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Tipps und Tricks von Familien für Familien, um den Schulstart besser planen zu können

Grafik Budgeting

Back-to-School-Ausgaben

Der Herbst steht vor der Tür, und das geht unter anderem mit fallendem Laub, vielen Kürbissen vor den Wohnungseingängen und nicht zuletzt dem Schulstart einher – für Familien einerseits eine Freude, da für die Kinder der Sommerhype wieder in einen geregelten Tagesablauf übergeht, aber andererseits auch ein damit verbundener Stress mit vielen (unnötigen) Back-to-School-Ausgaben.

Wir haben Familien gefragt, wie sie das Schuljahr finanziell über die Runden bringen und welche Tipps sie haben. 

Wie verwaltet ihr euer Budget? 

Familie #1: Eine Zeit lang haben wir mit einer Excel-Tabelle unser Haushalts- und Schulbudget festgehalten, derzeit aber ehrlicherweise gar nicht. Ich weiß, wie viel Geld ich monatlich zur Verfügung habe und wie hoch die Fixkosten sind. Die restlichen Ausgaben schätze ich, und natürlich kontrolliere ich regelmäßig den Kontostand.  

Familie #2: Wir planen nicht wirklich, sondern bezahlen, was anfällt. Hefte, Bleistifte, Patronen und generell Dinge, die wir in größeren Mengen brauchen, kaufen wir im Voraus. Außerdem führen wir ein klassisches Haushaltsbuch, wo es eine eigene Spalte für Schule gibt.

Familie #3: Nein, wir besprechen kein Budget, aber ich plane 150 bis 250 Euro für den Schulstart ein. 

Was sind eure finanziellen Ziele für ein (Schul-)Jahr? 

Familie #1: Die Kinder sollten in den Genuss einer guten Ausbildung kommen, auch wenn diese etwas kostet, wie beispielsweise Musikum, Sportunterricht, Konzert- oder Theaterbesuche. Gleichzeitig dürfen die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen, und es sollte noch ein gewisser Puffer für unvorhergesehene Ausgaben übrig bleiben. 

Familie #2: Wir haben per se keine konkreten Ziele festgemacht. 

Familie #3: Ein richtiges Ziel haben wir auch nicht, aber mein Vorsatz für das Schuljahr ist, keine Markenware in Bezug auf Kleidung zu kaufen. Das ergibt keinen Sinn für mich, da die Kinder sofort wieder rauswachsen.

Wie budgetiert ihr die lustigen Dinge wie Urlaube oder Ausflüge? 

Familie #1: Folgendes Vorgehen ist bei uns üblich: 
Überlegung 1: Wie viel ist mir die Sache wert? Stimmen Kosten und Nutzen überein?
Überlegung 2: Was ist mir daran so viel wert? Kann ich das auch auf einem günstigeren Weg erreichen oder nicht? (Zum Beispiel: Welches Hotel buche ich für den Urlaub? Welche Urlaubsdestination wähle ich?) 
Überlegung 3: Stehen andere Ausgaben an, für die das freie Budget benötigt wird? Wenn ja: Vorfreude ist auch gut, dann machen wir die lustigen Dinge zu einem späteren Zeitpunkt. Wenn nein: Lustige Dinge angehen und Spaß daran haben!

Familie #2: Das gehen wir gleich an wie das Schulbudget, und wenn keine großen Ausgaben anstehen, buchen wir kurzfristig ein leistbares Quartier für uns sechs. 

Familie #3: Das Urlaubsgeld im Familieneinkommen wird für den Urlaub verwendet. Wenn der Urlaub weniger kostet, kommt der Rest aufs Depot. 

Mit welchen unerwarteten Ausgaben wart ihr im Laufe der Jahre konfrontiert?

Familie #1: Extreme Wachstumsschübe gingen einher mit zwei Paar Winterschuhen pro Winter, die Ende Februar schon wieder zu klein waren. Außerdem war im letzten Jahr der Kauf eines Computers bedingt durch Homeschooling unvorhergesehen. Ansonsten summieren sich trotz vorkalkuliertem Budget einige Schulgeldzahlungen wie Zeichen-, Bastel-, Veranstaltungsbeitrag, Elternverein, Musikum und Hefte. 

Familie #2: Die schulischen Sprachreisen sind unerwartet teuer. Außerdem gingen im vergangenen Jahr die Schultaschen früher als erwartet kaputt, und wir mussten einen Scooter kaufen, da der Bus für den regelmäßigen Nachmittagstermin der Kinder nicht gefahren ist. 

Familie #3: Wir hatten dieses Jahr Glück. Bis jetzt gab es keine unerwarteten Ausgaben. Aber ich muss auch dazusagen, dass wir so etwas wie die Schultasche in guter Qualität schon im Februar zum Geburtstag gekauft haben. Alles im laufenden Schuljahr, das nicht mehr als 50 Euro im Monat ausmacht, ist eigentlich eingeplant. Aber hier haben wir aus der langjährigen Routine gelernt. Dieses Jahr geht es von der Volksschule ins Gymnasium, da planen wir jetzt schon etwas mehr ein. 

Wie bekommt man die ganze Familie an Bord, um im Rahmen des Budgets zu arbeiten?

Familie #1: „Weniger ist mehr“ wird bei uns generell eher als Bereicherung gesehen und wurde von allen mehr oder weniger automatisch übernommen. Uns ist Nachhaltigkeit sehr wichtig, daher wissen die Kinder, dass sie zum Beispiel die Schultasche einige Jahre verwenden und beim Kauf auch daran denken müssen, ob ihnen in der 4. Klasse Volksschule die rosa Glitzereinhornschultasche wirklich auch noch gefällt. 

Familie #2: Wir versuchen allgemein, die Ausgaben in Grenzen zu halten, und sprechen darüber auch mit den Kindern. Wenn wir große Ausgaben haben, dann versuchen wir alle, gemeinsam zu sparen und keine großen Forderungen zu stellen.

Familie #3: Mein Mann und ich sind grundsätzlich eher sparsam, wahrscheinlich übertragen wir das so gleich auf die Kinder. 

Habt ihr sonst noch Tipps? 

Familie #1: Es muss nicht alle zwei Jahre ein neues Handy sein. Das Kaufen der Jause in der Schule soll etwas Besonderes bleiben. Bei den „kleinen“ Dingen zu sparen ist für uns als Familie selbstverständlich – das hat aber auch mit Nachhaltigkeit und Wertschätzung zu tun. Wir kochen saisonal und regional, gehen selten essen, und wenn doch, dann ist es für die Kinder normal, dass sie – solange sie im Kindergartenalter sind – ein eigenes Getränk bekommen und ansonsten mit uns „mitessen“ (Räuberteller). 

Bezüglich Kleidung setzen wir auf weniger, aber qualitativ hochwertige Sachen, und wir verwenden eine private „Kinderkleider-Tauschbörse“ mit einer Bekannten, die für ihren Sohn von mir die gebrauchte Kleidung unseres Sohnes erhält, und ich bekomme dafür die Kleidung ihrer Tochter für unsere Tochter. 

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Tipps und Tricks zum Sparen

Ob unerwartet Ausgaben, Urlaube oder einfach nur Heft, Stift und Schultasche: Es kommt immer was zusammen. Jede Familie handhabt das Back-to-School-Budgetieren anders, doch allen ist gemeinsam, dass sie an den unterschiedlichsten Ecken Tipps und Tricks zum Sparen haben. Sei es, den Kauf der Jause zu etwas Speziellem zu machen, die Schultasche vorausschauend zu bestellen oder bei Markenkleidung einzusparen: Familien wissen Bescheid. „Back to school“ heißt nicht „back to spending money“. Und mit dem Ersparten ist vielleicht das nächste Upgrade im Urlaub gerettet.

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