Bundesländer Aktuell:
2023 mit hoher positiver Dynamik im Städtetourismus

Im Burgenland stieg die Beschäftigung im Jänner 2024 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Ö: 0,2 Prozent). Die unbereinigte Arbeitslosenquote im Jänner betrug 9,1 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,5 Prozentpunkten gegenüber Jänner 2023. Die burgenländische Sachgüterindustrie erhöhte von Jänner bis Oktober 2023 ihre abgesetzte Produktion um 5,6 Prozent im Vergleich zu einem Nullwachstum in Österreich. In der gleichen Periode gab es ein Produktionsplus von 3,3 Prozent in der Bauwirtschaft. Österreichweit ist es ein Plus von 0,4 Prozent. Im burgenländischen Tourismus stiegen die Übernachtungen im Gesamtjahr 2023 um 7,2 Prozent gegenüber 2022 (Ö: 10,4 Prozent).

In Kärnten fiel die Beschäftigung im Jänner um 0,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote im Jänner lag bei 10,4 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat. Die abgesetzte Produktion in der Industrie fiel in den ersten 10 Monaten 2023 um 0,6 Prozent. Die Bauwirtschaft verzeichnete ein Produktionsminus von 1,0 Prozent. Im Tourismus gab es 2023 ein Nächtigungsplus von 2,6 Prozent gegenüber 2022.

Im Jänner 2024 fiel in Niederösterreich die Beschäftigung um 0,3 Prozent. Die unbereinigte Arbeitslosenquote betrug im Jänner 7,8 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat. Die abgesetzte Produktion in der Industrie fiel bis Oktober um 0,7 Prozent. In der Bauwirtschaft gab es hingegen ein Produktionsplus von 0,9 Prozent. Im Tourismus stiegen 2023 die Nächtigungen um 11,2 Prozent.

In Oberösterreich ging die Beschäftigung im Jänner um 0,5 Prozent zurück. Die unbereinigte Arbeitslosenquote im Jänner betrug 6,0 Prozent verglichen mit 5,2 Prozent im Vorjahresmonat. Die abgesetzte Produktion in der Industrie erhöhte sich von Jänner bis Oktober um 1,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. In der Bauwirtschaft gab es allerding ein Minus von 1,2 Prozent. Die oberösterreichische Tourismuswirtschaft erzielte 2023 ein Nächtigungsplus von 9,1 Prozent.

Salzburg verzeichnete im Jänner 2024 einen Anstieg bei der Beschäftigung um 0,7 Prozent. Die unbereinigte Arbeitslosenquote im Jänner betrug 4,7 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat. Die abgesetzte Produktion in der Industrie stieg in den ersten 10 Monaten um 5,3 Prozent. In der Bauwirtschaft fiel das Produktionsplus mit 1,6 Prozent nicht so stark aus. Bei den Nächtigungen in den Salzburger Unterkünften gab es im Gesamtjahr 2023 ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In der Steiermark ging im Jänner die Beschäftigung um 0,1 Prozent zurück. Die unbereinigte Arbeitslosenquote betrug im Jänner 7,6 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Industrie verzeichnete von Jänner bis Oktober einen Rückgang der abgesetzten Produktion von 1,0 Prozent, aber die Produktion der steirischen Bauwirtschaft stieg um 4,0 Prozent. Im Tourismus gab es 2023 ein Nächtigungsplus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In Tirol erhöhte sich die Beschäftigung im Jänner um 1,2 Prozent gegenüber den Vorjahrsmonat. Die unbereinigte Arbeitslosenquote betrug im Jänner 4,6 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat. Die abgesetzte Produktion in der Industrie stieg von Jänner bis Oktober um 0,4 Prozent. Die Tiroler Bauwirtschaft stagnierte in der gleichen Periode. Bei den Nächtigungen gab es 2023 einen Anstieg von 8,1 Prozent gegenüber 2022.

Die Beschäftigung in Vorarlberg fiel im Jänner um 0,1 Prozent. Die unbereinigte Arbeitslosenquote betrug im Jänner 5,7 Prozent verglichen mit 5,1 Prozent im Vorjahresmonat. Die Industrie verzeichnete in den ersten 10 Monaten 2023 einen Rückgang der abgesetzten Produktion von 2,9 Prozent. Die Bauwirtschaft wies im gleichen Zeitraum ein Produktionsminus von 1,5 Prozent auf. Im Tourismus gab es 2023 einen Anstieg bei den Nächtigungen von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In Wien erhöhte sich die Beschäftigung im ersten Monat des Jahres um 0,8 Prozent. Die unbereinigte Arbeitslosenquote lag im Jänner bei 12,1 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,8 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat. Bis Oktober 2023 ging die abgesetzte Produktion in der Industrie um 4,4 Prozent zurück. Die Produktion in der Bauwirtschaft fiel um 0,7 Prozent. Im Wiener Tourismus stiegen 2023 die Übernachtungen um kräftige 30,7 Prozent verglichen mit der Vorjahresperiode.

→ Bundesländer Aktuell (PDF)

Stand: Februar 2024


Über Bundesländer Aktuell

Diese Reihe bietet einen monatlich erscheinenden Überblick über die aktuellen wirtschaftlichen Trends in den österreichischen Bundesländern. In einem Bundesländervergleich sowie einzeln für jedes Bundesland werden die jüngsten Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt, in der Sachgüterindustrie, der Bauwirtschaft und dem Tourismus abgebildet und kurz kommentiert.

 


Bundesländer Überblick:
Wirtschaft in den Bundesländern bricht ein – 2023 mit starkem Wirtschaftsabschwung vor allem in den Industrieregionen 

  • Industriebundesländer im Nachteil
    Nach einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in allen Bundesländern im Jahr 2022 von weit über 3 Prozent mit zwei Ländern von sogar fast 10 Prozent Wachstum gab es 2023 eine deutliche Abkühlung der Konjunktur in den Regionen. Wie schon im Jahr 2022 waren auch 2023 vor allem die Industrieregionen von der Konjunkturentwicklung benachteiligt. Die Sachgüterindustrie und der Bausektor waren am stärksten von den stark steigenden Preisen und der schwachen globalen Nachfrage aufgrund multipler Krisen betroffen. Österreichweit rechnen wir für 2023 mit einem BIP-Rückgang von 0,5 Prozent gefolgt von einer moderaten Erholung über den Konsum mit einem Wachstum von 0,3 Prozent 2024.
  • Das Burgenland ist Wachstumskaiser, Vorarlberg Schlusslicht
    Mit dem Burgenland und Vorarlberg bilden die beiden kleinsten Bundesländer den Spitzenreiter bzw. den Nachzügler im Bundesländerranking. Das Burgenland mit 0,4 Prozent gefolgt, von Salzburg und Wien mit jeweils 0,3 Prozent, verzeichneten 2023 mit ihrem relativ hohen Dienstleistungsanteil ein schwach positives Wachstum. Alle anderen Bundesländer mussten einen Rückgang ihrer Wirtschaftsleistung hinnehmen. In den Regionen Tirol und Kärnten schrumpfte die Wirtschaft so wie im bundesweiten Durchschnitt um 0,5 Prozent. Dahinter folgen die Länder mit einem hohen Industrieanteil. In Ober- und Niederösterreich ging die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent bzw. 0,9 Prozent zurück. Das Schlusslicht bilden die Steiermark mit minus 1,3 Prozent und Vorarlberg mit minus 1,8 Prozent.
  • Arbeitsmarkt erweist sich als konjunkturresilient
    Nach einem Rückgang der Arbeitslosenquote in allen Bundesländern in den Jahren 2021 und 2022 erwies sich heuer der Arbeitsmarkt in den Regionen trotz des Wirtschaftseinbruchs sehr konjunkturresilient. Kein Bundesland verzeichnete im Gesamtjahr 2023 einen starken Anstieg der Arbeitslosenquote. Tirol, Niederösterreich und Kärnten hatten 2023 im Jahresdurchschnitt sogar eine niedrigere Arbeitslosenquote als 2022. Wie im Vorjahr konnte sich Salzburg mit 3,8 Prozent über die niedrigste Arbeitslosenquote freuen. Trotz des stärksten Beschäftigungswachstums aller Bundesländer blieb Wien mit einer Quote von 10,6 Prozent im Jahresschnitt 2023 die Region mit der höchsten Arbeitslosigkeit.

Grafik 2023 mit Wirtschaftseinbruch in allen Bundesländern aber robuster Arbeitsmarkt

→ Bundesländer Überblick (PDF)

Stand: Dezember 2023


Über Bundesländer Überblick

"Bundesländer Überblick" analysiert die wirtschaftlichen Trends in den einzelnen Bundesländern im abgelaufenen Jahr und bietet einen Ausblick auf die im laufenden Jahr zu erwartende Entwicklung. Neben einer vergleichenden Betrachtung der regionalen Wirtschaften wird die Entwicklung ausgewählter Wirtschaftszweige und wichtiger Branchen kommentiert. Zudem erfolgt eine Einschätzung der wirtschaftlichen Aussichten für jedes einzelne Bundesland.

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