Prof. Horst Knapp-Preis

Der Preisträger für 2021 ist Gerhard Hofer, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung „Die Presse“.

Prof. Horst Knapp-Preis zum 26. Mal verliehen

Der diesjährige Prof. Horst Knapp-Preis, der an den 1996 verstorbenen Doyen des österreichischen Wirtschaftsjournalismus erinnert, geht an Gerhard Hofer, den Leiter der Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung „Die Presse“.

Robert Zadrazil, Vorstandsvorsitzender der UniCredit Bank Austria, über den Preisträger: „Gerhard Hofer prägt mit seiner ruhigen und sachlichen Art seit vielen Jahren die Wirtschaftsseiten der Presse. Er setzt neben Aktualität auf Erklärung, auf Offenlegung von Hintergründen und auf die Zukunftsthemen der Wirtschaft. Über die Jahre ist es Hofer zudem durch seine gute Führungsarbeit nicht nur gelungen, den Generationenwechsel in der Wirtschaftsredaktion der Presse zu managen, sondern darüber hinaus auch die hohe Qualität der Wirtschaftsberichtertstattung in dieser Zeitung weiter zu gewährleisten.“

Der Juryvorsitzende Univ.-Prof. Ewald Nowotny, der frühere Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, betont in seiner Begründung: „Gerhard Hofer ist ein langjähriger und fachlich versierter Wirtschaftsjournalist, der es versteht, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge klar und leicht verständlich darzustellen. Sein Zugang zu Geschichten ist offen, seine Kommentare und Leitartikel hinterfragen oftmals den Mainstream und liefern neue Grundlagen, die es den Leserinnen und Lesern ermöglichen, sich ein eigenes Bild zu verschaffen.“

Die feierliche Preisverleihung fand am Dienstagabend im Bank Austria Kunstforum statt, die Laudatio hielt der Juryvorsitzende Univ.-Prof. Ewald Nowotny. Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger, der Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik der Medizinischen Universität Wien, trat als Festredner auf. Er sprach über die Schnittmenge von Wissenschaft und Medien und die Frage, wie in Zeiten wachsender Wissenschaftsskepsis agiert werden sollte, um der zunehmenden Erosion gesellschaftlicher Partizipation der Menschen entgegenzuwirken.
 

Über den Preisträger 2021

Der gebürtige Niederösterreicher Gerhard Hofer ist seit dem Sommer 1992 für die Tageszeitung „Die Presse“ tätig. Nach sieben Jahren im Chronik-Ressort wechselte er in die Wirtschaftsredaktion, wo er den Auftrag mit auf den Weg bekam, keinen Wirtschaftsjournalismus der Sorte „der Umsatz stieg von x auf y‘“ abzuliefern. Ein Credo, das Hofer auch heute noch beherzigt. Seit Anfang 2013 leitet er gemeinsam mit Hanna Kordik den „Economist“, die Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung „Die Presse“, und hat dort ein spannendes, engagiertes Team aus jungen Journalist:innen um sich versammelt, das neben den klassischen Themen Volkswirtschaft und Finanzmarkt auch verstärkt die Themen Ökologie, Klimawandel und Nachhaltigkeit behandelt. Privat diskutiert der zweifache Vater gerne mit seinen Söhnen, und beobachtet dort, dass Themen wie Bitcoin und Elon Musk – egal wie man zu ihnen stehen mag – das Potenzial haben, die Jugend für die Wirtschaft zu begeistern.

Über den Prof. Horst Knapp-Preis

Der Prof. Horst Knapp-Preis wird seit 1996 jährlich von der UniCredit Bank Austria gestiftet. Eine unabhängige Jury vergibt ihn im Gedenken an Prof. Horst Knapp, den 1996 verstorbenen Doyen des österreichischen Wirtschaftsjournalismus.

Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen im österreichischen Wirtschaftsjournalismus, die komplexe wirtschaftliche und sozialpolitische Zusammenhänge allgemein verständlich darstellen. Der Preis ist mit 7.000 Euro dotiert.

Hochkarätige Jury

Den Vorsitz der Jury führt Ewald Nowotny, der frühere Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank.

Die weiteren Mitglieder der Jury: Karl Aiginger, Director des Policy Crossover Centers: Vienna – Europe; Michael Csoklich, freier Journalist; Martin Halama, Unternehmenssprecher der UniCredit Bank Austria; Edeltraud Hanappi-Egger, Rektorin der Wirtschaftsuniversität Wien; Andrea Helige, PR-Beraterin; Veit Sorger, Aufsichtsratsvorsitzender MONDI AG; Josef Zechner, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien; sowie jeweils der Preisträger oder die Preisträgerin des Vorjahres.

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger

2021: Gerhard Hofer
2020: Paul Lendvai (Ehrenpreis), Kamil Kowalcze (Förderpreis)
2019: Manfred Schumi
2018: Andrea Hodoschek
2017: Ulla Kramar-Schmid
2016: Regina Forster und Thomas Karabaczek
2015: Eric Frey
2014: Christoph Varga
2013: Hanna Kordik
2012: Volker Obermayr
2011: Dietmar Mascher
2010: Michael Bachner
2009: Luise Ungerboeck und Franz Schellhorn
2008: Michael Nikbakhsh
2007: Helmut A. Gansterer
2006: Renate Graber.
2005: Michael Csoklich und Eva Pfisterer.
2004: Christine Domforth.
2003: Richard Wiens.
2002: Margarete Freisinger.
2001: Walter Sonnleitner.
2000: Andreas Schnauder.
1999: Liselotte Palme.
1998: Michael Hann.
1997: Georg Wailand (Förderpreis an Regina Forster).
1996: Reinhard Göweil und Waltraud Langer.

Concordia-Preis

Die Gewinner des Concordia-Publizistikpreises 2017

Der Presseclub Concordia vergibt einmal pro Jahr den "Concordia-Preis", mit dem hervorragende publizistische Leistungen für Menschenrechte, Demokratie und insbesondere für Presse- und Informationsfreiheit gewürdigt werden. Über die Vergabe des Concordia-Preises entscheidet eine unabhängige Jury.

Kategorie Menschenrechte: Nina Strasser, Journalistin und Fotografin

Nina Strasser wurde mit dem Publizistikpreis in der Kategorie Menschenrechte geehrt, vor allem für ihre Reportage „Ein Jahr mit Günter“, für die sie ein Jahr lang in regelmäßigen Abständen den Obdachlosen Günter begleitet und seine Erlebnisse und Erfahrungen dokumentiert hat.

Kategorie Pressefreiheit: Arnd Henze, ARD-Hauptstadtkorrespondent

Arnd Henze erhält den Publizistikpreis in der Kategorie Presse- und Informationsfreiheit für seine akribische Recherche und seine journalistische Aufdeckungsarbeit rund um den Datenmissbrauch und die Aberkennung von Akkreditierungen für 32 JournalistInnen und Fotografen beim G20-Gipfel in Hamburg.

Sonderpreis: Prof. Heinz Nußbaumer, Concordia Vorstandsmitglied

Prof. Heinz Nußbaumer für seinen langjährigen und anhaltenden Einsatz für die Freiheit des Journalismus, für Ethik und höchste journalistische Seriosität mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Über den Concordia-Publizistikpreis
Der Preis, mit dem Leistungen sowohl aus dem Printbereich als auch Arbeiten aus dem Bereich der elektronischen Medien ausgezeichnet werden, wird in zwei Kategorien vergeben, die jeweils mit EUR 3.700,- dotiert sind:
  • Kategorie Menschenrechte durch die Bank Austria
  • Kategorie Pressefreiheit durch die "gemeinnützige Privatstiftung Dr. Strohmayer".

Zusätzlich zu diesem Preis kann die Jury an Hand eingereichter Vorschläge auch einen Sonderpreis mit Symbolwert für ein Lebenswerk oder für außerordentliche Verdienste im Sinne der Preisrichtlinien vergeben.

Die bisherigen Preisträger in der Kategorie "Menschenrechte"
2016: Edith Meinhart; profil
2015: Marina Delcheva, Wiener Zeitung
2014: Bernt Koschuh, Ö1
2013: Petra Ramsauer, Kriegs- und Krisenreporterin
2012: Barbara Gansfuß, Ö1
2011: Nina Horaczek, Falter
2010: Peter Resetarits, ORF
2009: Sibylle Hamann, "liga"
2008: Mary Kreutzer und Corinna Milborn, Autorinnen
2007: Burkhard Bischof, "Die Presse"
2006: Dr. Markus Müller, Ö1 - Radio
2005: Dr. Friedrich Orter, ORF
2004: Irene Brickner, "Der Standard"
2003: Elfriede Hammerl (Journalistin)
2002: Obdachlosenzeitung "Augustin"
2001: Antonia Rados (TV-Journalistin)