Der 26. Mai ist Tag der Lebensmittel-Rettung.

Alle Lebensmittel, die von Jahresbeginn bis zum 26. Mai produziert werden, gehen rechnerisch entlang der Wertschöpfungskette verloren. Das entspricht in etwa 40 Prozent aller weltweit produzierten Lebensmittel! Rund 10 Prozent des globalen Ausstoßes an Treibhausgasen gehen auf das Konto von Lebensmittelverschwendung.

Das bedeutet: Alle Lebensmittel, die von Jahresbeginn bis zum 26. Mai produziert werden, werden nie konsumiert.

Lebensmittel-Verschwendung in Österreich

Jedes Jahr entstehen in Österreich mehr als 1,2 Millionen Tonnen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen und Verlusten. Umgerechnet sind das im Schnitt rund 135 Kilogramm Lebensmittelabfälle pro Kopf. Demnach verteilt sich die Verschwendung wie folgt auf die unterschiedlichen Sektoren:

  • 55 % entfallen auf die Haushalte
  • jeweils 14 % auf die Außer-Haus-Verpflegung sowie auf die bislang nur lückenhaft erfasste Landwirtschaft 
  • 10 % auf die Lebensmittelindustrie 
  • 7 % auf den Handel

Obst und Gemüse wird am Meisten verschwendet

In Privathaushalten landet Obst und Gemüse besonders häufig im Abfall. Und auch entlang der Lebensmittelkette entstehen bereits große Verluste. Das ist eine gewaltige Verschwendung von Ressourcen wie Energie, Wasser, und fruchtbarem Boden, die für die Produktion der Lebensmittel benötigt werden.
Wer Verschwendung von Obst und Gemüse vermeidet, leistet daher aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz.

Aktuell besonders relevant: Ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln spart in Zeiten hoher Lebensmittelpreise bares Geld!

Tipps um die Obst- und Gemüse-Verschwendung zu stoppen:

  1. Obstkorb-Irrtum: Das meiste Obst und Gemüse fühlt sich in der Gemüselade des Kühlschranks am wohlsten. Im klassischen Obstkorb am Tisch verdirbt es schneller.
  2. Wellness Kur für den Salat: Wickle Salat oder Kräuter in ein feuchtes Geschirrtuch. So bleiben sie so knackig, als kämen sie gerade direkt vom Feld.
  3. Zu viel Obst auf einmal reif: Verwandle es in Marmelade, trockne es zu Chips oder mach Eis daraus. So rettest du den Sommergeschmack für später und veredelst deine Reste.
  4. Smoothie- und Kuchen-Party statt Tonne: Optisch nicht mehr herzeigbar? Ab in den Mixer! In einem Saft oder Smoothie zählt nur der Geschmack, nicht das Aussehen. Obstkuchen geht übrigens auch immer!
  5. Lagerung beachten: Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch treiben bei Licht und Wärme schnell aus. Im dunklen, kühlen Keller oder in einer Dunkelbox fühlen sie sich wohl und bleiben lange frisch.
  6. Wiederbelebung im Wasserbad: Wenn Karotten schon etwas schrumpelig und müde sind, ab in ein 1–2-stündiges Bad in kaltem Wasser!
  7. Innere Werte zählen: Eine krumme Karotte oder ein Apfel mit kleiner Delle schmecken genau so gut!
  8. Die „Alles geht“-Suppe: In einer Minestrone werden alle Reste zu einem kulinarischen Dreamteam. Einfach alles kleinschnippeln, kochen und mit Käseresten verfeinern.

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