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Bei der internationalen Klimakonferenz im polnischen Kattowitz geht es - mal wieder – um alles: Ob die als Durchbruch gefeierten Beschlüsse des Pariser Klimagipfels 2015 tatsächlich nachhaltig zu einer aktiven Klimapolitik beitragen werden, entscheidet sich nach Meinung vieler Fachleute in Kattowitz.

Dort steht vor allem die Politik im Vordergrund. Diese ist für die Umsetzung des Klimaschutzabkommens zuständig, und sie setzt auch die Rahmenbedingungen, unter denen Konsum und Produktion stattfinden.

Für großes Aufsehen hat im Vorfeld des Gipfels eine Veröffentlichung des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Chance – IPCC) gesorgt. In einem Sonderbericht zur globalen Erwärmung um 1,5 Grad betonte er einmal mehr die dramatische Klimasituation. Der IPCC machte deutlich, wie groß der Unterschied zwischen einer globalen Erwärmung um 1,5 Grad und einer um 2 Grad ist. Und im Moment steuert die Menschheit eher auf eine Erwärmung von 4 Grad zu! Eine derart aufgeheizte Welt hätte mit der heutigen nur noch wenig gemein.

Über die daraus resultierenden Notwendigkeiten für schnelle und radikale Maßnahmen wurde viel berichtet – ob es in Kattowitz zu einem solchen Gegensteuern kommt, ist zweifelhaft. Denn es ist nicht sicher, ob die dramatischen Warnungen des IPCC motivierend wirken. Die naturwissenschaftlichen Fakten treffen auf harte politische Realitäten, die wenig mit Klimaschutz gemeinsam haben. Bei allen Bekenntnissen zur Klimapolitik ist Wirtschaftspolitik für die meisten politischen Akteure nach wie vor weitaus wichtiger.

Dazu kommen Entwicklungen auf der politischen Weltbühne: US-Präsident Donald Trump will die USA aus der globalen Klimapolitik verabschieden. Mit der Wahl von Jair Bolsonaro zum brasilianischen Präsidenten droht ein weiteres wichtiges Land für den Klimaschutz verloren zu gehen. Die Lücke zwischen dem, was aus klimawissenschaftlicher Sicht notwendig ist und dem, was politisch machbar erscheint, wird also eher größer als kleiner.

Ist unter diesen Voraussetzungen ein weiterer Klimagipfel, der viel Geld kostet und zu Kohlendioxidemissionen führt, überhaupt sinnvoll? Die Antwort lautet „Ja“! Zu einer Fortsetzung des politischen Ringens um nachhaltigen Klimaschutz gibt es keine Alternative. Ein oft Berthold Brecht zugeschriebener Satz passt wohl auch zur Klimapolitik: „Wer kämpf, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Gesellschaftliche Herausforderungen im Fokus

Nachhaltigkeit geht alle an. Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Wohlstand – diese und andere Themen sind von zentraler Bedeutung für eine lebenswerte Zukunft. Die UN hat mit der „Agenda 2030“ eine weltweit anerkannte Leitlinie für globale Nachhaltigkeit geschaffen, zu der sich auch die Bank Austria bekennt. Denn gerade wenn es um Wirtschaft geht, sind Nachhaltigkeit und Verantwortung wichtige Handlungskriterien.
In dieser Kolumne schreibt Fred Luks, Nachhaltigkeitsexperte und Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wiener Wirtschaftsuniversität, über Themen, Trends und Herausforderungen in Sachen Zukunftsgestaltung.

Fred Luks privater Blog findet sich unter www.fredluks.com.   

Fred Luks

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