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Lesen Sie unsere Analyse des aktuellen Geschehens auf den Finanzmärkten.

Anleihen

Auf dem Rentenmarkt fungierte der Handelsdisput in den vergangenen Wochen weiterhin als Taktgeber, weshalb sich Renditen von Anleihen der Kernländer entsprechend den diesbezüglichen Nachrichten bewegten. Da Investoren die Hoffnung, dass sich die USA und China in den Handelsfragen zumindest auf ein Teilabkommen einigen werden können, noch nicht aufgegeben haben, zeigten sich diese von ihrer Grundtendenz abwartend, weshalb Renditen von Anleihen der Kernländer seitwärts tendierten. 

Neben dem Handelsdisput zählen auf dem Rentenmarkt weiters die Notenbanken zu den Haupteinflussfaktoren. Allerdings erscheinen die Zentralbankerwartungen im Moment relativ fest verankert. Die US-Notenbank Fed hat die Phase ihrer sogenannten Versicherungs-Zinssenkungsschritte beendet. Es würde, wie es die Notenbank formuliert, eines „materiellen Neuausblicks für die Konjunkturentwicklung“ bedürfen, um die Leitzinsdebatte innerhalb des Offenmarktausschusses wieder aufleben zu lassen – sei es in Richtung höherer oder niedrigerer Leitzinsen. In der EZB erfolgte die Staffelübergabe von Mario Draghi auf Christine Lagarde. Hier scheint es, als würde eine Änderung der von Mario Draghi übernommenen sehr expansiven geldpolitischen Ausrichtung nicht sehr weit oben auf Lagardes Agenda stehen. 
 

Aktien

Die wichtigsten Aktienmärkte sind in den vergangenen Wochen sukzessive gestiegen. Die Marktstimmung spiegelte weiterhin die Nachrichtenlage betreffend die Entwicklung des amerikanisch-chinesischen Handelskonflikts wider, wobei die Investoren weiterhin davon auszugehen scheinen, dass es zu einem Abschluss eines Teilabkommens kommt. Diese Überzeugung basiert jedoch nach wie vor ausschließlich auf Schlagzeilen.

In den USA sorgten Konjunkturdaten, die besser ausfielen als prognostiziert, für Auftrieb. So wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal um 2,1 %, nachdem die Erstschätzung von 1,9 % ausgegangen war. In diesem Umfeld fiel der Volatilitätsindex VIX zwischenzeitlich auf das tiefste Niveau im bisherigen Jahresverlauf. Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheitsfaktoren warnen einige Analysten jedoch davor, das niedrige VIX-Niveau könnte Ausdruck einer zunehmenden Selbstgefälligkeit unter den Investoren darstellen.

In der Eurozone fanden Konjunkturdaten, die besser ausfielen als erwartet, positiven Niederschlag. So konnte Deutschland entgegen den Erwartungen eine technische Rezession vermeiden. Zudem stieg in Europa der Neuwagenabsatz kürzlich auf das höchste Niveau seit 2009 an, was für ein gut unterstütztes Vertrauen bei Konsumenten spricht, die zuletzt eine stützende Säule für die Wirtschaft darstellten. 

Angesichts der großteils optimistischen Stimmung zählten ausländische Investoren in den vergangenen acht Wochen zu Nettokäufern japanischer Aktien, weshalb diese Zuwächse verzeichneten. Zudem steht im Raum, dass die japanische Regierung ein fiskalpolitisches Maßnahmenpaket auf den Weg bringen könnte, um der stockenden Wirtschaft frische Impulse zu liefern. 

Dass die Sorgen im Hinblick auf den Handelskonflikt zunehmend in den Hintergrund getreten sind, beflügelte die Nachfrage nach Aktien der Schwellenländer, was in zum Teil deutlichen Zuflüssen in börsengehandelte Fonds, sogenannte „exchange traded funds“ (ETFs), zum Ausdruck kam. Die Unsicherheiten in Bezug auf die Handelsgespräche bleiben allerdings nach wie vor hoch, was zur Folge hat, dass Schwellenländeraktien ihre im Monatsverlauf erzielten Kursgewinne wieder abgeben mussten.

Die Wall Street setzte im November ihren Aufwärtstrend fort. So verzeichneten der Dow Jones sowie der S&P 500 Zugewinne in Höhe von 3,72 % bzw. 3,40 %, während der technologielastige NASDAQ sogar um 4,50 % zulegen konnte. Europäische Börsen versuchten Schritt zu halten. Während der STOXX Europe 600 ein Plus von 2,69 % verbuchte, kletterte der DAX um 2,87 % nach oben. Auch japanische Aktien beendeten den Monat mit 1,60 % (NIKKEI) und 1,94 % (TOPIX) positiv. Aktien der Schwellenländer mussten hingegen, gemessen am MSCI Emerging Markets Index (in Lokalwährung), mit –0,19 % etwas Terrain preisgeben. 
 

Währungen und Rohstoffe

Angesichts der Besorgnis, die Ölpreise könnten wegen einer prognostizierten schwächeren Ölnachfrage kommendes Jahr deutliche Abschläge verzeichnen, beschloss die OPEC gemeinsam mit ihren Partnern die bestehenden Förderkürzungen auf 1,7 Mio. Fass pro Tag zu erhöhen sowie diese bis März 2020 zu verlängern. Auf die Ankündigung, die umfangreicher als erwartet ausfiel, reagierte Rohöl mit Preisaufschlägen. 

Gold reagiert traditionell äußerst sensibel auf Veränderungen der Risikobereitschaft auf den Finanzmärkten. In weiterer Folge verzeichnete der Goldpreis Anfang November einen Rücksetzer, nachdem die Hoffnung auf eine Annäherung in Teilen der offenen Handelsfragen neue Nahrung erhalten hatte. In den kommenden Wochen dürfte der Goldpreis weiterhin unter dem Einfluss des Handelsstreits stehen und sich entsprechend der jeweiligen Nachrichtenlage entwickeln. Mittelfristig stellen die US-Präsidentschaftswahlen, makroökonomische Daten sowie die Entwicklung des US-Dollars Einflussfaktoren dar, die die Risikobereitschaft auf den Finanzmärkten beeinflussen und damit die Richtung des Goldpreises vorgeben dürften. 

Datum: 11.12.2019

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