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Eingereicht von: Nachhaltig in Graz (Verein zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils in Graz), Beatrix Altendorfer
Projektstart: 13.12.2018
Kategorie: Kinder/Jugendliche, Integration/Migration
Social-Media: https://nachhaltig-in-graz.at/verschenkladen-nachhaltig-in-graz/


 Ergebnis:
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Interview mit Mag. Beatrix Altendorfer, Gründerin – Verein Nachhaltig in Graz

Beatrix Altendorfer

„Gewinner des Bank Austria Sozialpreises Steiermark 2020“: Wie hört sich das an? Was war Ihre erste Reaktion?
Pure Freude und Dankbarkeit, sowohl den vielen Menschen gegenüber, die uns ihre Stimme gegeben haben, als auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit voller Kraft eingesetzt haben und last but not least auch der Bank Austria, die diese großzügige Unterstützung überhaupt ermöglicht. Und schließlich gibt uns diese Auszeichnung doch auch Kraft und Motivation, um wieder – doch großteils sehr arbeitsintensiv, kräfteraubend und ehrenamtlich – weiter zu machen.

Wie haben Sie selbst die letzten Wochen und Tage des Votings erlebt?
Da „Nachhaltig in Graz“ seit 2017 viele verschiedene Projekte betreut, die zumindest von der Zivilbevölkerung gut angenommen werden, konnten wir mittlerweile schon eine große Community aufbauen. Da wir von Anfang an einen ziemlich großen Voting-Vorsprung hatten, waren wir zwar bis zuletzt wachsam, aber doch relativ entspannt. 

Beschreiben Sie bitte noch einmal kurz, was Ihr Projekt ausmacht? 
Im Verschenkladen des Vereins „Nachhaltig in Graz“ in der Leonhardstraße 38 in Graz versuchen wir, nicht mehr benötigten Dingen ein neues Zuhause zu geben. Menschen aus allen sozialen Schichten, aller Nationen und jeden Alters können zu uns kommen und gemeinsam mit uns dafür sorgen, Ressourcen, aber auch ihre Geldtasche zu schonen. Tauschen & Teilen und wieder mehr Miteinander, das ist uns ein großes Anliegen. Zudem ist der kleine Verschenkladen eine beliebte Arbeitsstelle für viele Ehrenamtliche, die einer normalen Arbeit aus verschiedensten Gründen nicht (mehr) nachgehen können. Auch Seniorinnen und Senioren, Asyl-Bewerberinnen und -Bewerber und Studierende sind Teil des aktiven Teams. Im Laden ist nicht nur Geld Nebensache, sondern es gibt so nebenbei auch eine Menge Informationen zu einem nachhaltigen Leben präsentiert. Mit ein Grund, warum ein Ladenbesuch auch für Schulklassen bzw. Kinder und Jugendliche ein Gewinn ist, denn wo gibt es auf so kleinem Raum so viel zu allen drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch & sozial) und so face-to-face präsentiert, wie bei uns?

Wie werden Sie das Preisgeld von 6.000 Euro konkret für Ihr Projekt einsetzen?
Das Preisgeld kommt zu 100% dem Verschenkladen „Nachhaltig in Graz“ zugute und dient der Absicherung der Deckung von Miete, Betriebs- und anderen Kosten. 

Warum ist es aus Ihrer Sicht notwendig, Projekte ins Leben zu rufen, die einen Nutzen für Kinder/Jugendliche/die Gesellschaft stiften?
Es ist unsere Pflicht, etwas zum Gemeinwohl beizutragen. Das macht unsere Gesellschaft aus. Und diese Projekte geben so unglaublich viel Wertvolles zurück. Die Arbeit in unserem Verschenkladen zum Beispiel ist meistens unglaublich intensiv und anstrengend, aber doch auch sehr beglückend und wertvoll: Hier kann man sich eine wahre Wärmedusche abholen. Schön wäre es, wenn es mehr Fördergeber gäbe, die solche Projekte unterstützen, sie so finanziell absichern würden und den Betreibern damit eine Sorge abnehmen.

Wie wichtig war es, den Bank Austria Sozialpreis auch in Corona-Zeiten planmäßig durchzuführen?
Im Verschenkladen bemerken wir, dass die Not gerade heuer stark gestiegen ist. Wir merken es an der Zahl unserer Besucherinnen und Besucher, aber auch an dem „Ich kann euch heute leider nichts spenden, ich habe kein Geld mehr“ oder „Habt ihr etwas zu essen da, mein Kühlschrank ist leer?“. Und viele wollen nicht nur bei uns als Kunde ein- und ausgehen, sondern sogar ehrenamtlich mitarbeiten, weil sie ihren Job verloren haben und dennoch etwas Sinnvolles tun wollen. Es vergeht keine Woche ohne eine derartige Anfrage.

 

Fotocredits: © Verein Nachhaltig in Graz
 


Im Jahr 2018 eröffnete der Grazer Verein „Nachhaltig in Graz“ einen Verschenkladen in der Leonhardstraße 38. Neben der Ressourcenschonung, Konsumreduktion und Müllvermeidung spielt insbesondere die soziale Komponente eine wichtige Rolle. Der kleine Laden ist eine Anlaufstelle für viele Kunden und Kundinnen aus allen sozialen Schichten. Zudem ist der Verschenkladen eine beliebte Arbeitsstelle für viele Ehrenamtliche, die einer normalen Arbeit aus verschiedensten Gründen  nicht mehr nachgehen können. Ferner sind ebenfalls Senioren und Seniorinnen sowie Flüchtlinge Teil des Teams. Mittlerweile zählt der Verein rund 45 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Für Kinder und Jugendliche werden Klassenbesuche im Laden angeboten. Dieses Angebot wird gerne angenommen, da hier auf kleinstem Raum viel zum Thema Nachhaltigkeit vermittelt werden kann. Die Ware kann laufend im Verschenkladen abgegeben werden. Das Warenangebot beinhaltet Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Geschirr etc. In dem Laden gibt es auch einen Foodsharing-Kühlschrank, der von vielen Foodsavern im Team mit Lebensmitteln gefüllt wird. 

Die Hauptmotivation zur Einreichung für den Bank Austria Sozialpreis 2020 ist die Fortführung bzw. Absicherung des Projekts. Das Sozialprojekt soll zudem weiter ausgebaut werden, um Workshops zum Thema Nachhaltigkeit anbieten zu können. 

Das Projekt verfolgt das Ziel, auf das Thema Ressourcenschonung aufmerksam zu machen und Menschen mit geringem Einkommen dabei zu unterstützen, ein würdiges Leben zu führen. 

Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Austria können sich aktiv beteiligen, indem sie den Verschenkladen besuchen und Ware abgeben, aber auch mitnehmen.