18.06.2026

UrlaubsEuro 2026¹ im Durchschnitt um 9 Prozent mehr wert als zu Hause

  • Um ein Drittel mehr als in Österreich gibt es 2026 in Portugal, ein Viertel mehr in Spanien, Ungarn und der Türkei
  • 20 Prozent mehr gibt es in Griechenland und Slowenien
  • Überseedestinationen wurden trotz starkem Euro nicht günstiger als im Vorjahr mit Ausnahme von Asien dank Japan, das erneut günstiger wurde aufgrund der Währungsabwertung
  • Deutlich weniger als im Vorjahr erhält man in der Türkei aufgrund der starken Inflation trotz Abwertung, aber auch in Ungarn aufgrund der Aufwertung
  • In Kanada, dem Vereinigten Königreich und den USA stieg der Wert des UrlaubsEuro, allerdings ist er in den USA weiterhin weniger wert als in Österreich, in Kanada und im Vereinigten Königreich ähnlich viel
  • Die Schweiz ist weiterhin eine der teuersten Urlaubsdestinationen

Für den Sommerurlaub 2026 ist die Kaufkraft des Euros, also der UrlaubsEuro, wieder ein gewichtiger Indikator geworden. Neben Überlegungen rund um die aktuellen geopolitischen Krisen verbunden mit der starken Inflation und stark gestiegenen Energiepreisen spielt der Wert des UrlaubsEuros eine wichtige Rolle für die Entscheidung, wohin die Reise gehen soll. Im Durchschnitt liegt der UrlaubsEuro im Ausland 2026 um 9 Prozent über seinem Wert im Inland, wenngleich er aufgrund der hohen Inflation in einigen wichtigen europäischen Urlaubsdestinationen im Vergleich zu Österreich generell um rund 2 Prozent weniger wert ist als im Jahr 2025. Zwar stiegen auch in Österreich die Preise für Gastronomie und Hotels in den letzten Jahren deutlich und die Inflation lag höher als in vielen anderen europäischen Ländern, dies galt jedoch nicht unbedingt für die besonders beliebten Urlaubsländer.

„Unter den beliebtesten Urlaubsländern erhält man im Sommer 2026 in Portugal am meisten, rund ein Drittel mehr als in Österreich“, analysiert Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der UniCredit Bank Austria und ergänzt, „auch in Spanien, Ungarn und der Türkei liegt der Wert des UrlaubsEuros deutlich über jenem in Österreich mit rund ein Viertel.“
In Griechenland und Slowenien erhält man rund 20 Prozent mehr als in Österreich. Etwas mehr als in Österreich bekommt man für seinen UrlaubsEuro in Kroatien und Italien. Ähnlich viel wie in Österreich erhält der Urlauber in Frankreich, Kanada, Deutschland, aber auch, dank Abwertung, im Vereinigten Königreich.

„Weniger für sein Geld als in Österreich bekommt man im Urlaub 2026 in den USA, rund 10 Prozent, trotz Euroaufwertung“, meint Bruckbauer und weiter, „eine der teuersten Destinationen unter den beliebtesten Urlaubsländern ist weiterhin die Schweiz, wo man für 100 Euro nur Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 69 Euro erhält“.

Unter den Urlaubsdestinationen, die nicht zu den Top-Destinationen zählen, erhält man in Bulgarien rund 70 Prozent mehr als in Österreich, in Rumänien und Tschechien rund 40 Prozent. Auch in Zypern, Polen und der Slowakei ist der UrlaubsEuro deutlich mehr wert, rund 20 Prozent. Weniger als in Österreich bekommt man dagegen in Irland, Schweden und den Niederlanden.

„Im Vergleich zum Sommer 2025 hat sich der relative Wert des UrlaubsEuros nur wenig verändert, er ist rund zwei Prozent weniger Wert geworden, da die Preisanstiege in einigen Ländern deutlicher ausfielen als in Österreich, was durch Wechselkursabwertungen nur teilweise ausgeglichen wurde“, errechnete Bruckbauer und weiter: „So fiel der Wert des UrlaubsEuros besonders stark in der Türkei, wo er aufgrund einer um 30 Prozent höheren Inflation als in Österreich, einer Abwertung von gleichzeitig jedoch nur 22 Prozent rund 15 Prozent an Wert verlor“. Einige Destinationen wurden aufgrund der höheren Inflation in Österreich unwesentlich günstiger im Vergleich, so etwa Frankreich und Italien. 

„Mehr Wert als im Vorjahr dank starkem Euro ist der UrlaubsEuro heuer in Kanada, dem Vereinigten Königreich und den USA“, ergab die Analyse der UniCredit Bank Austria. In den Überseedestinationen konnte der UrlaubsEuro trotz Aufwertung des Euro von rund 4 Prozent nicht an Wert zulegen, da in vielen Ländern der Inflationsanstieg stärker als in Österreich ausfiel und zudem verlor der Euro gegenüber süd- und mittelamerikanischen Währungen an Wert, so dass er im Durchschnitt 2026 in Süd- und Mittelamerika 4 Prozent weniger Wert ist als im Vorjahr. Anders in Asien, hier dürfte der UrlaubsEuro heuer rund 5 Prozent mehr Wert sein, vor allem dank Japan wo die erneute Abwertung der Währung und die niedrigere Inflation den Wert des UrlaubsEuro um 13 Prozent erhöhte, und damit dürfte der UrlaubsEuro in Japan ähnlich viel Wert sein wie in Österreich. 

Abschließend weisen die Ökonomen der UniCredit Bank Austria darauf hin, dass die Berechnung des UrlaubsEuros keinerlei Anregung eine Urlaubsreise ins Ausland darstellt und der Wert des UrlaubsEuros im Vergleich zu gesundheitlichen und anderen Sicherheitsaspekten eine untergeordnete Rolle spielen sollte. Zudem weisen sie darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich in einigen Ländern auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern so viel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer und Urlaube schwerer leistbar.

Neue Berechnung mit stärkerer Gewichtung von typischen Urlaubsausgaben für viele Länder, daher sind die historischen Werte vergangener Analysen vor 2025 nicht vergleichbar mit aktueller Auswertung.

Rückfragen: 
UniCredit Bank Austria Economics and Market Analysis Austria
Stefan Bruckbauer, Tel.: +43 (0) 50505-41951;
E-Mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

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