19.10.2026

UniCredit Bank Austria Finanzmonitor 2026
Vorsorge im Fokus: Jede zweite Familie spart gezielt für ihre Kinder

  • 43 Prozent der Befragten interessieren sich für Wertpapiere, 36 Prozent investieren bereits selbst
  • 31 Prozent der Frauen unter 30 Jahren nutzen Wertpapiere, dennoch bleibt deutlicher Gender Gap bestehen
  • Gen Z setzt stark auf Wertpapier-Sparen
  • Vermögensaufbau für die nächste Generation ist wichtig: Fast jede zweite Familie spart gezielt für Kinder
  • 48 Prozent offen für KI-gestützte Beratung, 90 Prozent wollen die Letztentscheidung beim Menschen sehen 
  • Sparen bleibt die beliebteste Anlageform, Wertpapiere etablieren sich als Fixpunkt langfristiger Vorsorge
  • Monatlicher Sparbetrag geht zurück und liegt 2026 im Median nur noch bei 200 Euro (2025: 250 Euro)

Der aktuelle Finanzmonitor 2026 der UniCredit Bank Austria zeigt ein differenziertes Bild des Anlageverhaltens in Österreich. Klassische Sparformen wie Sparbuch und Bausparen bleiben zwar weiterhin die beliebtesten Anlageformen, gleichzeitig etablieren sich Wertpapiere zunehmend als fixer Bestandteil eines langfristigen Vermögensaufbaus. Besonders sichtbar wird dieser Wandel bei Frauen, Familien mit Kindern und jüngeren Anleger:innen.

„Wertpapier-Veranlagung ist zur finanziellen Normalität geworden.  Die Menschen in Österreich möchten zwar weiterhin Sicherheit durch Sparen, gleichzeitig aber auch Chancen für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen. Besonders wichtig sind den Österreicher:innen dabei die finanzielle Zukunft von Kindern und Familien sowie eine qualitätsvolle Beratung“, sagt Marion Morales Albiñana-Rosner, Vorständin für Wealth Management & Private Banking der UniCredit Bank Austria.

Menschen in Österreich sparen monatlich weniger als vergangenes Jahr 
Sparen bleibt für die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher die wichtigste Form des Vermögensaufbaus. Sparbuch und Bausparen genießen weiterhin hohe Bedeutung und werden als sichere Reserve geschätzt. Der monatliche Sparbetrag liegt 2026 im Median bei 200 Euro. Damit hat sich der Höchstwert von 250 Euro im Jahr 2025 wieder auf dem Niveau von 2024 eingependelt und zeigt, dass die Menschen generell weniger auf die Seite legen können. Gleichzeitig sorgen sich bereits 53 Prozent der Befragten darum, ihren Lebensstandard im Alter nicht halten zu können, nach 47 Prozent im Jahr 2024.

Wertpapier-Veranlagung wird immer beliebter
Gleichzeitig zeigt die Studie, dass das Interesse an Wertpapieren mit 43 Prozent auf hohem Niveau liegt und bereits 36 Prozent selbst investiert sind. Wertpapierveranlagungen werden damit zunehmend als bedeutende Alternative zu klassischen Sparformen gesehen, insbesondere wenn es um langfristige Ziele wie Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder die finanzielle Absicherung von Kindern geht. 

Das Interesse an Wertpapieren ist seit 2019 von 26 Prozent auf 43 Prozent gestiegen. Die tatsächliche Nutzung hat sich im selben Zeitraum von 19 Prozent auf 36 Prozent nahezu verdoppelt. Gleichzeitig bleibt Sparen mit 52 Prozent Interesse und 68 Prozent tatsächlicher Nutzung die wichtigste Anlageform.

Wertpapier-Sparen bei Gen Z sehr beliebt
Die Möglichkeit des Wertpapier-Sparens ist ein Treiber für die Wertpapier-Veranlagung bei der jungen Bevölkerung (16 bis 30 Jahre). 42 Prozent der Jungen haben Wertpapiere, davon nutzen zwei Drittel die Möglichkeit des Wertpapier-Sparens.  

Kinder und Familien rücken ins Zentrum der Vorsorge – Debatte um Zukunftsdepot
Die Studie zeigt auch deutlich, dass finanzielle Entscheidungen immer häufiger im Familienkontext getroffen werden. Für 40 Prozent der Anleger:innen mit Kindern zählt die nachhaltige Vermögensanlage für Kinder und Familie zu den wichtigsten Motiven einer Wertpapierveranlagung. Fast jede zweite Familie spart gezielt für ihre Kinder: 48 Prozent der Haushalte mit Kindern geben als Sparmotiv „für mein(e) Kind“ an. 

Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, wie früh finanzielle Vorsorge beginnen sollte. Die Daten der Studie zeigen, dass die aktuelle Diskussion rund um ein Zukunftsdepot für Kinder dem Wunsch vieler Familien, bereits in jungen Jahren die Grundlage für langfristigen Vermögensaufbau zu schaffen, widerspiegelt. „Niederschwellige Angebote für junge Menschen können dazu beitragen, Kapitalmarktkompetenz zu stärken und den Vermögensaufbau über Generationen hinweg zu fördern“, sagt Marion Morales Albiñana-Rosner, die weiter ausführt: „Das geplante Zukunftsdepot der Bundesregierung kann einen wichtigen Beitrag leisten, junge Menschen frühzeitig mit chancenreicheren Veranlagungsformen vertraut zu machen. Es unterstützt den Aufbau eines finanziellen Startkapitals und stärkt zugleich die Finanzbildung, wenn Familien sich in einer gesicherten Umgebung gemeinsam mit den Chancen und Risiken des Kapitalmarkts auseinandersetzen.“

Auch bei Immobilieninvestitionen spielt die nächste Generation eine wichtige Rolle. 56 Prozent der Haushalte mit Kindern nennen ihre Kinder als wesentliches Motiv für entsprechende Investitionen.

Frauen holen auf, der Gender Gap bleibt aber bestehen
Einer der Schwerpunkte des Finanzmonitors 2026 liegt auf dem Veranlagungsverhalten von Frauen. Während 47 Prozent der Männer Wertpapiere besitzen oder nutzen, liegt der Anteil bei Frauen aktuell nur bei 26 Prozent. Die Unterschiede betreffen nicht nur die tatsächliche Nutzung, sondern auch die Risikobereitschaft und die Einschätzung der eigenen Finanzkenntnisse.
Besonders bemerkenswert ist die langfristige Entwicklung bei Frauen und hier insbesondere bei der jüngeren Generation: Die Wertpapiernutzung stieg von 11 Prozent im Jahr 2019 auf aktuell 26 Prozent. Bei Frauen unter 30 Jahren erhöhte sich die Nutzung von 18 Prozent im Jahr 2023 auf 31 Prozent im Jahr 2026. Wertpapiere haben in dieser Zielgruppe das Bausparen bereits überholt. Damit entwickelt sich eine neue Generation von Anlegerinnen, die Kapitalmarktprodukte deutlich selbstverständlicher in ihre Finanzplanung einbezieht als frühere Generationen.

Veranlagung in Wertpapiere bringt Vorteile für Sparer und die Wirtschaft
Die hohe Inflation der letzten Jahre war für die Vermögen der Haushalte in Österreich eine Herausforderung. Auch 2025 konnten Österreichs Haushalte im Durchschnitt mit den Erträgen und Wertzuwächsen ihres Geldvermögens real keinen Ertrag erzielen und mussten sogar einen Verlust von rund 1 Prozent hinnehmen. Durch niedrige Sparzinsen und hohe Inflation verloren im Durchschnitt Österreichs Haushalte seit 2003 real 18 Prozent, bei Einlagen war es sogar rund ein Drittel.

Eine Veranlagung in Wertpapiere erbrachte im Durchschnitt einen realen Gewinn von 3 Prozent nach KESt 2025 und seit 2003 konnte ein realer Ertrag (inklusive Dividende, Zinsen und abzüglich Inflation und KESt) von 23 Prozent erzielt werden, trotz der hohen Inflation von fast 80 Prozent. Langfristig erhielt sich also der reale Wert des Vermögens durch Veranlagung in Wertpapiere trotz der Inflationsschocks und der manchmal schwierigen Marktentwicklung. Dies ist auch in Zukunft zu erwarten, bei ausschließlicher Veranlagung in Spareinlagen wird dies, trotz heute höherer Zinsen als vor 2022, auch in den nächsten Jahren nicht gelingen.

Aber nicht nur für die Sparer kann die Veranlagung in Wertpapiere, trotz gewisser Risiken, Vorteile bringen. Gerade in unsicheren Zeiten mit großen wirtschaftlichen Herausforderungen ist für die gesamte Wirtschaft die Veranlagung in Wertpapiere wichtig. „Die Stärkung des Kapitalmarktes ist gerade in einer schwierigen konjunkturellen Situation wichtig für die Wirtschaft. Investments in Wertpapiere österreichischer Unternehmen tragen auch wesentlich dazu bei, dass die Ersparnisse der heimischen Wirtschaft zugutekommen“, so Marion Morales Albiñana-Rosner weiter.

Künstliche Intelligenz als Assistenz, nicht als Ersatz
Ein weiterer Schwerpunkt des Finanzmonitors 2026 ist die Rolle Künstlicher Intelligenz in der Finanzberatung. Die Bevölkerung zeigt sich neuen Technologien gegenüber grundsätzlich offen: 48 Prozent können sich eine KI-gestützte Beratung vorstellen. 

Die Ergebnisse zeigen aber ebenso klar die Grenzen dieser Entwicklung auf. Neun von zehn Befragten – 90 Prozent – sind der Meinung, dass die letztendliche Anlageentscheidung immer von einem Menschen getroffen werden sollte. Darüber hinaus stimmen 73 Prozent der Aussage zu, dass KI den Zugang zu Veranlagungen erleichtern kann, erfolgreicher Vermögensaufbau aber weiterhin kompetente persönliche Beratung benötigt.

Denn auch persönliche Beratung gewinnt wieder deutlich an Bedeutung. Der Anteil der Menschen, die sich bei Finanzthemen bevorzugt auf professionelle Beratung verlassen, stieg von 41 Prozent im Jahr 2024 auf 59 Prozent im Jahr 2026. 

Die Studie macht damit deutlich, dass die Zukunft der Veranlagung weder ausschließlich digital noch ausschließlich analog sein wird. Erfolgreich wird vielmehr die Verbindung moderner Technologien mit persönlicher Beratung, individueller Expertise und langfristigem Vertrauen sein.

Depot-Aktion der UniCredit Bank Austria „Das erste Investment starten“ 
Bis 3. November 2026 erhalten Kunden zwischen 18 und 50 Jahren ohne bestehendes Wertpapier-Depot bei einer Online-Depoteröffnung 3 Jahre kostenlose Depotführung. Zusätzlich erhalten Kunden einen 30-Euro-Gutschein von wunschgutschein.at, wenn innerhalb von 30 Tagen nach der Depoteröffnung online FondsSparen oder ETF-Sparen per Wertpapier-Dauerauftrag eingerichtet wird.

Die Studie
Repräsentative Online-Befragung von 610 Bankkundinnen und Bankkunden im Alter von 14 bis 69 Jahren. Die Erhebung wurde im Juli 2026 gemeinsam mit Marketagent durchgeführt.


Rückfragen:
UniCredit Bank Austria Media Relations
Matthias Raftl, Tel.: +43 (0) 5 05 05-52809;
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at