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Der Weg zur Erholung

  • Wir erwarten, dass die Volkswirtschaften in der EU-CEE1-Region und im westlichen Balkan im Jahr 2021 um etwa 3,3% wachsen werden, nachdem sie 2020 um fast 5% eingebrochen waren. Ein schwacher Start in das Jahr 2021, geringere fiskalische Unterstützung, lockerere Arbeitsmarktbedingungen, verzögerte Investitionen und externe Risiken könnten zu einer unvollständigen Erholung führen.
  • Das BIP in der EU-CEE-Region und dem Westbalkan wird voraussichtlich 2022 wieder das Niveau vor COVID-19 erreichen, wobei sich das Wachstum auf mehr als 4% beschleunigen könnte. Die Zinssätze dürften in Tschechien Ende 2021 und in Polen und Rumänien 2022 erhöht werden.
  • EU-Hilfen in Form des EU-Kurzarbeitsprogramms „SURE“, des Extra-Haushalts der EU (Next Generation EU = NGEU) und des EU-Haushalts 2021-27 könnten die Erholung in der EU-CEE-Region im Jahr 2022 und darüber hinaus unterstützen.
  • In der EU-CEE-Region dürfte nur die NBR die Zinsen 2021 senken. Die CNB könnte die erste Zentralbank sein, die die Zinsen in 2H21 erhöht, gefolgt von der NBP und der NBR in 2H22. Die Zentralbanken werden wahrscheinlich mehr Anleihen kaufen, wenn der staatliche Finanzierungsbedarf über die aktuellen Pläne hinausgeht.
  • In der Türkei könnte sich das Wirtschaftswachstum von etwa 1,2% im Jahr 2020 auf 2,9% im Jahr 2021 und 4% im Jahr 2022 beschleunigen. Ohne strukturelle Reformen dürfte ein Großteil der geldpolitischen Straffung von 2020 im Jahr 2021 wieder rückgängig gemacht werden, um die Kreditvergabe und das Wachstum anzukurbeln. Diese Strategie ist nicht nachhaltig und könnte nur dazu führen, dass die Leistungsbilanz, die Währung und die Zinsen wieder unter Druck geraten.
  • Nach einem Rückgang um fast 4% im Jahr 2020 dürfte die russische Wirtschaft in den Jahren 2021 und 2022 um 2,2-2,3% wachsen. Die Zentralbank wird den Leitzins 2021-22 voraussichtlich bei 4,25% halten, wenn die Inflation unter dem Zielwert von 4% bleibt.
  • Die COVID-19-Pandemie wird die CEE-Länder auch im Jahr 2021 beeinflussen, wobei die Herdenimmunität in diesem Jahr nur dann erreicht wird, wenn die Impfungen deutlich beschleunigt werden. Allerdings könnten die Restriktionen und ihre negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im nächsten Winter deutlich milder ausfallen als derzeit.
  • Im Jahr 2021 wird die staatliche Unterstützung zur Bekämpfung der Pandemie im Vergleich zu 2020 in allen CEE-Ländern außer Bulgarien zurückgehen. Die indirekte Unterstützung könnte weniger effizient sein als im letzten Jahr, es sei denn, die Regierungen konzentrieren sich auf Zuschüsse und nicht auf Kredite für KMU. Die Unterstützung des Arbeitsmarktes bleibt notwendig, um eine große zweite Entlassungswelle zu vermeiden. Die Hilfen könnten jedoch ab 2H21 nachlassen.
  • Politische Nachrichten könnten sich zu einem Risiko in Bulgarien und Tschechien entwickeln, wo 2021 Parlamentswahlen stattfinden werden.
  • Die Demokratie in der CEE-Region würde profitieren, wenn die US-Regierung zum Multilateralismus zurückkehrt.
  • In den nächsten zwei Jahren ist es unwahrscheinlich, dass die Auszahlung von EU-Fonds an die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit gebunden wird.

 

Quelle: UniCredit Research – CEE Quarterly, 13. Jänner 2021, Kurzzusammenfassung

 

 

1 EU-CEE bezieht sich auf CEE-Länder, die Mitglied der EU sind: Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Slowakei und Slowenien.

 

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