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Trotz etlicher Herausforderungen erwarten Expertinnen und Experten für 2019 keine neuerliche Krise in den Schwellenländern.

Trotz reichlich negativer Schlagzeilen - Stichwort: Währungsschwäche - und hoher Kapitalabflüsse ist das Gesamtwachstum in den Emerging Markets im Vorjahr mit rund 4,9 Prozent leicht höher ausgefallen als 2017 (4,6 Prozent). Für 2019 und 2020 gehen die Analystinnen und Analysten des UniCredit Research von einer Konjunkturabkühlung aus. Die Hintergründe: die erwartete Wachstumsverlangsamung sowie die restriktivere Fiskalpolitik in den Industrieländern. Stärkere BIP-Rückgänge werden in der Türkei und Argentinien erwartet. Sollten Investoren weiter in großem Stil Kapital abziehen, könnten die Emerging-Markets-Währungen und die langfristigen Zinsen weiter unter Druck bleiben. Vor allem bei Ländern, die stark von internationalem Kapital abhängig sind, könnte sich dies auf die Fähigkeit, Schulden zurückzuzahlen, auswirken. Trotz der durchaus herausfordernden Rahmenbedingungen erwarten die Expertinnen und Experten des UniCredit Researchs allerdings keine Krise in den Schwellenländern. In fundamentaler Hinsicht stehen die meisten gut da und auch das Wirtschaftswachstum liegt deutlich über dem Niveau der Industrienationen.

Brasilien
Flagge Brasilien

"Nur" 1,4 Prozent Wachstum 2018 
Die fundamentale Lage Brasiliens hat sich im letzten Jahrzehnt drastisch verschlechtert: Wurde 2008 noch ein Primärüberschuss verzeichnet, so stand 2018 ein Primärdefizit von 22,9 Mrd. BRL zu Buche. Die stark geschlossene Wirtschaft - nur 10 Prozent der Produktion werden exportiert - leidet unter chronischen Problemen. Der neue Präsident Jair Bolsonaro will die Staatsausgaben und den staatlichen Einfluss reduzieren.

China
Flagge China

Das wichtigste Schwellenland 
Trotz des Umbaus der Wirtschaft zu mehr Konsum und der damit verbundenen Wachstumsverlangsamung - nach 6,6 Prozent 2018 wird für 2019 und 2020 ein Plus von 6,2 Prozent bzw. 5,9 Prozent erwartet - ist eine "harte Landung" bislang ausgeblieben. Als größtes Risiko für China, das für 47 Prozent des Schwellenländer-BIPs verantwortlich ist, gilt der Handelskonflikt mit den USA, dessen Folgen sich noch nicht bemerkbar gemacht habe

Indien
Flagge Indien

Reformen tragen Früchte
Langsam, aber sicher tragen die Reformen der Regierung von Premierminister Neandra Modi Früchte: Nach 7,3 Prozent im laufenden Jahr soll das BIP-Wachstum 2020 laut IWF auf 7,4 Prozent ansteigen. Positiv: Neben dem BIP ziehen auch Pro-Kopf-Einkommen, Privatkonsum und öffentliche Investitionen an. Das zuletzt gestiegene Leistungsbilanzdefizit ist auf die anziehende Inlandsnachfrage zurückzuführen.

Mexiko
Flagge Mexico

Auf NAFTA folgt USMCA 
Das im November unterzeichnete aktualisierte Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada (USMCA für "USA-Mexiko- Kanada") sollte den Druck auf den mexikanischen Peso verringern und das Vertrauen ausländischer Investoren stärken. Letztere zeigten sich aber verunsichert vom Sieg des Linksnationalen López Obrador bei den Präsidentschaftswahlen im Juli. Die BIP-Prognose des IWF für 2019: 2,7 Prozent (2018: 2,2 Prozent).

Russland
Flagge Russland

Rezession überwunden 
Die Sanktionen der USA und der EU belasten die russische Wirtschaft weniger, als viele glauben - betroffen sind nur bestimmte Branchen und Unternehmen. Außerdem hilft der Leistungsbilanzüberschuss, die Folgen abzufedern. Insgesamt ist die Abhängigkeit des Unternehmenssektors von ausländischem Kapital in den letzten Jahren zurückgegangen. Für 2019 wird ein BIP-Plus von 1,2 Prozent erwartet (2018: 1,6 Prozent).

Südafrika
Flagge Südafrika

Schwierige Lage am Kap 
Im Frühjahr 2018 rutschte Südafrika - vor allem wegen der Dürreperiode - erstmals seit 2009 in eine Rezession. Auch wenn diese überstanden sein dürfte - für das Gesamtjahr 2018 rechnet der IWF mit einem BIP-Plus von 0,8 Prozent -, bleibt die Lage am Kap schwierig. Mit einem Sechs-Punkte- Plan will Präsident Cyril Ramaphosa die Wende einleiten. Dazu gehören Investitionen in Infrastruktur und Landwirtschaft.

Südkorea
Flagge Südkorea

Starkes BIP-Wachstum 
Die nach den USA zweitstärkste digitale Wirtschaftsnation der Welt hat nach Schätzung des IWF 2018 ein Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent verzeichnet (Prognose für 2019: 2,6 Prozent). Das starke Vorjahr war neben gutem Wachstum von niedriger Inflation und Arbeitslosigkeit sowie hoher Investitionstätigkeit geprägt. Hoffnung auf einen zusätzlichen wirtschaftlichen Impuls macht die Annäherung an Nordkorea.

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