Wichtige Kundeninformation zu FremdwährungsKrediten:
Die Bank Austria empfiehlt allen Kund:innen mit FremdwährungsKrediten, risikoreduzierende Maßnahmen zu ergreifen! 

Viele österreichische Kreditnehmer:innen haben auf die nachteilige Währungsentwicklung bereits reagiert und ihr persönliches Risiko durch Konvertierung in den Euro reduziert.
Das Volumen an Krediten in Schweizer Franken an private Haushalte in Österreich, das über 97% des Fremdwährungsvolumens ausmacht, ist von Ende 2008 bis März 2022 um 75,2% auf 9,1 Mrd. Euro zurückgegangen. Noch stärker fiel der Abbau des Kreditvolumens in japanischen Yen aus: Das Volumen in Yen reduzierte sich im selben Zeitraum um 87% von 2,1 Mrd. Euro auf 263 Mio. Euro. 

Fremdwährungskredit
Quelle: OeNB, FMA, UniCredit Research; Stand 23.06.2022

Wollen auch Sie das Risiko eines weiteren Verlustes durch Abwertung des Euro oder des Tilgungsträgers ausschließen, empfehlen wir Ihnen die Vereinbarung eines Beratungsgesprächs mit unseren FremdwährungsKredit-Expert:innen, um mögliche, zu Ihnen passende Maßnahmen zu besprechen

Individuelle Beratung mit unseren Expert:innen

Unsere FremdwährungsKredit-Expert:innen sind speziell für dieses Thema ausgebildete Berater:innen. 
Gemeinsam mit Ihnen suchen wir in dieser unsicheren Situation eine speziell auf Sie maßgeschneiderte Lösung. Folgende risikoreduzierende Varianten stehen Ihnen beispielsweise offen:

  • gänzlicher Umstieg auf Euro mit entsprechender Ratenzahlung
  • Teilkonvertierung (Konvertierung eines Teils des Kredites in Euro, der Rest bleibt in Fremdwährung) 
  • Teilrückführung des Kredites durch Einbringung anderer Veranlagungen.

Nachdem die individuellen Lebenssituationen unterschiedlich sind, ist es nicht möglich, eine allgemein gültige Empfehlung abzugeben. Unsere Expert:innen beraten Sie daher gerne umfassend über alle Möglichkeiten zur Risikoreduktion, damit Sie die für Sie persönlich passendste Variante wählen können.

Es ist uns wichtig, die Überlegungen zu Ihrem FremdwährungsKredit mit einigen begleitenden Informationen zu unterstützen.

Wechselkurse

Prognosen in der Ökonomie im Allgemeinen und Wechselkursprognosen im Speziellen sind naturgemäß mit großen Unsicherheiten behaftet. Die folgenden Grafiken, welche die Wechselkurse EUR/YEN, EUR/CHF und EUR/USD seit 2006 darstellen, zeigen die große Schwankungsbreite. 

Nach zwei wirtschaftlich schwierigen Jahren aufgrund der Coronakrise startete die Weltwirtschaft auch 2022 mit schlechten Vorzeichen ins Jahr. Neben dem unermesslichen menschlichen Leid bedeutet der Krieg in der Ukraine auch eine große Gefahr für die Wirtschaft, die zusätzlich immer noch mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen hat. Der Krieg verstärkt die Verwerfungen der internationalen Lieferketten und die Inflation ist so hoch wie zuletzt vor 40 Jahren. In ökonomisch und politisch unsicheren Zeiten ist der Schweizer Franken oft als sicherer Hafen gefragt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich der seit April 2018 bestehende Aufwärtstrend des Schweizer Franken gegenüber dem Euro weiter fortsetzt. Das würde das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite umgerechnet in Euro weiter erhöhen. 

CHF EUR Kurstabelle
Quelle: Refinitiv, UniCredit Research; Stand 23.06.2022

EUR YEN Kurstabelle
Quelle: Refinitiv, UniCredit Research; Stand 23.06.2022

Grafik EUR/USD
Quelle: Refinitiv, UniCredit Research; Stand 23.06.2022

Zinsen & Geldmarkt

Der EZB-Rat hat in seiner Sitzung am 9. Juni 2022 den Kurswechsel in der Geldpolitik eingeläutet. Die Notenbank wird die Leitzinsen im Juli 2022 erstmals seit elf Jahren voraussichtlich um einen Viertelprozentpunkt anheben und stellt noch eine kräftigere Zinserhöhung im September 2022 um 0,5 Prozentpunkte in Aussicht. Zusätzlich beendete die EZB ihre milliardenschweren Anleihekäufe zum 1. Juli 2022. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) geht trotz niedrigerer Preissteigerungen entschlossener als die EZB gegen die Inflationsgefahren vor. Sie beschloss am 16. Juni 2022 überraschend, den Leitzins und die Sichteinlagen bei der Notenbank um 0,5 Prozentpunkte auf minus 0,25 Prozent zu erhöhen. Diese Entscheidung verstärkte den Aufwertungsdruck des Schweizer Franken gegenüber dem Euro und führte zur aktuellen Wechselkursparität (Stand 30.6.2022) und einem Anstieg des Schweizer Tagesgeldsatzes SARON.

Der Euribor und der Zehn-Jahres-Euro-Swap als Fixzinsindikator steigen seit Jahresbeginn 2022. Sie sind allerdings noch weit von ihren Höchstständen im Jahr 2008 entfernt (siehe Chart). 

Die EU-Kommission erließ am 8. Juni 2016 die Benchmark-Verordnung über Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwerte verwendet werden. Die wichtigsten Referenzwerte waren bisher die LIBOR-Zinssätze in Schweizer Franken, US-Dollar, Japanischen Yen und Britischen Pfund, deren tägliche Berechnung zum Teil am 31.12.2021 endete. Die LIBOR-Zinssätze werden durch alternative Referenzwerte wie zum Beispiel den SARON beim CHF ersetzt. 

Wenn Sie jetzt die Gelegenheit nutzen und auf einen Fixzinssatz umsteigen, profitieren Sie – unabhängig von der weiteren Zinsenentwicklung – auch in den kommenden Jahren vom aktuell noch relativ niedrigen Zinsniveau. 
 

Fremdwährungskredit
Quelle: Refinitiv, UniCredit Research; Stand 23.06.2022

Unser aktuelles Zins-Angebot an Sie

Bei Komplettumstieg auf eine Euro-Finanzierung mit entsprechender Ratenzahlung können wir Ihnen auch Fixzinssätze anbieten. Das bedeutet: Sie sichern sich die Fixzinssätze für die vereinbarte Laufzeit; Ihre Ratenzahlung ist ebenso fixiert und damit planbar.
Die aktuellen Fixzinssätze bis zu 15 Jahre können Sie jederzeit bei Ihrem:Ihrer Betreuer:in oder unseren FremdwährungsKredit-Expert:innen erfragen. 
Zusätzlich bietet Ihnen die Bank Austria diverse Sonderkonditionen an, wenn Sie weitere risikoreduzierende Maßnahmen ergreifen möchten.

Entwicklung Tilgungsträger

Neben Wechselkurseffekten und dem Zinsunterschied zwischen Heimat- und Fremdwährung spielt auch die Performance (Entwicklung) des jeweiligen „Tilgungsträgers“ eine entscheidende Rolle. Dessen Erlös wird am Ende der Laufzeit zur Kapitalrückzahlung verwendet. 84% der in Österreich vergebenen Fremdwährungskredite sind endfällig und 78% sind mit einem Tilgungsträger versehen. Aufgrund der niedrigen Renditen (Erträge) bei festverzinslichen Wertpapieren und den großen Schwankungen an den Aktienmärkten blieb die Performance der Tilgungsträger im langjährigen Durchschnitt allerdings unter den Erwartungen. Dies kann am Ende der Laufzeit zu einer erheblichen Lücke zwischen dem offenen Kreditbetrag und dem prognostizierten Tilgungsträger-Erlös führen. 

Nach dem pandemiebedingten massiven Einbruch der Aktienmärkte von Mitte Februar bis Mitte März 2020 gab es eine kräftige Erholung, die allerdings mit Beginn des Ukrainekrieges abrupt endete. So ist beispielsweise der ATX seit dem Höchststand vom Februar 2022 um über 30 Prozent gefallen (Stichtag: 23.06.2022). Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten werden auch in Zukunft bestehen – eine gute Gelegenheit, bestehende Tilgungsträger aktuell neu zu bewerten und gegebenenfalls zu optimieren. 

Grafik
Quelle: Refinitiv, UniCredit Research; Stand 15.06.2022

Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. 

Lassen Sie sich jetzt beraten!

Profitieren Sie vom Know-how unserer Expert:innen und vereinbaren Sie einen Termin zur gemeinsamen Analyse Ihrer Finanzierung und Erarbeitung einer für Sie maßgeschneiderten Lösung!


Stand: Juli 2022

Disclaimer

Diese Information ist eine Marketingmitteilung und keine Finanzanalyse. Unsere Einschätzung basiert auf öffentlichen Informationen, die wir als zuverlässig erachten, für die wir aber keine Gewähr übernehmen. Es handelt sich um Wertentwicklungen und Wirtschaftsdaten in der Vergangenheit bzw. aktuelle Prognosen über solche Wirtschaftsdaten. Wir weisen darauf hin, dass diese keine verlässlichen Indikatoren für künftige Entwicklungen sind. Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit des Inhalts übernommen werden. Irrtum und Satzfehler vorbehalten.

Diese Mitteilung wurde von der UniCredit Bank Austria AG, Rothschildplatz 1, 1020 Wien, erstellt (Medieninhaber und Hersteller).