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Aus heutiger Sicht können wir noch nicht sagen, wie die Entscheidung zwischen EU und Großbritannien final aussehen wird. Der geregelte Austritt des Vereinigten Königreichs erfolgte mit 31.1.2020. 

Für den Fall des geregelten Austritts, wurde im Austrittsvertrag eine Übergangsphase bis zum 31.12.2020 vereinbart. Während dieser Übergangsphase wird das Vereinigte Königreich weiterhin wie ein EU-Mitgliedsstaat behandelt, weshalb es aus Zahlungsverkehrssicht bis zum Ende des Jahres zu keinen Änderungen kommen würde. 

Die Übergangsphase dient vorrangig dazu, langfristig klare Verhältnisse zwischen den Briten und der EU mit einem neuen Abkommen zu schaffen. Das bedeutet, dass mit Februar 2020 erneut Verhandlungen über den eigentlichen Inhalt des Austrittsabkommens gestartet wurden.

Sollte es bis zum Ende der Übergangsfrist – die einmalig bis max. Ende 2022 verlängert werden kann – zu keiner Einigung kommen, sehen wir aus Zahlungsverkehrssicht folgende mögliche Szenarien: 

 

Szenario 1

Großbritannien bleibt in der EU und im EWR

  • Großbritannien ist weiterhin über SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften erreichbar.
  • Die EU-Preis-Verordnung 2560/2001 - Preisgleichheit innerhalb der EU bzw. des EWR analog Inlandszahlungen bei Eurozahlungen bleibt weiterhin bestehen.
     
Szenario 2

Großbritannien ist weiterhin über SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften erreichbar, jedoch sind die Zahlungen nicht mehr preisreguliert.

Somit fallen ab sofort Zahlungsverkehrsspesen - analog zu Zahlungen in bzw. aus Nicht-EU-/EWR-Staaten -  an. 
Für Zahlungstransaktionen werden die jeweils aktuellen Auslandsspesen verrechnet. 

Welche Zahlungen sind betroffen?

  • Zahlungen mit Auftraggeber- oder Empfänger-IBAN beginnend mit "GB" (Großbritannien und Nordirland) oder "GI" (Gibraltar)
  • Zahlungen mit Auftraggeber- oder Empfänger-BIC an Stelle 5 und 6 mit "GB" oder "GI"

Erforderliche Adressangaben (gemäß der Geldtransfer-Verordnung 2015/847):
Bei Überweisungen und Lastschriften ist die Adresse des Zahlungspflichtigen anzugeben:

  • Bei Überweisungen werden die Auftraggeber-Daten inklusive Adresse automatisch von uns ergänzt. 
  • Bei Lastschriften ist die Adresse des Zahlungspflichtigen vom Lastschrifteinreicher zwingend anzugeben. Die Adresse des Zahlungspflichtigen muss daher in Ihrer Debitorenbuchhaltung vorhanden sein.
     
Szenario 3

Großbritannien verlässt nicht nur die EU/den EWR, sondern auch den SEPA-Raum.

Dieses Szenario können wir aufgrund der Entscheidung des Europäischen Zahlungsverkehrsausschusses (European Payments Council, abgekürzt EPC) vom 7. März 2019 ausschließen.

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