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Anleihen

Angesichts des schwelenden Handelskonflikts zwischen den USA und China in Kombination mit geopolitischem Störfeuer sowie dem weiterhin ungelösten Brexit trübte sich der globale Konjunkturausblick in den vergangenen Wochen weiter ein. Daher sahen Marktteilnehmer den ohnehin schon geringen Spielraum für Preisanhebungen noch weiter schrumpfen und leiteten daraus für die Zukunft noch geringere Inflationsraten ab, was wiederum zunehmende Leitzinssenkungserwartungen zur Folge hatte.

Diesbezügliche Erwartungen wurden sodann durch die Notenbanken Fed und EZB zusätzlich befeuert. Zunächst überraschte die EZB, als diese zusätzliche geldpolitische Maßnahmen in Aussicht stellte, sollte sich der Konjunkturausblick nicht verbessern. Auch gemäß der Fed hätten die Unsicherheiten für den Wachstumsausblick zugenommen. Insofern würde sie die Entwicklungen genau beobachten und gegebenenfalls angemessen handeln. Aus den individuellen Leitzinsprojektionen ging hervor, dass einige der Mitglieder des Offenmarktausschusses noch für dieses Jahr eine oder sogar zwei Leitzinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte erwarten. Angesichts dieser Entwicklungen erreichten Renditen von Anleihen der Kernländer Mehrjahres- bzw. zum Teil sogar neue historische Tiefststände.

Aktien

Während sich die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ im Mai dieses Jahres vollends zu bewahrheiten schien, feierten die internationalen Aktienmärkte im Juni ein starkes Comeback. Zwar klingen Konjunktursorgen, Handelsstreit und geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten nicht nach einem aktionärsfreundlichen Umfeld, doch die Aussicht auf neue geldpolitische Stimuli vonseiten wichtiger Notenbanken lieferte den Börsen frischen Optimismus und ließ diese zum Teil neue Rekordstände erklimmen. Aber auch die Hoffnung, dass die USA und China in den Handelsfragen schließlich doch noch einen gemeinsamen Weg finden werden, schlugen in diese Kerbe. 

An der Wall Street verzeichneten der Dow Jones sowie der S&P 500 im Juni Zugewinne in Höhe von 6,90 % bzw. 6,28 %, während der technologielastige NASDAQ um 6,90 % zulegen konnte. Auch in Europa verbuchten die Börsen Zugewinne: Während der STOXX Europe 600 um 3,61 % anstieg, avancierte der DAX um 5,02 %. Investoren japanischer Aktien hatten im Juni ebenfalls Grund zur Freude. Der NIKKEI kletterte um 3,28 % nach oben, während der TOPIX um 2,57 % anzog. Schwellenländer, gemessen am MSCI Emerging Markets Index (in US-Dollar), erzielten mit plus 5,70 % ebenfalls Kurszuwächse.

Währungen und Rohstoffe

Die zunehmende Eintrübung des Konjunkturausblicks angesichts des schwelenden Handelskonflikts zwischen den USA und China hatte zur Folge, dass der Preis der Rohölsorte Brent Mitte Juni im Vergleich zum im bisherigen Jahresverlauf erreichten Höchstkurs um rund 20 % tiefer notierte. Die Kehrtwende folgte jedoch umgehend, als Spannungen zwischen Washington und Teheran Sorgen vor einer Beeinträchtigung der Ölversorgung in der dafür so wichtigen Straße von Hormus hochkochen ließen. Mit einem Anstieg von über 10 % seit dem Tiefpunkt Mitte Juni bis zum Monatsende fiel die Reaktion der Ölsorte Brent auf die Turbulenzen auch entsprechend stark aus. 

Der Goldpreis übersprang im Juni die Marke von 1.400 US-Dollar je Unze und markierte damit das höchste Niveau seit dem Frühjahr 2013. Damit beträgt der Preisanstieg seit Jahresbeginn bereits über 10 %. Zunehmende Verunsicherungen angesichts einer Ausweitung der US-Sanktionen gegen den Iran in Kombination mit wichtigen Notenbanken, die im Hinblick auf ihre jeweilige Geldpolitik eine akkommodierende Rhetorik anschlugen und damit die Erwartung möglicher Leitzinssenkungen schürten, beflügelten die Nachfrage nach dem als sicherer Hafen erachteten Edelmetall. Zudem schwächte sich der US-Dollar infolge der in Aussicht gestellten geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen ab, was dem Goldpreis zusätzlichen Auftrieb verlieh – übte doch gerade über weite Teile des bisherigen Jahresverlaufs ein zur Stärke neigender Dollar Druck auf das Edelmetall aus. 

Datum: 03.07.2019

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