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Talent Days: Gewinnen kennt kein Handicap 

Bogenschießen, Leichtathletik, Schwimmen, Rollstuhltennis und vieles mehr konnten rund 100 Kinder und Jugendliche beim ersten Talent Day des Österreichischen Paralympischen Committees (ÖPC) ausprobieren - und die Premiere war ein voller Erfolg.

"Die Berührungsängste sind total gefallen", sagte ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber. Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren mit Körper- oder Sehbehinderung konnten zehn paralympische Sportarten testen. Auch gemischte Schulen mit behinderten und nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern machten mit.

Als Coaches standen Paralympics-MedaillengewinnerInnen wie Andreas Vevera, Andreas Onea und Krisztian Gardos, Weltmeisterin Sabine Weber-Treiber oder aufstrebende Athleten wie Nico Langmann und Alexander Pototschnig mit Rat und Tat zur Seite.

Ohne Berührungsängste

"Ich hab mich sehr gefreut, dass sich sowohl Behinderte als auch Nichtbehinderte ganz ohne Berührungsängste in den Rollstuhl gesetzt und einfach probiert haben", so Nico Langmann. "Einer hat gefragt, ob er sich auch in den Rollstuhl setzen darf, weil das so cool ist und viel mehr Spaß macht als normales Tennis.

Das ist etwas super Schönes, wenn man das nicht aus Mitleid macht, sondern weil man Spaß am Rollstuhl hat. Ich hoffe, dass der eine oder andere dann dabei bleibt. Auch wenn es nur freizeitlich beginnt und das Leben ein bisschen bereichert. Es gibt einem Selbstwertgefühl und das Gefühl, dazu zu gehören."

Behinderte Sportler mit dem Talent Days Plakat

Nico Langmann, Nr. 1 im Rollstuhltennis in Österreich und Nr. 19 in der Weltrangliste, wurde im Jahr 1999 in einen Autounfall verwickelt, der eine Querschnittlähmung zur Folge hatte. Mit dem regelmäßigen Training begann er im Alter von neun Jahren. Sein nächstes Ziel ist die Qualifikation für Tokio 2020.

Spaß an der Bewegung

"Man sieht den Kindern an, dass sie Spaß an der Bewegung haben. Auch denjenigen, die eine Behinderung haben und ihren Bewegungsdrang noch nicht so leben konnten", so Andreas Onea." Als ich mit dem Sport angefangen habe, habe ich gemerkt, dass ich Dinge kann, die andere nicht können, dass ich über Grenzen gehen kann. Das Ziel des Talent Days ist, dass jeder den Spaß an der Bewegung mitnimmt. Und merkt, dass man - auch wenn man eine Behinderung hat -  so viel machen und so viel leisten kann und dann vielleicht auch einmal mit dem Spitzensport der Gesellschaft etwas zurückgeben kann.

Ich glaube wenn man immer 100 Prozent gibt, dann kommt im Endeffekt auch das raus was man sich erwünscht, erträumt hat. Auch in Tokyo möchte ich wieder zeigen, dass ich auch mit meinen 27 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehöre, sondern vorne mitschwimmen kann."

Die Bronze-Medaille bei den Paralympics in Rio war der bisherige Karriere-Höhepunkt für Para-Schwimmer Andreas Onea. Onea sieht seine Behinderung als "Geschenk Gottes". Im Alter von sechs Jahren musste dem Niederösterreicher nach einem Autounfall der linke Arm amputiert werden. Sein nächstes Ziel ist eine Medaille in Tokio 2020.

In Taten umsetzen

Die Freude an der Bewegung stellt auch Stargast Heinrich Popow in den Vordergrund: "Ich hab mein Bein verloren - aber nie den Drang zur Bewegung. Das ist es, was den Tag widerspiegelt: sich bewegen, zusammen Sport zu treiben, keinen Unterschied zu machen, mal alles auszuprobieren, in Kontakt zueinander zu kommen, sich gegenseitig zu helfen. Ich bin stolz und froh, dass ich den Talent Day unterstützen kann.

Vorbildfunktion bedeutet nicht, sich einfach hinzustellen und groß zu reden. Man muss es auch in Taten umsetzen. Der Sport hat mich zu dem gemacht, was ich bin. Jetzt will ich etwas zurückgeben. Wenn man Dinge teilt, vervielfachen sie sich. Es treibt mich an, motiviert mich und gibt mir viel zurück. Das Schöne ist: Der Sport kennt keine Sprache. Er macht auch keinen Unterschied, ob du zwei Beine hast oder eines."

Heinrich Popow ist achtfacher Paralympics-Sieger sowie mehrfacher Welt- und Europameister mit insgesamt 29 Medaillen. Mit neun Jahren amputierten Ärzte sein linkes Bein bis zum Oberschenkel infolge eines Ewing-Sarkoms in der linken Wade. Popow ist heute Mitarbeiter und Markenbotschafter der Prothesenfirma ottobock.

Einig sind sich die Sportler, dass das Interesse am paralympischen Sport enorm gestiegen ist: "Es hat sich ganz viel getan", so Andreas Onea. Wichtig sei vor allem die Unterstützung der Medien und der Sponsoren. "Wenn große Partner wie die Bank Austria sich diesem Thema widmen zeigt das von der Wichtigkeit des Parasports und ist ein ganz großes Zeichen."

Das Österreichische Paralympische Committee/ÖPC wurde mit der Zielsetzung gegründet, qualifizierten Sportlerinnen und Sportlern die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben, den Paralympics, zu ermöglichen. Die Bank Austria unterstützt das ÖPC seit der Gründung 1989.