24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

BusinessNet

Das Internetbanking für Unternehmen

olbImgAlt Mehr erfahren
MegaCard GoGreen-Jugendkonto. Gratis MegaCard GoGreen-Konto eröffnen für alle von 10-20 Jahren und einen 40 Euro Willkommensgutschein erhalten. Mehr erfahren

Die Wiedereröffnung

  • Wir erwarten, dass die Volkswirtschaften in der EU-CEE1-Region und auf dem Westbalkan nach einem Einbruch von knapp 4% im Jahr 2020 im Jahr 2021 um rund 5% und im Jahr 2022 um 4,5% wachsen werden. Wir sehen Ungarn, Polen, Rumänien und Serbien bereits 2021auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehren, die anderen Länder folgen 2022.
  • Die aufgestaute Nachfrage könnte die Erholung vorantreiben, nachdem die Verbraucher und Unternehmen ihre Ersparnisse im Jahr 2020 erhöht hatten. Staatliche Transfers werden die Haushaltsfinanzen weiter unterstützen. Vorfinanzierungen aus dem EU-Programm für Wiederaufbau und Stabilität (RRF = Recovery and Resilience Fund) könnten ab 3Q21 eintreffen und die Investitionen weiter ankurbeln.
  • Die türkische Wirtschaft dürfte 2021 um 7,5% wachsen, das schnellste Wachstum in der CEE-Region, nachdem 2020 eine Rezession vermieden werden konnte. Im Jahr 2022 könnte sich das Wachstum auf 3,5% verlangsamen, wenn die Finanzierungsbedingungen angespannt bleiben.
  • Es wird erwartet, dass die russische Wirtschaft in diesem Jahr um etwa 3,4% und im nächsten Jahr um 2,6% wachsen wird und damit alle Pandemieverluste wieder wettmachen kann. Die Inlandsnachfrage dürfte steigen, da die Haushalte ihre Ersparnisse reduzieren und die Unternehmen wieder investieren.
  • Im Jahr 2021 wird die Erholung im Sommer vermutlich vom Dienstleistungssektor getragen, der während der Schließungen am meisten gelitten hatte. Die anschließende Erholung könnte holprig verlaufen, da alle Sektoren mit einem Arbeitskräftemangel zu kämpfen haben. Das verarbeitende Gewerbe, das die wirtschaftliche Erholung seit dem letzten Sommer angeführt hatte und das Baugewerbe sehen sich zusätzlich mit Engpässen in der Lieferkette konfrontiert, die ihr Wachstum verlangsamen werden.
  • In der ganzen CEE-Region besteht das Hauptrisiko für das Wachstum in einem weiteren Anstieg der COVID-19-Infektionen und Todesfälle später im Jahr 2021, da die Geschwindigkeit der Impfungen seit Mai nachgelassen hat. Bulgarien, Russland und Rumänien sind in dieser Hinsicht stärker bedroht als Tschechien, die Türkei, Polen, Ungarn, Slowenien und die Slowakei.
  • Angebotsschocks und eine stärkere Nachfrage werden die Inflation voraussichtlich nach oben treiben. Die Dynamik der zyklischen Inflation nimmt weiter zu, während die Rohstoffpreise ab jetzt weniger zur Inflation beitragen dürften. Tschechien und Serbien sind die einzigen Länder, die in diesem Jahr die Inflationsziele erreichen dürften. Im nächsten Jahr wird die stärkere Inlandsnachfrage die Inflation außerhalb oder nahe am oberen Rand der Zielbereiche halten.
  • Wir erwarten weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr, auf 1,35% in Ungarn, 1,00% in Tschechien und 6,5% in Russland. Die NBP könnte in 4Q21 oder 1Q22 mit Zinserhöhungen beginnen und den Leitzins auf 1,5% anheben. Die NBR wird den Leitzins im Jahr 2022 voraussichtlich auf 1,75-2% anheben. Die CBRT dürfte den Leitzins in diesem Jahr um 2,5 Pp. und im nächsten Jahr um 3 Pp. auf 13,5% senken, während die CBR ebenfalls eine Senkung auf 5,5% vornehmen könnte.
  • Die Hauptrisiken sind inländischer Natur und beziehen sich hauptsächlich auf die Politik. Die Wahlen in Bulgarien und Tschechien könnten zu fragilen Mehrheiten führen. Unstimmigkeiten zwischen den slowakischen Regierungsparteien werden vermutlich Reformen verzögern. Ein Führungsstreit in der Partei der Liberalen könnte zu einer Umgestaltung der rumänischen Regierung führen. Politische Einmischung bleibt das größte Risiko für die Geldpolitik in der Türkei. In 3Q21 könnte die geopolitische Risikoprämie auf russische Finanzanlagen abnehmen.

 

Quelle: UniCredit Research – CEE Quarterly, 28. Juli 2021, Kurzzusammenfassung

 

 

1 EU-CEE bezieht sich auf CEE-Länder, die Mitglied der EU sind: Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Slowakei und Slowenien.

 

Das könnte Sie auch interessieren: