Erholung setzt sich fort, aber Inflation rückt wieder in den Fokus

- Geringfügige Verlangsamung der Erholung als Folge des Iran-Konflikts
Als Folge des Iran-Konflikts haben wir unsere Wachstumsprognose für die österreichische Wirtschaft geringfügig zurückgenommen. Wir gehen davon aus, dass sich die zaghafte Erholung der heimischen Wirtschaft etwas verlangsamen wird, aber nicht zum Stillstand kommt. Wir haben unsere BIP-Prognose um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 für 2026 und 1,4 Prozent für 2027 gesenkt. - Arbeitslosenquote unverändert bei 7,5 Prozent
Der leichte Verbesserungstrend am Arbeitsmarkt ist zu Jahresbeginn etwas in Stocken geraten, aber die Lage bleibt stabil. Nach dem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 7,4 Prozent im Jahr 2025 gehen wir für 2026 von einem Rückgang auf 7,3 Prozent und 2027 weiter auf zumindest 7,2 Prozent aus. - Defizit des Bundesbudgets 2025 geringer als geplant
Der Nettofinanzierungsbetrag des Bundes blieb im Gesamtjahr mit 2,8 Prozent deutlich hinter dem Voranschlag von 3,5 Prozent des BIP. Angesichts dieser positiven Entwicklung gehen wir von einem leichten Rückgang des gesamtstaatlichen Budgetdefizits 2025 auf 4,0 Prozent des BIP aus. - Iran-Konflikt wird Inflation wieder steigen lassen
Vorwiegend durch den Wegfall des Effekts des Auslaufens der Strompreisebremse aus der Berechnung, aber auch aufgrund sinkenden Aufwärtsdruck durch die Nahrungsmittel- und Dienstleistungspreise sank die Teuerung in den ersten beiden Monaten 2026 auf durchschnittlich 2,1 Prozent im Jahresvergleich. Die Inflation wird aufgrund der bereits gestiegenen Energiepreise in den kommenden Monaten wieder steigen. Wir haben unsere Inflationsprognose von 1,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2026 auf 2,5 Prozent angehoben. - EZB in Warteposition
Da der ungünstige Einfluss auf die Konjunktur bei beschränkter Dauer des Kriegs überschaubar und auch der Anstieg der Inflation in einem relativ engen und vorübergehenden Rahmen bleiben dürfte, gehen wir davon aus, dass sich die EZB auf eine Warteposition zurückzieht.
Stand: März 2026.
Über Österreich Aktuell
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