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Abschwung in Sicht – defensive Anlagen bevorzugt

  • Macro: Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich 2019 weiter auf 3,4% abschwächen. 2020 sollte die USA in eine Rezession abgleiten und die globale Konjunktur dürfte sich noch stärker abkühlen. Die US-Notenbank Fed wird ihre Zinsen vermutlich im 1. Halbjahr 2019 weiter anheben, um 2020 ihre Geldpolitik mit drei Zinssenkungen wieder zu lockern. Der EZB dürfte unterdessen gerade genug Zeit bleiben, um die Negativzinsen im 1. Quartal 2020 zu beenden, bevor sich das Wachstum in der Eurozone deutlich verlangsamt.
  • Staatsanleihen: Wir erwarten, dass die Renditen der 10-jährigen US-Treasuries Mitte 2019 bei 3,25% bis 3,5% ihren Höhepunkt erreichen. Bis zum Jahresende 2019 dürfte sich die Kurve invertieren und die Renditen sollten auf 2,75% zurückfallen. Der Druck auf europäische Staatsanleihen wird vermutlich begrenzt ausfallen. Wir rechnen im 1. Halbjahr 2019 aufgrund des hohen Angebots und der politischen Unsicherheiten mit einer Ausweitung der Renditeaufschläge für italienische Staatsanleihen auf 350 Basispunkte (Bp.) bis 375 Bp. Im weiteren Jahresverlauf sollten sie dann nachgeben auf 275 Bp.
  • Devisen: EUR-USD dürfte bis Mitte 2019 auf 1,08 fallen, wofür die Risikolage und die Wachstumsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone verantwortlich sind. 2020 wird sich der Kurs vermutlich auf 1,20 erholen, wenn die Fed ihren Lockerungszyklus aufnimmt. Das Pfund Sterling könnte zulegen, sobald die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit nachlassen. Der japanische Yen und der Schweizer Franken werden über einen Zeitraum von zwei Jahren wohl zulegen.
  • Aktien: Wir rechnen damit, dass die Aktienmärkte 2019 von Volatilität geprägt und überwiegend unattraktiv sein werden. Unser Jahresendziel 2019 für den Euro STOXX 50 liegt bei 3.300, für den DAX erwarten wir 12.000 Zähler und der FTSE MIB sollte 19.800 Punkte erreichen. Das Jahr 2019 wird weltweit von einer Abschwächung des Gewinnwachstums dominiert werden. Wir schätzen die Konsenserwartungen immer noch als allzu optimistisch ein.
  • Unternehmensanleihen: Anleger sollten sich 2019 auf eine deutliche Ausweitung der Risikoaufschläge vorbereiten. Hierfür werden das langsamere Gewinnwachstum sowie die Abkühlung der Konjunktur ausschlaggebend sein. Die Fundamentaldaten europäischer Unternehmensanleihen befinden sich in einer besseren Verfassung als diejenigen ihrer US-Pendants. Ein Rückgang der Emissionsaktivitäten wird den erheblichen Rückgang der Nachfrage seitens des CSPP vermutlich teilweise aufwiegen.
  • CEEMEA: Da der Welthandel abflaut, dürften die handelsgewichteten Devisen der Schwellenländer auch künftig eine schwache Performance erzielen. Im 2. Halbjahr 2019 sollten die Schwellenländerwährungen im Vergleich zum US-Dollar gemeinsam mit EUR-USD Auftrieb bekommen. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern werden im 1. Halbjahr 2019 vermutlich unter Druck geraten. Im 2. Halbjahr könnte indes eine gewisse Entlastung bevorstehen, wenn der Greenback und die US-Renditen nachgeben.

Quelle: UniCredit Research – The UniCredit Macro & Markets 2019-20 Outlook, 15 November 2018, Kurzzusammenfassung

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