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Die Formel E treibt den Technologischen Wandel in der Elektromobilität mit High Speed voran und zeigt, dass Motorsport-Events auch nachhaltig sein können.

Die Formel E ist die neue Welt im Motorsport: Die Rennwagen werden mit leise surrenden Motoren im nächsten Jahr wieder um die Wette flitzen. Denn der vom spanischen Unternehmer und Ex-Politiker Alejandro Agag gegründete Sportevent hat es innerhalb von nur wenigen Jahren geschafft, sich weltweit als alternative Rennserie zur Formel 1 zu etablieren. Immer mehr große Autohersteller steigen bei klassischen Motorsportveranstaltungen aus und konzentrieren sich auf die Elektrorenner.

Die Prioritäten in der Formel E sind klar. Es ist der Versuch, die technologische Revolution in der Elektromobilität voranzutreiben und so Motorsport nachhaltig zu gestalten. „Denn technologische Entwicklungen werden entscheidend sein, um den Kampf gegen den Klimawandel mit einem nachhaltigen und ausgewogenen Wirtschaftswachstum vereinbar zu machen“, sagt Formel-E-Gründer Agag.

Deshalb setzen auch die Hauptsponsoren wie ABB oder die voestalpine auf die neue Rennserie. Ziel der Partnerschaft des Linzer Stahlkonzerns und Automobilzulieferers ist es, mit der Formel E gemeinsam die Elektromobilität weiterzuentwickeln sowie den Technologietransfer zwischen Zulieferern, Herstellern und Nutzern voranzutreiben. Und damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn Formel-E-Gründer Agag ist überzeugt: „Die Reduzierung der globalen Emissionen durch Elektromobilität ist ein Beispiel dafür, was die technologische Forschung für die Umwelt tun kann. Unter dieser Prämisse wurde 2011 die Idee der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft konzipiert. Sie zeigt, dass der Elektroantrieb eine nachhaltige Alternative zu Verbrennungsmotoren und zu konventionellen Rennveranstaltungen ist.“

Nachhaltigkeit, das bedeutet nicht zuletzt auch kleinere Mannschaften, die den Reiseaufwand durch die Welt reduzieren. Zum Vergleich: Ein großes Formel-1-Team umfasst rund 950 Beschäftigte. Ein Formel-E-Rennstall umfasst nur ungefähr 110 Personen. Und weitere Beispiele für Nachhaltigkeit in der Formel E: Die Batterie, die in der Regel eine komplette Saison durchhält, wird anschließend für Testfahrten genutzt. Und sie wird am Ende ihrer Lebensdauer komplett zerlegt, alle Materialien und Metalle getrennt, und so dann recycelt. Es kommen pro Saison auch nur zwei Sätze Hybridreifen zum Einsatz. Sie sind für jede Wetterbedingung geeignet und werden am Saisonende ebenfalls zu 100 Prozent der Wiederverwertbarkeit zugeführt. Der Material- und Transportaufwand für Reifen während der Rennsaison wird dadurch im Vergleich zu anderen Motorsportarten um bis zu 50 Prozent reduziert.

Besonders junge Fans begeistern sich für die wilde, aber leise Hatz der Elektro-Boliden. 72 Prozent aller Follower in den sozialen Netzwerken sind jünger als 35 Jahre. Befördert wird dies durch besondere Möglichkeiten der Motorsport-Begeisterten aktiv in das Rennen eingreifen zu können. Durch den Fanboost beispielsweise erhalten Fahrer über eine Online-Abstimmung einen zusätzlichen Energieschub, der ihnen im Rennen mehr Speed als anderen Piloten verleiht. Und nicht zuletzt spricht die „Race at Home Challenge“ ein junges Publikum an. Dabei duellieren sich „SimRacer“ auf den Original-Rennstrecken virtuell auf den Bildschirmen ihrer Computer zu Hause. Die Jugend ist die erklärte Zielgruppe der Formel E: Bei ihr fließt weniger Benzin im Blut, sondern vielmehr das Bedürfnis einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Und die von ihnen in Zukunft gekauften Fahrzeuge werden ganz klar vermehrt Elektroautos sein.

Mobilitätsexperte Ronny Rockenbauer, Pubbles Film GesmbH, über die Bedeutung der Formel E für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen.

"Der Technologie-Transfer ist enorm"

Mobilitätsexperte Ronny Rockenbauer, Pubbles Film GesmbH

Welche technologischen Erkenntnisse oder Entwicklungen können von der Formel E für die „alltagstaugliche“ Elektromobilität gewonnen werden?
Motorsport ist grundsätzlich wohl das härteste Labor der Autoindustrie. Genauso ist es natürlich auch bei der Formel E. Hier hat die Serienproduktion von Elektroautos in unheimlich vielen Bereichen von den Erkenntnissen dieser Rennserie profitiert. Und das nicht nur bei den Fahrzeugen an sich, sondern speziell auch beim Thema der Ladung, der Speicherung und der Rückgewinnung.

Die voestalpine ist einer der Hauptsponsoren. Was bringt das einem Stahlkonzern?
Natürlich liegt es für einen Ladeinfrastruktur-Spezialisten wie ABB als Hauptsponsor viel mehr auf der Hand sich hier zu engagieren. Denn der Technologie-Transfer ist enorm. Bei der voestalpine ist es wohl eher der Image-Transfer einer modernen und publikumswirksamen Veranstaltungsreihe, die genau dort ist, wo auch die Menschen sind.

Welche österreichischen Unternehmen wie etwa automotive Zulieferbetriebe können von der Formel E profitieren?
Entwicklungstechnisch setzt man bei der Formel E natürlich auf die Besten der Besten. Und genau dann, wenn es um höchste Qualität und um Entwicklungsgeist geht, haben österreichische Spezialisten im Zulieferbereich bei den unterschiedlichsten Themen große Chancen. Dafür ist Österreich bekannt, dafür sind wir als kleines Land weltberühmt.

Der Rennmodus hat sehr komplexe Regeln wie Normal Mode, Attack Mode, Fanboost usw. Welche Überlegungen stecken dahinter?
Die Formel E ist eher ein Unterhaltungs-Format für die ganze Familie. Im Gegensatz zu anderen Rennveranstaltungen müssen die Fans nicht zu den Sportstätten, die Veranstaltung kommt zu den Menschen. Bei den Rennveranstaltungen wird ein riesiges Feuerwerk an Emotionen abgeschossen. Schnell, sauber, leise und spannend.

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