Achtung: Neue Betrugsmasche mit falschen Investitions-Plattformen

Eine neue Anlage-Betrugsmasche hat es auf potenzielle Online-Investore:innen abgesehen: Auf Plattformen sozialer Medien wie Facebook oder auch über Suchmaschinen wie Google werden derzeit dubiose Investmentangebote beworben. Die Betrüger:innen lassen ihre Werbeanzeigen offiziell wirken. Es wird teilweise mit hohen Renditen und Gewinnen geworben, risikofrei und ohne Finanzwissen. Hier ist besondere Vorsicht geboten! 

Bevor Sie Ihr Geld online investieren, nehmen Sie die Plattform genau unter die Lupe. Verlockende Angebote haben meist mehrere Haken oder sind astreiner Betrug. 

So schützen Sie sich:

  • Hinterfragen Sie angebotene Investments, insbesondere solche im Ausland, auf Plausibilität. Fragen Sie Ihre:n Bankberater:in, der ggf. Kontakt mit der entsprechenden Fachabteilung aufnehmen kann.
  • Informieren Sie sich über aktuelle Betrugswarnungen vor einem Abschluss auf einer unbekannten Plattform - zum Beispiel auf Seiten wie https://www.watchlist-internet.at/news/betruegerische-investitionsplattformen-checken-sie-unsere-liste/
  • Wenn bereits Schaden eingetreten ist: Nehmen Sie sofort Kontakt mit der Bank auf und erstatten Sie Anzeige, denn nur dann können Behörden und ggf. unsere Rechtsabteilung tätig warden.
  • Bei Unsicherheiten nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit Ihrer betreuenden Stelle auf.

Weitere Betrugsmaschen

Professionelle Betrüger:innen verschaffen sich auch ein professionelles Auftreten , am Telefon und im Internet. Oft werden für Investments in diverseste Projekte und Firmen Traumrenditen versprochen, um das Interesse potentieller Anleger:innen, sprich: der späteren Opfer, zu wecken.
Die Mittel und Produkte, derer sich die Betrüger:innen bedienen, sind einfallsreich. Es gibt professionell gestaltete Internetpräsenzen von Phantasiefirmen und Vorhaben aller Art, von der Ferienhotelanlage über neue Verfahren zur Ausbeutung von Goldminen bis hin zu Grundstücken im Urwald Brasiliens sowie zu erfundenen Brokerhäusern und Investmentgesellschaften. Oft sind diese Projekte „besichert“ und „zertifiziert“ durch allerlei Urkunden und Garantien.

Eine effiziente Methode zum Ködern von Kund:innen ist ganz schlicht - das Telefon. So gehen die Betrüger:innen vor:

Ein:e vermögende:r Kund:in, in seinem:ihrem Anlageverhalten verunsichert durch Wirtschaftskrise, Gerüchten um bankrotte Staaten und das niedrige Zinsniveau, wird von einem vermeintlichen Brokerhaus aus Hong Kong angerufen. In mehreren Telefonaten (professionell und vertrauenserweckend geführt) werden angeblich sichere Investments in diverse Firmen mit attraktiver Rendite angeboten. Sowohl vom Brokerhaus als auch von der angepriesenen Firma gibt es gut gemachte Internetauftritte. Der:Die Kund:in investiert erstmalig einige Tausend Euro, die er an eine Bank in China überweist. Prompt kommt per E-Mail eine „Order-Confirmation“.

Wenige Wochen später bietet man ein neues Aktienpaket an, wieder sehr vielversprechend, wieder mit attraktiven Gewinnaussichten, inkl. entsprechend toller Homepage der Firma. Der:Die Kund:in investiert erneut, dieses Mal schon einen größeren Betrag, und bekommt auch wieder eine tolle Order-Confirmation. Kurz darauf möchte der:die Kund:in eines der Pakete verkaufen und den vermeintlichen Gewinn einstreifen. Das Brokerhaus teilt ihm mit, dass diese Firma leider unmittelbar vor der Pleite stünde, man hätte aber einen Kontrakt mit einem Hedgefonds, welcher diese Aktien zu einem fixen, höheren Preis abnehmen würde – allerdings müsste der:die Kund:in ein zusätzliches Aktienpaket kaufen, um auf eine „handelbare Einheit“ zu kommen. Wieder wird ein Betrag nach China überwiesen und wieder gibt es eine entsprechende Order-Confirmation...

In der Zwischenzeit gibt es immer wieder Telefonate mit einem „Senior Vice President“, der die erfolgreiche Abwicklung der Transaktion bestätigt, wie immer sehr viel Vertrauen bei Kund:innen erzeugt und neue Investments mit „garantierter Abnahme durch Partnerfonds“ anpreist. Als der:die Kund:in schließlich auf die Überweisung des „garantierten“ Erlöses aus dem Verkauf des aufgestockten Aktienpakets besteht, wird diese zugesichert – gegen Erbringung einer „Garantiezahlung“ über 20% des zu erwartenden Erlöses, und zwar durch unseren Kund:innen zugunsten der Bank in China. Endlich wird der:die Kund:in misstrauisch und beginnt eine Recherche im Internet - mit der Erkenntnis, Betrüger:innen aufgesessen zu sein. Als er sich an seine Bank wendet, ist es leider längst zu spät, um noch Geld zurückholen zu können.

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