Regelmäßige Analysen
 

In einer zunehmend vernetzten und dynamischen Weltwirtschaft sind fundierte Analysen und verlässliche Einschätzungen unverzichtbar, um Chancen zu erkennen und Risiken rechtzeitig zu bewerten. Mit unserem regelmäßig erscheinenden Finanzmarkt-Kompass bieten die Analyst:innen des Investment Institutes der UniCredit Group Ihnen aktuelle Einblicke in bedeutende Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten sowie in wirtschaftliche Trendbewegungen.

Der China-Faktor

Wir sind in eine neue Phase der Rivalität zwischen den USA und China eingetreten. Während sich Trump 1.0 und anschließend die Biden-Administration vor allem darauf konzentrierten, Chinas wirtschaftlichen Aufstieg zu bremsen verfolgt Trump 2.0 ein weitergehendes Ziel: die geopolitische Reichweite Chinas zu begrenzen, seinen Einfluss zurückzudrängen, Bündnisse zu schwächen und den Zugang zu strategisch wichtigen Regionen einzuschränken.

Diese Neuausrichtung verleiht den zuletzt teils widersprüchlich wirkenden außenpolitischen Initiativen Washingtons einen klareren Zusammenhang. Die Entführung von Nicolás Maduro im Januar sollte Peking signalisieren, dass die USA wieder verstärkt in ihrer unmittelbaren Einflusszone Lateinamerika präsent sein wird. Die expansiven territorialen Ansprüche Washingtons in Bezug auf Grönland wiederum unterstreichen, dass China keinen strategischen Fuß in einer arktischen Region fassen soll. Der Krieg gegen Iran steht für den Versuch der USA, Einfluss im Nahen Osten zurückzugewinnen.

Bislang ist Chinas Reaktion auf das selbstbewusstere Auftreten der USA verhalten ausgefallen. Erstens dürfte Peking vom Tempo und der Intensität des Kurswechsels überrascht worden sein. Zweitens zählen die bislang ins Visier genommenen Länder (Venezuela und Iran) nicht zu den strategischen Kernprioritäten von Präsident Xi Jinping. Drittens vermeidet China konsequent die Rolle eines sicherheitspolitischen Garanten für den Globalen Süden, um nicht in kostspielige Konflikte hineingezogen zu werden.

Ob China diese abwartende Haltung in einem sich wandelnden globalen Umfeld aufrechterhalten kann, bleibt offen. Die wirtschaftliche Dynamik lässt nach, während die Abhängigkeit von Ölimporten aus Iran und Venezuela erheblich ist. Der im März vorgestellte neue Mehrjahresplan senkte das Wachstumsziel auf eine Spanne von 4,5% bis 5%. Zwar liegt der strategische Fokus klar auf technologischem Fortschritt, doch bleibt die Stärkung der Binnennachfrage begrenzt. Die exportgetriebene Wachstumslogik bleibt zentral, während Handelspartner versuchen, chinesische Überkapazitäten einzudämmen.

Für die Finanzmärkte bedeutet diese zunehmend gegen China gerichtete geopolitische Verschiebung einen höheren Risikoaufschlag. Davon dürften vor allem Verteidigungs- und Energiewerte profitieren, während handelsabhängige Sektoren mit höherer Volatilität rechnen müssen, je weiter die globale Fragmentierung voranschreitet.

 

The Compass Checkpoint (PDF)

Quelle: Group Investment Strategy - The Compass, April 2026

Glossar

Glossar:
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Stand: 23.04.2026

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