24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

BusinessNet

Das Internetbanking für Unternehmen

olbImgAlt Mehr erfahren
Das neue Bank Austria Keyboard bringt die wichtigsten Banking-Funktionen direkt auf Ihre Smartphone-Tastatur. Mehr erfahren

Experten-Statement zur aktuellen Börsensituation und ein Rückblick auf die letzten Wochen.

 

Marktentwicklung und Anlagestrategie

Basierend auf der fundierten Marktmeinung der Bank Austria entwickelt unser Team von Investmentspezialistinnen und -spezialisten die aktuelle Anlagestrategie. Diese ist Grundlage des Vermögensmanagements sowie der individuellen Anlageberatung.

Gerhard Vogl, Investment Management & Strategy
Gerhard Vogl, Investment Management & Strategy
„Seit Mitte März konnten Aktienindizes trotz massiver Beeinträchtigung der Konjunkturentwicklung etwa die Hälfte der seit Beginn der Corona-Krise erlittenen Kursverluste wieder wettmachen.“
Aktien

Kursrallye dominiert von Technologiekonzernen und Pharmaunternehmen.
Mitte März markierten die meisten Aktienindizes in diesem Jahr ihre Tiefststände. Seither konnten diese trotz massiver Beeinträchtigung der Konjunkturentwicklung sowie gelegentlicher Kursrückschläge etwa die Hälfte der seit Beginn der Corona-Krise erlittenen Kursverluste wieder wettmachen. Stimmungstreiber hierfür waren Anzeichen eines Rückgangs der Neuinfektionen, die Hoffnung auf eine rasche Rücknahme der Virus-bedingten Einschränkungen sowie positive Meldungen über potenzielle Medikamente zur Behandlung der COVID-19-Erkrankung. Angeführt wurde die Kursrallye dabei von Technologiekonzernen sowie Pharmaunternehmen.

Erholung in der zweiten Jahreshälfte.
Wir erwarten eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivitäten in der zweiten Jahreshälfte. In Kombination mit einer äußerst lockeren Geldpolitik sowie fiskalpolitischen Maßnahmen sollte dies den globalen Aktienmärkten Unterstützung bieten. Da die Märkte auf die zuletzt veröffentlichten düsteren Konjunkturdaten vielfach jedoch keine Reaktion zeigten, scheinen die Bewertungen auf den Aktienmärkten der Realwirtschaft möglicherweise etwas vorausgelaufen zu sein. Zudem sind die mit der Corona-Pandemie in Zusammenhang stehenden Unsicherheiten und damit das Risiko eines neuerlichen Volatilitätsschubes weiterhin hoch. Insofern lautet unser Anlagevotum unverändert „neutral“.

Wir favorisieren weiterhin Europa, Japan und die Schwellenländer.
Auch wenn im aktuellen Umfeld Einschätzungen zu einzelnen Aktienregionen schwierig zu treffen sind, halten wir dennoch an den bisher favorisierten Regionen Europa und Japan sowie den Schwellenländern fest. In der Eurozone wirken geld- und fiskalpolitische Maßnahmen unterstützend. Für japanische Aktien spricht neben der äußerst expansiven Geldpolitik der Bank of Japan auch die relativ günstigere Bewertung. Wir bleiben bei unserer positiven Haltung zu den Schwellenbörsen, auch wenn das Coronavirus für kurzfristige Beeinträchtigungen sorgen könnte. US-Aktien bleiben untergewichtet. Der längste Wirtschaftsaufschwung der USA wurde beendet, außerdem wird das Land mit Zeitverzögerung von der Corona-Krise getroffen.
 

Anleihen

Rückgang der Volatilität und Seitwärtsbewegung.
In Reaktion auf die Ankündigung der geldpolitischen Stimuli durch weltweit wichtige Notenbanken hat sich die Situation auf den Anleihenmärkten in den vergangenen Wochen beruhigt, was auch am Rückgang der Volatilität bei den Renditen abgelesen werden kann. Allerdings haben sich Renditen von Anleihen der Kernländer zuletzt auf niedrigen Niveaus seitwärts entwickelt und scheinen sich damit von der Dynamik der Aktienmärkte entkoppelt zu haben. Diese Entwicklung ist vor allem auf die beständigen Anleihenkäufe der Notenbanken, die geringe Aussicht auf Leitzinsanhebungen sowie die trüben Konjunkturaussichten zurückzuführen.

EZB hält sich alle Optionen offen.
Die EZB kündigte kürzlich zusätzliche Maßnahmen an, um bei den Unternehmen eine ausreichende Liquiditätsversorgung sicherzustellen. Die Zinsen sowie das Anleihenkaufprogramm PEPP blieben hingegen unverändert. Allerdings hielt sich die EZB für die nähere Zukunft alle Optionen offen. Auch die US-Notenbank ist weiterhin entschlossen, bei Bedarf ihre volle Bandbreite an Werkzeugen einzusetzen.

Mit einem sich aufhellenden Risikobild in der zweiten Jahreshälfte sollten Anleihen der Kernländer mittelfristig höhere Renditeniveaus erreichen können. Zudem könnten fiskalpolitische Maßnahmen für etwas Auftrieb bei den Renditen sorgen. Eine mögliche Begrenzung stellt jedoch die deutlich lockerere Geldpolitik dar. Kurzfristig sind neuerliche Renditerückgänge bei Anleihen der Kernländer jedoch nicht auszuschließen. 

Wir gewichten Anleihen weiter unter. 
Wir gewichten Renten in Summe unter. EUR-Staatsanleihen bieten aufgrund der tiefen Renditen ein unattraktives Chancen-Risiko-Verhältnis. Europäische Unternehmensanleihen mit Top-Bonitäten standen zuletzt unter Druck. Wir halten die Entwicklung jedoch für überzogen. Zudem sollten das Anleihenkaufprogramm der EZB sowie ein letztlich zurückkehrender Risikoappetit wieder Unterstützung bieten. Angesichts aktuell unterproportional eingepreister Inflationserwartungen bieten globale inflationsindexierte Staatsanleihen Opportunitäten. Schwellenländeranleihen sollten in einer anschließenden Wirtschaftserholung reüssieren können. Zudem weisen sie bei höherem Risiko angesichts attraktiver Renditeniveaus langfristig Potenzial auf und bleiben daher übergewichtet. Mögliche Folgewirkungen der Corona-Krise sollten jedoch nicht außer Acht gelassen werden.

Alternative Veranlagungen

Historische Volatilität auf dem Ölmarkt. 
Die vergangenen Wochen waren auf dem Ölmarkt mitunter die volatilsten in dessen Geschichte. Die Ölpreise waren angesichts der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Konjunktursorgen bereits zuvor massiv unter Druck geraten. Zudem stieg die Befürchtung, dass die globalen Öllagerkapazitäten innerhalb kürzester Zeit vollständig aufgebraucht sein könnten. In der Folge brach der Ölpreis der US-Referenzsorte WTI so massiv ein, dass diese erstmals zu einem negativen Preis gehandelt wurde. Seither haben sich die Preisnotierungen wieder stabilisiert, doch die Volatilität war zuletzt enorm. 

Gold hat weiterhin profitiert.
Von den weiterhin bestehenden Verunsicherungen auf den Finanzmärkten konnte Gold als sicher erachteter Hafen neuerlich profitieren. Darüber hinaus erhielt das Edelmetall Auftrieb von den umfangreichen Stimulierungsmaßnahmen, wird es doch vielfach als Inflationsabsicherung gesehen. Im Hinblick auf die bestehenden Unsicherheitsfaktoren und die tiefen Zinsen könnte sich das Edelmetall weiter unterstützt zeigen. 

Die Anlageklasse der Absolute-/Total-Return-Produkte sowie jene der Rohstoffe nutzen wir weiterhin zur Steigerung der Diversifikation und zur Optimierung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses.
 

Für ein individuelles Beratungsgespräch zu allen wichtigen Themen rund um Ihr Vermögen steht Ihnen Ihre Beraterin bzw. Ihr Berater gemeinsam mit unserem Spezialisten-Team sehr gerne zur Verfügung.
 

Datum: 11. Mai 2020

Rechtliche Informationen Bitte anklicken und lesen

Dies ist eine Marketingmitteilung und keine Finanzanalyse. Die dargestellten Inhalte stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Insbesondere sind sie kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Diese Publikation dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse der Anlegerin bzw. des Anlegers (z. B. Risikobereitschaft, Kenntnisse und Erfahrungen, Anlageziele und finanzielle Verhältnisse) abgestimmte Beratung.

Die vorliegenden Informationen wurden von der UniCredit Bank Austria AG, Rothschildplatz 1, 1020 Wien, auf der Grundlage von öffentlich zugänglichen Informationen sowie von intern erstellten Daten erarbeitet. Diese Quellen werden von uns als verlässlich eingeschätzt. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko, das auch den gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals bedeuten kann, verbunden. Wert und Rendite einer Anlage können plötzlich und in erheblichem Umfang steigen oder fallen und können nicht garantiert werden. Auch Währungsschwankungen können die Entwicklung des Investments beeinflussen.

Über den grundsätzlichen Umgang der Bank Austria mit Interessenkonflikten sowie über die Offenlegung von Zuwendungen informiert Sie unsere Broschüre „Zusammenfassung der Leitlinien für den Umgang mit Interessenkonflikten und Offenlegung von Zuwendungen“. Ihre Beraterin bzw. Ihr Berater informiert Sie gerne im Detail.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. 

Es besteht die Möglichkeit, dass die Anlegerin bzw. der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält, unter anderem dann, wenn die Kapitalanlage nur für kurze Zeit besteht. Je länger der Anlagehorizont, umso geringer fallen kurzfristige Schwankungen ins Gewicht. Unter außergewöhnlichen Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals samt Abschlussgebühr kommen.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die steuerliche Behandlung von den persönlichen Verhältnissen der Kundin/des Kunden abhängt und künftigen Änderungen unterworfen sein kann.

Welche Anlageform am besten zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Risikoneigung, dem gewünschten Anlage­horizont und Ihrem individuellen Anlageziel ab. Für ein individuelles Beratungsgespräch, in dem wir Sie über alle Details, Chancen und Risiken der verschiedenen Anlageformen informieren, steht Ihnen Ihre Beraterin bzw. Ihr Berater jederzeit sehr gerne zur Verfügung.

© UniCredit Bank Austria AG, 2020
Haftungsausschluss: Sämtliche Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Autorinnen und Autoren sowie des Herausgebers ist ausgeschlossen.