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Ist man wirklich nur so alt wie man sich fühlt, oder müssen wir unser biologisches Ablaufdatum akzeptieren? Wie können wir eine jugendliche Zukunft sicherstellen, bei gleichzeitig bestmöglicher Gesundheit für ältere Menschen? Wie können wir uns rechtzeitig auf den nagenden Zahn der Zeit vorbereiten – oder können wir das Nagen gar stoppen? 

Fragen dieser Art wurden am 14. Oktober unter dem Motto „Forever Young. Die Zukunft des Alterns“ bei den Bank Austria Future Talks in Linz besprochen. Und eines Vorweg: Die ewige Jugend bleibt zwar weiterhin Wunschdenken, doch man ist gut dabei den Alterungsprozess teilweise in seine Schranken zu weisen. Grun dafür ist ein komplett neues Verständnis für genetische und epigenetische Grundlagen. Ermöglicht haben das die Forschungen der vergangenen Jahre. Laut Univ.-Prof. Dr. Pidder Jansen-Dürr, Leiter des Instituts für Biomedizinische Altersforschung an der Universität Innsbruck, könne man aus diesen Erkenntnissen schließen, dass die Alterungsprozesse gar nicht so „von Gott gegeben“ sind, wie viele meinen.

Durch die Identifikation Wirkstoffen und ihren biochemischen Veränderungen im Körper, kann der Alterungsprozess deutlich verlangsamt werden. Aber nicht die Unsterblichkeit ist das Ziel, sondern „dafür zu sorgen, dass für alle Menschen die Möglichkeit geschaffen wird, möglichst gesund ein hohes Lebensalter zu erreichen“, sagte Jansen-Dürr. 

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Woher kommt die Angst vorm Altwerden?

Es ist wohl die Sorge, nicht mehr mithalten zu können. Genauer hat sich dieser Frage Mag. Dr. Roberta Maierhofer von der Universität Graz gewidmet. In den Augen der führenden Altersforscherin unseres Landes, haben wir ein völlig falsches Bild vom Altwerden entwickelt. Und das bremst uns im Umgang mit diesem Thema. Das Älterwerden werde häufig als etwas Passives und Bedrohliches wahrgenommen, das unserem Körper geschieht und negative Auswirkungen auf uns als Personen sowie auf die Gesellschaft habe. „Diese Altersbilder verhindern die Entstehung und Akzeptanz von Vielfalt und Diversität unserer Lebensgestaltung“, sagt Maierhofer. 

Die Isolation durch das Digitale

Paradox, aber wahr: so sehr uns der technologische Fortschritt in der Medizin und Forschung hilft, so sehr grenzt er ältere Menschen aus. Die Gefahr für ältere Menschen durch die Digitalisierung nicht mehr am Alltag teilhaben zu können wächst. Für sie sind neue Technologien oft schwer nachzuvollziehen und zu verstehen. Das beginne beim Kaufen von Fahrscheinen und reicht bis in den privaten Wohnraum, wo die Bedienung von Waschmaschinen nicht mehr ohne tiefere Technikkenntnisse möglich sein wird. Davor warnte Mag.a Eveline PUPETER, Gründerin der emporia Telecom GmbH & Co KG. Sie vertreibt die sogenannten „Seniorenhandys. Pupeter sieht es als Verpflichtung der gesamten Gesellschaft, ältere Menschen in die digitale Zukunft zu begleiten und sie dabei zu unterstützen. 

v.l.n.r.:
Robert Zadrazil (CEO der UniCredit Bank Austria)
Mag.a Eveline Pupeter (CEO und Eigentümerin emporia Telecom GmbH & Co KG)
Univ.-Prof. Dr. Pidder Jansen-Dürr (Biologe und Biochemiker)
Univ.-Prof. Mag. Dr. Roberta Maierhofer M.A. (Professorin und eine der führenden Altersforscherinnen)
Andreas Jäger (Moderator des ORF III Wissenschaftsformates "Quantensprung")

Ein Gruppenbild der Sprecher bzw. Sprecherinnen des Future Talks in Linz

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