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Experten-Statement zur aktuellen Börsensituation und ein Rückblick auf die letzten Wochen.

 

Marktentwicklung und Anlagestrategie

Basierend auf der fundierten Marktmeinung der Bank Austria entwickelt unser Team von Investmentspezialistinnen und -spezialisten die aktuelle Anlagestrategie. Diese ist Grundlage des Vermögensmanagements sowie der individuellen Anlageberatung. 

Oliver Prinz, Leiter Investment Management & Strategy
Oliver Prinz, Leiter Investment Management & Strategy
„Eine auch nur etwas höhere Inflation bedeutet, dass die Aktienmärkte wahrscheinlich volatiler und allein vom Gewinnwachstum pro Aktie abhängig sein werden."
Aktien

Globale BIP-Zuwächse erwartet.
Die Kombination aus massiven fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen und einer sich verstärkenden globalen Erholung stützt Aktien – trotz der Restrisiken der Pandemie. Der Bloomberg-Konsens erwartet globale BIP-Zuwächse von 6 % für 2021 bzw. 4,5 % für 2022. Grund dafür sind die stark expansiv bleibende Geld- und Fiskalpolitik sowie die Normalisierung mit dem Abebben der Corona-Krise. 

Inflationsrisiko.
Das gesamte US-Fiskalprogramm in Höhe von 6 Billionen US-Dollar stellt jedoch ein hohes Inflationsrisiko dar. Zusätzlich zur aktuellen angebots- und rohstoffgetriebenen Inflation hat sich dank der Konjunkturpakete und des Nachholbedarfs ein Nachfrageüberschuss angesammelt. Ein Überschießen der Inflation auf 4 % bis 6 % ist zwar nicht unser Basisszenario, stellt aber ein nennenswertes Risiko dar, das genau beobachtet werden sollte. Denn die Kurs-Gewinn-Relationen beginnen historisch gesehen zu schrumpfen, wenn die Inflationsrate über 4 % steigt.

Unterstützung für Aktien weiterhin gegeben.
Die Risiken für Aktien hängen mit der Überlegung zusammen, dass eine steigende Inflation eine restriktivere Geldpolitik bedeuten könnte. Höhere Zinsen können die Preissetzungsmacht der Unternehmen begrenzen, was zu einem Druck auf ihre Gewinnmargen führen würde. Es ist jedoch wichtig, darauf hinzuweisen, dass die realen kurz- und langfristigen Zinsen weiterhin im negativen Bereich liegen werden. Dies führt zur Schlussfolgerung, dass die Unterstützung für Aktien auch weiterhin gegeben ist. Eine auch nur etwas höhere Inflation bedeutet aber, dass die Aktienmärkte wahrscheinlich volatiler und allein vom Gewinnwachstum pro Aktie abhängig sein werden, da die Geldpolitik allmählich restriktiver wird. In Summe scheinen die Chancen zu überwiegen, weshalb die Übergewichtung von Aktien derzeit nicht verändert wird. 

Europäische Aktien werden weiterhin übergewichtet.
Unter anderem ist dies bedingt durch die Geld- und Fiskalpolitik, die sehr expansiv ist. Gleichzeitig belegen die Frühindikatoren, dass die Wirtschaft mächtig an Fahrt aufnimmt. Die höhere Gewichtung von Value- und zyklischen Sektoren gegenüber dem US-Aktienmarkt und attraktive Dividendenrenditen, die deutlich über den Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen liegen, unterstützen ebenfalls. Ein Risiko liegt in einem möglichen Wiederaufkeimen der Pandemie oder einem im Vergleich zu den USA langsameren Impffortschritt.

Wir halten auch an unserer Übergewichtung von Schwellenländeraktien fest. 
Unterstützung kommt von der Weltwirtschaft und dem Rohstoffzyklus. Im Vergleich zu europäischen Aktien bläst ihnen nun aber sukzessive Gegenwind durch steigende Zinsen und auf der mikroökonomischen Seite durch die höhere Gewichtung des Technologiesektors ins Gesicht. Auch die niedrigen Impfraten in vielen Schwellenländern, insbesondere in Asien, und die hohen Inzidenzen in Lateinamerika belasten. Und auch die Konfrontation zwischen den USA und China sollte unter der Biden-Administration zumindest Bestand haben, wenn wahrscheinlich auch im Rahmen eines multilateralen Ansatzes.

Die verbesserten Wachstumsaussichten aufgrund der gestiegenen Chancen für eine weitgehende Umsetzung der expansiven Finanzpolitik Bidens stützt den US-Aktienmarkt ebenso wie die Impferfolge. Die hohe Bewertung gegenüber z. B. europäischen Aktien belastet, weshalb diese Anlageregion derzeit neutral gewichtet wird.

Anleihen

Vorsichtige Haltung gegenüber Anleihen bestätigt.
Wir bestätigen unsere vorsichtige Haltung gegenüber globalen Anleihen, da die Renditen von Anleihenportfolios nach Abzug von Gebühren lediglich die Inflation abdecken dürften. Die Bewertungen der Kernländer-Staatsanleihen aus der Eurozone sind weiterhin uninteressant. Wir bevorzugen Staatsanleihen der Peripherieländer, wie jene von Italien, die von der EZB und dem EU-Wiederaufbaufonds unterstützt werden. Wir präferieren gleichzeitig kürzere Laufzeiten und erhöhen selektiv die Positionierung bei inflationsgebundenen Anleihen. Dies könnte sich als hilfreich erweisen, um mit dem Basisszenario eines vorübergehenden moderaten Anstiegs der Inflation umzugehen.

Unternehmensanleihen weiterhin übergewichtet.
Bei Unternehmensanleihen, die weiterhin übergewichtet werden, bleiben wir angesichts der Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) bei den topgerateten EUR-Papieren übergewichtet, sind uns aber ihres geringeren Rendite-Puffers zu Staatsanleihen und der Möglichkeit eines langsameren Tempos der PEPP-Käufe (Anleihenkäufe der EZB) bewusst. 

Schwellenländer-Anleihen sehen wir weiterhin positiv.
Bei Schwellenländeranleihen eröffnen sich auf der Suche nach Rendite Kaufgelegenheiten, weshalb dieses Anlagesegment übergewichtet wird. Erwartete weiter steigende Renditen von US-Staatsanleihen und eine mögliche höhere Inflation sowie ein etwaiger Beginn des Zinserhöhungszyklus bergen jedoch Risiken. 

Hochzinsanleihen weiterhin nicht berücksichtigt.
Unter den risikobehafteten Anlageklassen bevorzugen wir derzeit Aktien, da die mangelnde Marktliquidität bei Hochzinsanleihen („high yield“) weiterhin ein Problem darstellt. Diese werden daher derzeit nicht in der Anlagestrategie berücksichtigt.

Für ein individuelles Beratungsgespräch zu allen wichtigen Themen rund um Ihr Vermögen steht Ihnen Ihre Beraterin bzw. Ihr Berater gemeinsam mit unserem Spezialisten-Team sehr gerne zur Verfügung.
 

Datum: 14. Juni 2021

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