Über Österreich Aktuell

Die Publikation „Österreich Aktuell“ beinhaltet aktuelle Prognosen für die österreichische Wirtschaft und für die wichtigsten Indikatoren die letztverfügbaren Daten, zum Teil auch in Grafiken. Die wichtigsten Indikatoren werden auch laufend kommentiert und ihre Auswirkung auf die Prognose der österreichischen Konjunktur analysiert.

Aufschwung mit Gegenwind

  • Moderate Konjunkturverbesserung in zweiter Jahreshälfte
    Aufgrund des Energiepreisschocks und der Lieferkettenprobleme während des Iran-Kriegs hat die österreichische Wirtschaft im zweiten Quartal einen leichten BIP-Rückgang verbuchen müssen. Die Stimmungsindikatoren haben in den vergangenen Monaten zugelegt und auch die realen Wirtschaftsdaten, insbesondere in der Industrie zeigen eine Verbesserung. Wir erwarten für 2026 weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent und für 2027 eine leichte Beschleunigung auf 1,2 Prozent. 
  • Arbeitslosenquote lag im September weiter bei 7,6 Prozent
    Aufgrund des ungünstigen Einflusses der Folgen des Iran-Kriegs auf die Konjunktur, kam es im bisherigen Jahresverlauf nicht zu der ursprünglich erwarteten Entspannung am Arbeitsmarkt. Angesichts der Rahmenbedingungen zeigt sich der Arbeitsmarkt in Österreich damit jedoch weiter recht robust. Dennoch haben wir unsere Prognose von 7,5 auf 7,6 Prozent für 2026 erhöhen müssen. Für 2027 gehen wir weiterhin von einem Rückgang auf durchschnittlich 7,4 Prozent aus.
  • Doppelbudget für 2027/28 beschlossen 
    Das Parlament hat am 10. Juli den Budgetvoranschlag für 2027 und 2028 beschlossen. Bis 2028 soll das Defizit auf 3 Prozent des BIP gedrückt werden. Die Mittelkalkulation ist nach unserer Einschätzung zumindest sehr knapp bemessen, um das angestrebte Ziel zu erreichen, Spielraum im Falle einer schwächeren Konjunktur ist nicht gegeben, daher haben wir unsere Prognose für das Budgetdefizit 2027 auf 3,8 Prozent erhöht, nach einem Defizit von 4 Prozent 2026. Dafür weisen die bisherigen Budgetdaten darauf hin, dass der Voranschlag für 2026 weitgehend planmäßig eingehalten werden kann. 
  • Neuerlicher Treibstoffpreisanstieg heizt Inflation wieder an 
    Aufgrund erneut steigender Treibstoffpreise hat sich die Inflation in Österreich wieder erhöht. Im September erreichte die Teuerung nach Schnellschätzung 3,6 Prozent im Jahresvergleich. Der Inflationsdruck bleibt in den kommenden Monaten jedoch erhöht. Wir erwarten für Österreich im Jahresdurchschnitt 2026 weiterhin eine Inflationsrate von 3,2 Prozent. 
  • Erneute Straffung der Geldpolitik im Dezember zu erwarten
    Nach der Zinsanhebung der EZB im Juni und September um jeweils 25 Basispunkte dürfte die Verschärfung in der europäischen Geldpolitik durch die EZB noch nicht beendet sein. Wir gehen davon aus, dass die EZB im Dezember den Leitzins um weitere 25 Basispunkte anheben wird.
     

Österreich Aktuell (PDF)

Stand: Oktober 2026.

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