Gestiegene Energiekosten belasten Konjunkturerholung

- Andauernder Iran-Krieg schwächt die österreichische Wirtschaft
Die moderate Erholung der österreichischen Wirtschaft scheint sich in den ersten Monaten 2026 fortzusetzen. Allerdings zeigen die Stimmungsindikatoren mit dem Beginn des Iran-Kriegs und den in der Folge stark gestiegenen Energiepreisen im März spürbar nach unten. Aufgrund des Iran-Konflikts haben wir unsere Wachstumsprognose für die österreichische Wirtschaft mittlerweile zurückgenommen. - Arbeitslosenquote unverändert bei 7,5 Prozent
Der leichte Verbesserungstrend am Arbeitsmarkt ist zu Jahresbeginn in Stocken geraten, aber die Lage bleibt stabil. Die Arbeitslosenquote lag im März unverändert gegenüber den Vormonaten bei 7,5 Prozent saisonbereinigt. - Budgetdefizit 2025 geringer als geplant
Die Konsolidierungsbemühungen im öffentlichen Haushalt zeigten in der zweiten Jahreshälfte 2025 Wirkung. Das Defizit im Gesamtstaat sank auf 21,5 Mrd. Euro bzw. 4,2 Prozent des BIP und blieb damit sogar unter dem ursprünglich geplanten Wert von 4,5 Prozent des BIP. - Iran-Konflikt wird Inflation wieder steigen lassen
Wie die vorläufigen Zahlen für den März bereits andeuten, wird die Inflation in den kommenden Monaten deutlich höher als zu Jahresbeginn ausfallen. Wir haben unsere Inflationsprognose von 1,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2026 mittlerweile auf 3,0 Prozent angehoben. Auch für 2027 ist mit 2,6 Prozent mit einer höheren Inflation, als bis vor kurzem angenommen, zu rechnen. - EZB wird wahrscheinlich mit Zinserhöhung reagieren
Da der Iran-Krieg bereits länger andauert und die Folgen der Blockade der Straße von Hormus auf die Inflation mittlerweile deutlich ausfallen, gehen wir davon aus, dass die Europäische Zentralbank EZB zur Stabilisierung der Inflationserwartungen eine Anhebung der Leitzinsen vornehmen wird.
Stand: April 2026.
Über Österreich Aktuell
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