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Im Dezember findet in Polen die nächste internationale Klimakonferenz statt. Die nächsten Beiträge hier drehen sich deshalb um das Thema Klima.

Wir beginnen mit der Frage, welche Rolle die Einzelne und der Einzelne bei der globalen Klimaerwärmung und deren Eingrenzung spielen kann.

Zunächst: Jede und jeder trägt zum Klimawandel bei. Wer in Österreich, sonstwo in Europa oder den USA lebt, tut das – üblicherweise – auf einem viel zu hohen Niveau. Unser ökologischer Fußabdruck ist schlichtweg zu groß. Wie wir wohnen, was wir essen, wie wir uns fortbewegen: All das „wirkt“ aufs Klima, da mit diesen Aktivitäten der Ausstoß von klimarelevanten Emissionen verbunden ist. Deshalb ist auch immer wieder von der Verantwortung der Konsumentinnen und Konsumenten für Nachhaltigkeit und Klimaschutz die Rede. Alle sollen einen Beitrag leisten, damit unsere Wirtschafts- und Lebensweise naturverträglicher wird.

Das klingt zwar gut, ist bei näherer Betrachtung aber irreführend. So wie der Klimawandel eine „unbequeme Wahrheit“ (Al Gore) ist, so ist die Auffassung, dass Sie oder ich mit unserem Konsumverhalten die Welt retten können, eine bequeme Unwahrheit. Angesichts der Dimension der jährlichen Kohlendioxidemissionen ist es bestenfalls naiv, bei der Begrenzung der globalen Klimaerwärmung auf die Veränderung einzelner Konsumhandlungen zu setzen. Natürlich ist es gut und richtig, wenn die und der Einzelne versuchen, möglichst klimafreundlich zu leben. Ich persönlich zum Beispiel esse kein Fleisch und besitze kein Auto. Das ist schön und auch sehr gesund – die Welt werde ich damit nicht retten. Es braucht mehr. Das in diesen Tagen erschienene Buch Die Große Transformation von Uwe Schneidewind bringt es auf den Punkt: „Vom bewussten Konsumenten zum transformativen Bürger“ – darin liegt die Herausforderung einer nachhaltigen und klimaverträglichen „Zukunftskunst“.

Was damit gemeint ist: Wichtiger als die Rolle des Konsumenten ist die der Bürgerin. Konsumveränderungen sind, wie gesagt, gut und schön – aber in ihrer Wirksamkeit begrenzt. „Nachhaltiger“ kann es wirken, sich im eigenen Umfeld zu engagieren und für den Klimaschutz aktiv zu werden: in lokalen Initiativen, in Vereinen, der Kirche oder in Unternehmen. Derartiges Engagement, schreibt Schneidewind, ermögliche „eine besonders kraftvolle Rolle des Individuums“ auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Denn: Solches Engagement kann dazu beitragen, dass die Bedingungen des Wirtschaftens (also auch des Konsums) klimafreundlicher werden.

Wenn Sie sich also fragen, was sie tun können: Ja, essen Sie weniger Fleisch, benutzen Sie öfter das Fahrrad, planen Sie für den nächsten Urlaub einen Aufenthalt im schönen Kärnten statt an einem spanischen Strand – vor allem aber: Engagieren sie sich dafür, dass die Bedingungen wirtschaftliches Handelns klimafreundlicher werden und dass es leichter wird, sich nachhaltig zu verhalten.

9. September 2018

Gesellschaftliche Herausforderungen im Fokus

Nachhaltigkeit geht alle an. Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Wohlstand – diese und andere Themen sind von zentraler Bedeutung für eine lebenswerte Zukunft. Die UN hat mit der „Agenda 2030“ eine weltweit anerkannte Leitlinie für globale Nachhaltigkeit geschaffen, zu der sich auch die Bank Austria bekennt. Denn gerade wenn es um Wirtschaft geht, sind Nachhaltigkeit und Verantwortung wichtige Handlungskriterien.
In dieser Kolumne schreibt Fred Luks, Nachhaltigkeitsexperte und Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wiener Wirtschaftsuniversität, über Themen, Trends und Herausforderungen in Sachen Zukunftsgestaltung.

Fred Luks privater Blog findet sich unter www.fredluks.com.   

Fred Luks

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