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Die Bilanz nach der Klimakonferenz in Kattowitz fällt – wie so oft nach derlei Großveranstaltungen – gemischt aus. Ein Desaster war es nicht, aber eben auch nicht der große Durchbruch. Der Gipfel war, wenn man so will, eine solide Leistung.

Mehr geht immer – weniger wäre aber auch gegangen. So gesehen darf und kann man von einem Erfolg sprechen: Das vielzitierte „Regelbuch“, es existiert jetzt. Man mag polemisieren, dass der Weltuntergang nun eben nach international geltenden Regularien stattfinden wird. Eine solche Sicht wird der Sache aber nicht gerecht: Es ist nicht nichts, dass sich die internationale Staatengemeinschaft darauf geeinigt hat, wie die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens umgesetzt werden sollen.

Natürlich ist mit Kattowitz noch kein Gramm Kohlendioxid weniger in der Atmosphäre. Dass nach 24 Klimakonferenzen die Emissionen dieses wichtigsten Treibhausgases nach wie vor nicht zurückgehen, ist bedrohlich und frustrierend. Aber auf dem Gipfel in Polen sind die Voraussetzungen geschaffen worden, dass das Pariser Klimaabkommen mit Leben gefüllt wird. Wenn es gut läuft und den großen Ambitionen auch Taten folgen, gilt vielleicht die Formel: Paris plus Kattowitz gleich Emissionssenkung.

Kattowitz war aber auch jenseits des Klimathemas wichtig. In einer Zeit, die von nationalen Egoismen, Handelsstreitigkeiten und einer Krise des Multilateralismus geprägt ist, einigen sich fast 200 Länder (!) auf ein Dokument, das zum Zwecke des Klimaschutzes Transparenz schafft und so auch den Handlungsdruck auf alle Länder erhöht. Das ist bemerkenswert. Und wenn dieser Druck Wirkung zeigt, steigen die Chancen auf wirklich klimarelevante Schritte auf Feldern wie Mobilität und Wohnen – und natürlich auch auf dem wichtigen Feld Sustainable Finance.

Man darf gespannt sein, wann diese Wirkung einsetzt. Österreich hat sich in Kattowitz zur „High Ambition Coalition“ bekannt, ist also Teil einer Gruppe von Ländern mit besonders hohen Ambitionen beim Klimaschutz. Ambitionen sind aber solange nichts, solange sie nicht zu Taten führen. Aber die in Kattowitz gelungene Konkretisierung der Beschlüsse von Paris schafft neue Voraussetzungen für einen nachhaltigen Klimaschutz. Beenden wir das Jahr also mit der erfreulichen Einsicht, dass internationale Zusammenarbeit nach wie vor funktionieren kann – und der Hoffnung, dass dies dazu führen wird, den Klimawandel erfolgreich einzudämmen.

Gesellschaftliche Herausforderungen im Fokus

Nachhaltigkeit geht alle an. Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Wohlstand – diese und andere Themen sind von zentraler Bedeutung für eine lebenswerte Zukunft. Die UN hat mit der „Agenda 2030“ eine weltweit anerkannte Leitlinie für globale Nachhaltigkeit geschaffen, zu der sich auch die Bank Austria bekennt. Denn gerade wenn es um Wirtschaft geht, sind Nachhaltigkeit und Verantwortung wichtige Handlungskriterien.
In dieser Kolumne schreibt Fred Luks, Nachhaltigkeitsexperte und Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wiener Wirtschaftsuniversität, über Themen, Trends und Herausforderungen in Sachen Zukunftsgestaltung.

Fred Luks privater Blog findet sich unter www.fredluks.com.   

Fred Luks

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