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Experten-Statement zu unserer weiterhin neutralen Gewichtung bei Aktien sowie den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus.

 

Marktentwicklung und Anlagestrategie

Basierend auf der fundierten Marktmeinung der Bank Austria entwickelt unser Team von Investmentspezialistinnen und -spezialisten die aktuelle Anlagestrategie. Diese ist Grundlage des Vermögensmanagements sowie der individuellen Anlageberatung.

Gerhard Vogl, Investment Management & Strategy
Gerhard Vogl, Investment Management & Strategy
„Es gilt auch in der aktuellen Lage Ruhe zu bewahren. An der Börse hat sich Besonnenheit letztlich immer bezahlt gemacht.“
Aktien

Talfahrt der Börsen.
Während die internationalen Aktienmärkte bis vor wenigen Wochen scheinbar nicht aus der Ruhe zu bringen waren, folgte auf die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas und die daraus resultierenden Konjunktursorgen in Kombination mit einem massiven Ölpreisverfall ein umso deutlicherer Kursabsturz. Infolgedessen mussten einige Börsen die höchsten Abschläge seit der Finanzkrise von 2008/2009 verkraften, während andere in einen Bärenmarkt abrutschten. Aktien von Fluggesellschaften und Touristikunternehmen aber auch jene des Energiesektors gerieten dabei besonders unter Druck. Die Talfahrt an den Börsen schlug sich auch auf dem Devisenmarkt nieder. Besonders betroffen zeigten sind Währungen von Ölexportländern, deren Währungen vor dem Hintergrund des dramatischen Ölpreisverfalls abwerteten. Hingegen zeigten sich der japanische Yen und zuletzt auch der US-Dollar wieder als sicherer Hafen gefragt.

Besonnenheit macht sich bezahlt.
Der Markt zeigt eindeutig Nerven, was angesichts der heftigen Rallye des Vorjahres vielleicht nicht überraschen sollte. Die hohe Volatilität dürfte zunächst weiter anhalten. Dennoch gilt es auch in der aktuellen Lage Ruhe zu bewahren. An der Börse hat sich Besonnenheit letztlich immer bezahlt gemacht. Wir beobachten die mit dem Coronavirus in Verbindung stehenden Entwicklungen jedenfalls weiterhin sehr genau. Vorerst halten wir aber an unserer neutralen Aktienpositionierung fest. Darüber hinaus bleiben Früh- und Stimmungsindikatoren abzuwarten, die detailliertere Aufschlüsse darüber geben könnten, welche volkswirtschaftlichen Folgewirkungen sich durch den Ausbruch des Coronavirus ergeben könnten.

Wir favorisieren Europa, Japan und die Schwellenländer.
Was die unterschiedlichen Aktienregionen betrifft, so favorisieren wir Europa, Japan und die Schwellenländer. In der Eurozone wirkt die Geldpolitik der EZB stimulierend. Einen zusätzlichen Unterstützungsfaktor könnte bei europäischen Aktien die Dividendenrendite liefern. Für japanische Aktien spricht neben Aktienrückkäufen sowie der äußerst expansiven Geldpolitik der Bank of Japan auch die relativ günstigere Bewertung. Wir bleiben bei unserer positiven Haltung zu den Schwellenbörsen, auch wenn das Coronavirus für kurzfristige Beeinträchtigungen sorgen könnte. Zudem bietet die Währungsseite Chancen – Selektivität ist aber gefragt. US-Aktien scheinen gegenüber anderen Anlageregionen am wenigsten attraktiv. Zudem befinden sich die USA bereits in der Spätphase des Konjunkturzyklus. Infolgedessen gewichten wir diese Region unter.

Anleihen

Nachfrage stieg.
Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten und die daraus resultierende Risikoaversion ließ die Nachfrage nach als sicher erachtete Häfen steigen. Zudem verstärkten die Notfallzinssenkung der US-Notenbank sowie das Einpreisen weiterer Zinssenkungen im Jahresverlauf den Druck auf die Renditen. In der Folge erreichten Renditen von Anleihen der Kernländer historische Tiefststände, was im Umkehrschluss Kurszuwächse bedeutete. Zudem kündigte die EZB ein geldpolitisches Maßnahmenpaket an, um Finanzengpässe bei kleineren und mittleren Unternehmen abzufedern.

Wir erwarten leichte Aufwärtstendenzen bei Renditen.
Renditen der Kernländer befinden sich auf äußerst tiefen Niveaus, weshalb wir die Chancen für weitere Kursanstiege, also Renditerückgänge, für begrenzt erachten. Grundsätzlich erwarten wir bei Renditen von Anleihen der Kernländer mittelfristig zumindest leichte Aufwärtstendenzen. Konjunkturelle Unsicherheiten angesichts der bereits fortgeschrittenen Phase im Konjunkturzyklus sowie mögliche ökonomische Auswirkungen des Coronavirus dürften den Anstieg vorerst jedoch begrenzen.

Wir gewichten Renten unter.
Wir gewichten Renten in Summe unter. EUR-Staatsanleihen bieten aufgrund der tiefen Renditen ein unattraktives Chancen-Risiko-Verhältnis. Unternehmensanleihen sollten trotz konjunktureller Eintrübungen von der lockeren Geldpolitik der EZB profitieren. Hingegen bieten globale inflationsindexierte Staatsanleihen angesichts der vorsichtig agierenden Fed bei einem sich vorerst fortsetzenden US-Wirtschaftswachstum Opportunitäten. Schwellenländeranleihen weisen bei höherem Risiko angesichts attraktiver Renditeniveaus langfristig Potenzial auf und bleiben übergewichtet. Mögliche Folgewirkungen des Coronavirus sollten jedoch nicht außer Acht gelassen werden.

Alternative Veranlagungen

Ölpreis unter Druck
Konjunktursorgen übten zuletzt Druck auf den Ölpreis aus. Die OPEC und ihre Partner konnten sich jedoch auf keinen gemeinsamen Nenner im Hinblick auf weitere Förderkürzungen einigen.  In der Folge kündigte Saudi-Arabien an, sein Rohöl mit Preisabschlägen verkaufen zu wollen und die Ölförderung hochzufahren. In einer ersten Reaktion darauf verzeichneten die Rohölpreise Abschläge von über 30 %.

Nachfrage nach Gold stieg
Die Ausbreitung des Coronavirus und die damit in Zusammenhang stehenden Konjunktursorgen hatten an den Aktien- und Rohstoffmärkten Volatilitätsschübe zur Folge, was wiederum die Nachfrage nach dem als sicherer Hafen erachteten Gold beflügelte. Sollte die Unsicherheit auf den Finanzmärkten weiter Bestand haben, könnte dies dem Goldpreis weiteren Auftrieb verleihen.

Die Anlageklasse der Absolute-/Total-Return-Produkte sowie jene der Rohstoffe nutzen wir weiterhin zur Steigerung der Diversifikation und zur Optimierung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses.

Für ein individuelles Beratungsgespräch zu allen wichtigen Themen rund um Ihr Vermögen steht Ihnen Ihre Beraterin bzw. Ihr Berater gemeinsam mit unserem Spezialisten-Team sehr gerne zur Verfügung.
 

Datum: 12. März 2020

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