 Mrd. Dollar in US Geldmarktfonds geflossen, das ist der stärkste Zustrom seit dem zweiten Halbjahr 2008. Wenn die Anleger also offenbar die Sicherheit des Geldmarktes (sprich, ultrakurz laufende US Staatsanleihen) dem Aktienmarkt vorziehen, dann kann man darin schon ein Warnsignal sehen. Der Anleger, so die Überlegung, traut der Börse nicht mehr so recht, sitzt vielleicht auf mehr als ansehnlichen Kursgewinnen und will zumindest einen Teil seiner Schäfchen ins Trockene bringen. Aber man kann auch die genau entgegengesetzte Sichtweise einnehmen und sagen, je mehr Skepsis im Markt herrscht, desto besser. Der Zustrom in den Geldmarkt belegt, dass keine überbordende Euphorie an der Börse herrscht, eine Tatsache, die für weitere Kursanstiege sprechen würde. An sich gibt es ja ausreichend Gründe für Anleger, ein wenig Zurückhaltung zu üben. Die (geo-)politischen Schlagzeilen, vom Handelskonflikt bis zum Brexit, sorgen für Verunsicherung. Dazu kommt die Angst vor einer Rezession und die US Notenbank, die darauf mit Zinssenkungen reagiert. Trotzdem setzen manche Beobachter die Popularität des Geldmarkts nicht unbedingt mit der Angst vor einer schweren Korrektur am Aktienmarkt gleich. Es kann vielmehr sein, dass manche Investoren einfach warten wollen, bis sich ein neuer, eindeutiger Trend an der Börse etabliert – um dann wieder einzusteigen.

Mag. Monika Rosen, Chefanalystin der Bank Austria

Stand: 18. Oktober 2019

Monika Rosen, Chefanalystin der Bank Austria

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