Die UniCredit Foundation erneuert ihre Partnerschaften mit Teach For All und JA Europe, um Bildungsbarrieren in Europa und in Österreich abzubauen
- Mit Investitionen von mehr als 16 Millionen Euro sollen die neuen dreijährigen Partnerschaften hunderttausende junge Menschen in Europa fördern und bestehende Bildungsungleichheiten verringern
- Teach for Austria: Im Schul- und Kindergartenjahr 2026/27 sind 143 „Teach For Austria“-Fellows an 79 Bildungseinrichtungen in Österreich tätig und erreichen rund 11.500 Kinder und Jugendliche
- JA (Junior Achievement) Österreich erreicht mit dem von der UniCredit Foundation unterstützten Programm „Re-Power Your Future“ pro Schuljahr rund 5.000 Schüler:innen an 90 Schulen österreichweit
Junge Menschen in Europa stehen vor wachsenden Herausforderungen im Bildungsbereich. Darum erneuert die UniCredit Foundation ihre Partnerschaften mit Teach For All und JA (Junior Achievement) Europe und stellt in den nächsten drei Jahren mehr als 16 Millionen Euro bereit – eine Steigerung gegenüber den mehr als 14 Millionen Euro aus den vorherigen Vereinbarungen. Dadurch erweitert sich die Reichweite der Programme in ganz Europa.
„Die Fakten liegen auf der Hand: Der Zugang junger Menschen zu einer hochwertigen Bildung ist nicht nur eine gesellschaftliche Notwendigkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft Europas. In einer Zeit, in der Technologie die Art und Weise, wie wir lernen, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, grundlegend verändert, müssen wir sicherstellen, dass kein junger Mensch zurückbleibt. Mit der UniCredit Foundation wollen wir unseren Beitrag leisten, indem wir Organisationen unterstützen, die über das Fachwissen, den Ehrgeiz und die Reichweite verfügen, um dauerhafte Veränderungen zu bewirken, und der nächsten Generation dabei helfen, nicht nur das notwendige Wissen und die erforderlichen Fähigkeiten zu entwickeln, sondern auch das Vertrauen in ihre Fähigkeit, zu lernen, sich anzupassen und ihre eigene Zukunft zu gestalten“, sagt Andrea Orcel, Vorsitzender der UniCredit Foundation und CEO von UniCredit.
Teach for Austria: Gesellschaftliches Engagement als Kernprinzip
Seit der Gründung im Jahr 2011 setzt sich Teach for Austria für gerechtere Bildungschancen in ganz Österreich ein und unterstützt tausende von Kindern und Jugendliche durch innovative Leadership- und Bildungsprogramme. Das zweijährige Social Leadership Programm bildet Hochschulabsolvent:innen verschiedener Fachrichtungen zu Bildungsspezialist:innen und Lehrkräften aus. Diese arbeiten anschließend an Schulen und in Kindergärten mit sozioökonomisch benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, ihre vielfältigen akademischen Hintergründe und beruflichen Erfahrungen zu nutzen, um den Lernalltag und die Bildungslaufbahn der Schüler:innen zu bereichern und Schulabbrüche zu verhindern.
Ivan Vlaho, CEO der UniCredit Bank Austria: „Teach for Austria und JA Österreich sind geschätzte Partner, denn wir sind davon überzeugt, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Erfolgschancen verdienen. Auch wenn noch viel zu tun bleibt, ist die UniCredit Bank Austria stolz darauf, im Rahmen von ‚Teach for Austria‘ und ‚JA Österreich‘ mit ihrem Fachwissen in den Bereichen Finanzbildung und digitale Transformation einen Beitrag zu leisten. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam dazu beitragen können, eine bessere Zukunft für junge Menschen zu gestalten. Mein aufrichtiger Dank gilt allen Kolleg:innen, die ihre Zeit und Energie diesen Programmen widmen und an Schulen in ganz Österreich als Vorbilder fungieren.“
Teach for Austria, JA Österreich und UniCredit Bank Austria: Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Die UniCredit Bank Austria unterstützt die Freiwilligenprogramme von Teach For Austria und JA Österreich, indem Bankmitarbeiter:innen freiwillig an einer Schule unterrichten und Projekte zu den Themen Finanzbildung, Digitalisierung oder Berufsorientierung begleiten oder als Coaches und Mentor:innen für Junior Companies fungieren. 27 Mitarbeiter:innen der Bank Austria nahmen im vergangenen Schuljahr an einer oder mehreren Freiwilligeninitiativen teil.
Im Schul- und Kindergartenjahr 2026/27 sind 143 „Teach For Austria“-Fellows an 79 Bildungseinrichtungen in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich tätig und erreichen rund 11.500 Kinder und Jugendliche. „Teach For Austria“ ist somit vom Kindergarten über die Volksschule bis zur Unterstufe aktiv und setzt sich an wichtigen Übergangspunkten innerhalb des Bildungssystems für Bildungsgerechtigkeit ein.
Finanzbildung ist ein zentraler Pfeiler der Zusammenarbeit. Ein Paradebeispiel ist „Girls Go Finance“, eine
Initiative zur Vermittlung von Finanzkompetenz, die von der UniCredit Bank Austria in Zusammenarbeit mit Teach for Austria organisiert wird. Das Programm stärkt Mädchen aus sozioökonomisch benachteiligten Schulen, indem es ihnen durch praxisnahe Workshops finanzielle Kompetenzen vermittelt und sie auf ihrem Weg zu wirtschaftlicher Selbstbestimmung unterstützt.
In der Zusammenarbeit mit JA Österreich bietet die UniCredit Bank Austria ein spezielles Konto für Junior-Companies, das den Jugendlichen in einer einzigartige Kombination aus einem sicheren Jugendkonto und einem Zugang zum echten BusinessNet der UniCreditBank Austria die Möglichkeit bietet, unternehmerische Finanzgeschäfte geschützt im Echtbetrieb zu erlernen. Ab diesem Schuljahr kann das Konto auch online eröffnet werden.
Für das Schuljahr 2026/27 plant die UniCredit Bank Austria gemeinsam mit JA Österreich folgende Schlüsselinitiativen:
- Die UniCredit Bank Austria wird am Vorabend der JA-Handelsmesse in der Millennium City (12.–13. März 2027) das internationale Treffen für Juniorunternehmen aus Österreich und ganz Europa ausrichten
- Junior-Company-Tag @ UniCredit Bank Austria: Bei einer Verkaufsmesse in der UniCredit Bank Austria - Zentrale auf dem Austria Campus (Frühjahr 2027) stellen Jugendliche ihre Firmen und Produkte vor
- Führungskräfte der UniCredit Bank Austria werden als Jurymitglieder bei regionalen und nationalen „Junior Companies“-Wettbewerben mitwirken (März – Juni 2027)
Dialog mit der OECD in Rom anlässlich der Verleihungszeremonie
Die Verlängerung der Kooperationen wurde im Rahmen der Veranstaltung „Beyond Academic Performance. A European Dialogue on the Future of Education“ bekannt gegeben, die in der Foreign Press Association in Rom stattfand und an der die UniCredit Foundation, die OECD, Teach For All und Junior Achivement Europe sowie führende Persönlichkeiten und Expert:innen aus dem Bildungsbereich teilnahmen, darunter Andreas Schleicher, Direktor für Bildung und Kompetenzen bei der OECD, um den Stand des Bildungswesens in Europa und die notwendigen Maßnahmen zu erörtern, mit denen die nächste Generation für die Zukunft gerüstet werden kann.
Ein entscheidender Moment für das europäische Bildungswesen
Die jüngsten Ergebnisse der OECD-PISA-Studie 2025 zeigen, dass die durchschnittlichen Leistungen in den OECD-Ländern in den Fächern Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik den niedrigsten jemals verzeichneten Stand erreicht haben. Den stärksten Rückgang verzeichnete das Lesen mit einem Minus von 28 Punkten zwischen 2015 und 2025, während die Leistungen in Mathematik um 22 Punkte zurückgingen, was etwas mehr als einem Lernjahr entspricht.
Doch die schulischen Leistungen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Die PISA-Studie 2025 hebt zudem den engen Zusammenhang zwischen dem Empfinden von Chancen und Zukunftsperspektiven, einer ausgeprägten Wachstumsmentalität sowie der akademischen Resilienz von Schüler:innen hervor. In den OECD-Ländern sind fast vier von fünf Schüler:innen überzeugt, dass sie ihre Fähigkeiten durch Lernen und Anstrengung weiterentwickeln können. Mehr als sieben von zehn glauben zudem, dass sich ihre gesellschaftliche Stellung im Laufe ihres Lebens ändern kann. Auch wenn diese Zusammenhänge keine Kausalität belegen, zeigen sie, wie wichtig Lernumgebungen sind, die neben Wissen auch Selbstvertrauen, Handlungsfähigkeit und den Glauben an das eigene Potenzial stärken. Dies unterstreicht den Wert von Ansätzen, die über rein schulische Leistungen hinausblicken und in die umfassendere Entwicklung junger Menschen investieren, insbesondere bei jenen mit geringeren Chancen.
Die Technologie fügt dieser Herausforderung eine weitere Dimension hinzu. Künstliche Intelligenz wird bereits Teil des Lernalltags der Schüler:innen: 46 Prozent der Schüler:innen in den OECD-Ländern nutzen mindestens einmal pro Woche KI-Chatbots zur Lernunterstützung. Die PISA-Studie legt jedoch nahe, dass der Zugang zu Technologie allein nicht ausreicht: Es wird zunehmend darauf ankommen, wie junge Menschen den Umgang damit erlernen und ob sie die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen entwickeln, sich in einem sich rasch wandelnden Umfeld zurechtzufinden.
Der OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2026“ fügt eine weitere Dimension hinzu und hebt den wachsenden Druck auf den Lehrerberuf hervor. In den OECD-Ländern waren im Schuljahr 2024/25 9,1 Prozent der Lehrkräfte an Grund- und Sekundarschulen nicht voll qualifiziert, da die Bildungssysteme zunehmend Personal ohne standardmäßige Lehrbefähigung einstellen, um offene Stellen zu besetzen. Da 25 Prozent der Sekundarschullehrer 55 Jahre oder älter sind, könnte sich dieser Druck noch verstärken, wenn eine große Zahl von ihnen in den Ruhestand geht. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass neben der Bezahlung auch andere Faktoren für die Gewinnung und Bindung von Lehrkräften wichtig sind, darunter das Schulklima, die berufliche Autonomie und die Anerkennung des Berufsstandes.
Erkenntnisse in Maßnahmen umsetzen
Vor diesem Hintergrund wird die UniCredit Foundation in den nächsten drei Jahren im Rahmen ihrer erneuerten Partnerschaften mit „Teach For All“ und „JA Europe“ mehr als 16 Millionen Euro investieren und damit an die über 14 Millionen Euro anknüpfen, die im Rahmen der vorherigen Dreijahresvereinbarungen investiert wurden. Die neue Phase wird direkte Unterstützung für junge Menschen mit Investitionen in Lehrkräfte, Mentoring, Berufsvorbereitung und stärkere Systeme zur Messung langfristiger Auswirkungen verbinden und gleichzeitig die geografische Reichweite der Partnerschaften ausweiten.
Teach For All ist in acht Ländern tätig: Österreich, Bulgarien, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, Serbien und der Slowakei. JA Europe ist in elf Ländern aktiv: Österreich, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei und Slowenien.
Die erneuerten Partnerschaften bauen auf einer dreijährigen Zusammenarbeit und einer bedeutenden Reichweite in ganz Europa auf. In diesem Zeitraum erreichten die von der UniCredit Foundation unterstützten „Teach For All“-Programme mehr als 180.000 Schüler an über 3.100 Schulen. Ergebnisse der Partnerschaft zeigen zudem, dass die positiven Auswirkungen über die schulischen Leistungen hinausgehen: 73 Prozent der Schüler:innen berichteten von einer äußerst positiven Lernerfahrung, während Schüler:innen, die von „Teach For All“-Stipendiaten unterrichtet wurden, deutliche Fortschritte im Bereich des sozialen und emotionalen Lernens (Wohlbefinden, Eigeninitiative, Sinnhaftigkeit und Verbundenheit) zeigten. Die Partnerschaft trägt zudem dazu bei, langfristig Führungskräfte im Bildungsbereich heranzubilden: 86 Prozent der Absolvent:innen sind weiterhin im Bildungswesen tätig.
„Vor drei Jahren haben wir diese Partnerschaft mit der gemeinsamen Überzeugung begonnen, dass der Geburtsort eines jungen Menschen niemals darüber entscheiden sollte, welche Möglichkeiten er hat, zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und seine Zukunft zu gestalten. Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist, wie viel möglich werden kann, wenn diese Überzeugung durch nachhaltiges Engagement und Investitionen gestützt wird. Diese erneuerte Partnerschaft ist nicht einfach nur eine Fortsetzung, sondern eine Chance, noch weiter zu gehen, mehr Communities in ganz Europa zu erreichen und gleichzeitig in Pädagog:innen, Innovator:innen und lokale Führungskräfte zu investieren, die sich für die Stärkung unserer öffentlichen Bildungssysteme einsetzen. Ebenso geht es darum, noch gründlicher zu erforschen, was funktioniert und was echte, dauerhafte Veränderungen bewirkt. Für mich ist es diese Kombination aus größerem Ehrgeiz, tieferer Wirkung in den Communities und einem echten Bekenntnis zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, die es uns ermöglichen wird, zum Wandel im Bildungswesen in acht Ländern Europas beizutragen“, sagte Andrea Pastorelli, Leiter der Region Europa bei Teach For All.
Im Rahmen von „Re-Power Your Future“ hat die Partnerschaft mit JA Europe in den letzten drei Jahren mehr als 390.000 Schüler:innen und 5.900 Schulen erreicht, wobei der Schwerpunkt bewusst auf diejenigen gelegt wurde, die mit den größten Bildungsbarrieren konfrontiert sind. 86 Prozent der teilnehmenden Schulen gelten als Schulen mit hohem Schulabbruchrisiko, während die Ergebnisse des Programms auf Auswirkungen hinweisen, die über die schulischen Leistungen hinausgehen: In Rumänien ergab eine randomisierte kontrollierte Pilotstudie einen Anstieg des schulischen Engagements bei den teilnehmenden Schüler:innn um 24 Prozent, und 22 Prozent der Schüler:innen im gesamten Programm entwickelten erfolgreich eine konkrete unternehmerische Idee.
„Junge Menschen verlassen die Schule selten von heute auf morgen; sie wenden sich ab, wenn das Lernen für ihr Leben und ihre Zukunft an Bedeutung verliert. Die jüngsten PISA-Ergebnisse machen deutlich, dass Europa früher handeln muss. Bei JA Europe haben wir festgestellt, dass praxisorientiertes Lernen, reale Herausforderungen und unternehmerisches Denken das Interesse der Schüler wieder wecken, ihr Zugehörigkeitsgefühl stärken und ihnen helfen können, an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben. Gemeinsam mit der UniCredit Foundation konzentrieren wir uns auf die Bereiche, in denen das Risiko eines Schulabbruchs am höchsten ist, wandeln bewährte Erfahrungen in belastbare Erkenntnisse um und machen frühzeitige Prävention in ganz Europa zur gängigen Praxis“, sagte Salvatore Nigro, CEO von JA Europe.
Die neue Phase legt die Messlatte deutlich höher. Im Rahmen von „Teach For All“ strebt die Partnerschaft an, mehr als 220.000 neue Schüler:innen zu erreichen, über 2.700 neue Schulen einzubinden und mehr als 2.300 neue „Teaching Fellows“ sowie 5.400 Alumni auszubilden. Über JA Europe sollen mehr als 500.000 zusätzliche Lernerfahrungen vermittelt und über 2.000 weitere Schulen erreicht werden. Beide Programme werden weiterhin unabhängig evaluiert, was den gemeinsamen Fokus darauf verstärkt, nicht nur zu erfassen, wie viele junge Menschen erreicht werden, sondern auch, welche Veränderungen sich daraus ergeben.
Gemeinsam spiegeln die Partnerschaften das Bestreben der UniCredit Foundation wider, die von PISA und „Education at a Glance 2026“ hervorgehobenen Herausforderungen in konkrete Maßnahmen umzusetzen: die Beseitigung von Bildungsungleichheit durch nachhaltige Investitionen in junge Menschen sowie in die Pädagogen, Organisationen und Systeme, die ihnen zum Erfolg verhelfen können.
Rückfragen:
UniCredit Bank Austria, Media Relations
Matthias Raftl, Tel.: +43 (0) 5 05 05-52809;
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at