Wichtige Kundeninformation zu FremdwährungsKrediten:
Die Bank Austria empfiehlt allen Kund:innen mit FremdwährungsKrediten, risikoreduzierende Maßnahmen zu ergreifen!
Viele österreichische Kreditnehmer:innen haben auf die nachteilige Währungsentwicklung bereits reagiert und ihr persönliches Risiko durch Konvertierung in den Euro reduziert.
Das Volumen an Krediten in Schweizer Franken an private Haushalte in Österreich, das fast 99 Prozent des Fremd-währungsvolumens ausmacht, ist von Ende 2008 bis September 2025 um 85,5 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro zurück-gegangen. Noch stärker fiel der Abbau des Kreditvolumens in japanischen Yen aus: Das Volumen in Yen reduzierte sich im selben Zeitraum um 98 Prozent von 2,1 Mrd. Euro auf 47 Mio. Euro.

Quelle: OeNB, UniCredit; Stand 15.06.2025
Wollen auch Sie das Risiko eines weiteren Verlustes durch Abwertung des Euro oder des Tilgungsträgers ausschließen, empfehlen wir Ihnen die Vereinbarung eines Beratungsgesprächs mit unseren Fremdwährungs-Kredit- Expert:innen, um mögliche, zu Ihnen passende Maßnahmen zu besprechen.
Individuelle Beratung mit unseren Expert:innen
Unsere FremdwährungsKredit-Expert:innen sind speziell für dieses Thema ausgebildete Berater:innen.
Gemeinsam mit Ihnen suchen wir in dieser unsicheren Situation eine speziell auf Sie maßgeschneiderte Lösung. Folgende risikoreduzierende Varianten stehen Ihnen beispielsweise offen:
- gänzlicher Umstieg auf Euro mit entsprechender Ratenzahlung
- Teilkonvertierung (Konvertierung eines Teils des Kredites in Euro, der Rest bleibt in Fremdwährung)
- Teilrückführung des Kredites durch Einbringung von Tilgungsträgern.
Nachdem die individuellen Lebenssituationen unterschiedlich sind, ist es nicht möglich, eine allgemein gültige Empfehlung abzugeben. Unsere Expert:innen beraten Sie daher gerne umfassend über alle Möglichkeiten zur Risikoreduktion, damit Sie die für Sie persönlich passendste Variante wählen können.
Es ist uns wichtig, die Überlegungen zu Ihrem FremdwährungsKredit mit einigen begleitenden Informationen zu unterstützen.
Wechselkurse
Prognosen in der Ökonomie im Allgemeinen und Wechselkursprognosen im Speziellen sind naturgemäß mit großen Unsicherheiten behaftet. Die folgenden Grafiken, welche die Wechselkurse CHF/EUR, USD/EUR und YEN/EUR seit 2006 darstellen, zeigen die große Schwankungsbreite.
Die vergangenen Jahre waren geprägt von einer Reihe globaler Krisen: die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, eine Phase sehr hoher Inflation, die Eskalation im Nahostkonflikt sowie die erratische Zollpolitik der US-Regierung unter Präsident Trump. Einige dieser Faktoren wirken weiterhin nach und beeinflussen die weltwirtschaftliche Entwicklung. Wir gehen davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 mit über 3 Prozent weiterhin robust bleibt, begleitet allerdings von anhaltend hohen geopolitischen Unsicherheiten.
In wirtschaftlich und politisch unsicheren Zeiten gilt der Schweizer Franken traditionell als sicherer Hafen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich der seit April 2018 bestehende Aufwärtstrend des Schweizer Franken gegenüber dem Euro fortsetzt. Dies würde das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite, umgerechnet in Euro, weiter erhöhen.

Zinsen & Geldmarkt
Der EZB-Rat hat am 18. Dezember 2025 beschlossen, die drei Leitzinsen der EZB unverändert zu lassen. Die aktuali-sierte Einschätzung bestätigt, dass sich die Inflation mittelfristig auf dem Zielwert von 2 % stabilisieren sollte. Die Einlagefazilität (siehe Glossar) - der wichtigste Zinssatz, mit dem der EZB-Rat den geldpolitischen Kurs steuert - liegt weiterhin bei 2,00 % und die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte bzw. die Spitzenrefinanzierungs-fazilität belaufen sich auf 2,15 % bzw. 2,40 %. (Stand 18. Dezember 2025).
Die neuen Schätzungen der EZB zeigen, dass die Gesamtinflation im Durchschnitt bei 2,1 % im Jahr 2025, 1,9 % im Jahr 2026, 1,8 % im Jahr 2027 und 2,0 % im Jahr 2028 liegen dürfte.
Der Zehn-Jahres-Euro-Swap als Fixzinsindikator ist in den letzten Wochen wieder gestiegen und wird auch in Zu-kunft voraussichtlich volatil bleiben (siehe Chart).
Die EU-Kommission erließ am 8. Juni 2016 die Benchmark-Verordnung über Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwerte verwendet werden. Die wichtigsten Referenzwerte waren bisher die LIBOR-Zinssätze in Schweizer Franken, US-Dollar, Japanischen Yen und Britischen Pfund, deren tägliche Berechnung zum Teil am 31.12.2021 endete. Die LIBOR-Zinssätze werden durch alternative Referenzwerte / Nachfolgeindikatoren wie zum Beispiel den SARON beim CHF ersetzt. Im ersten Halbjahr 2023 wurde der YEN Libor durch den TONAR und der GBP Libor durch den SONIA ersetzt. Mit Ende Juni 2023 folgte auch die Ablöse des USD-LIBOR durch den SOFR (siehe Glossar).

Unser aktuelles Zins-Angebot an Sie
Bei Komplettumstieg auf eine Euro-Finanzierung mit entsprechender Ratenzahlung können wir Ihnen auch Fixzinssätze anbieten. Das bedeutet: Sie sichern sich die Fixzinssätze für die vereinbarte Laufzeit; Ihre Ratenzahlung ist ebenso fixiert und damit planbar.
Die aktuellen Fixzinssätze bis zu 20 Jahre können Sie jederzeit bei Ihrem:Ihrer Betreuer:in oder unseren FremdwährungsKredit-Expert:innen erfragen.
Zusätzlich bietet Ihnen die Bank Austria diverse Sonderkonditionen an, wenn Sie weitere risikoreduzierende Maßnahmen ergreifen möchten.
Entwicklung Tilgungsträger
Neben Wechselkurseffekten und dem Zinsunterschied zwischen Euro und Fremdwährung spielt auch die Perfor-mance (Entwicklung) des jeweiligen „Tilgungsträgers“ eine entscheidende Rolle. Dessen Erlös wird am Ende der Laufzeit zur Kapitalrückzahlung verwendet.
Im September 2025 waren 85 Prozent der in Österreich vergebenen Fremdwährungskredite an Haushalte endfällig und 92 Prozent davon waren mit einem Tilgungsträger versehen. Aufgrund der mehrere Jahre andauernden niedri-gen Renditen (Erträge) bei festverzinslichen Wertpapieren bis zum Sommer 2022 und den großen Schwankungen an den Aktienmärkten blieb die Performance der Tilgungsträger im langjährigen Durchschnitt allerdings unter den Erwartungen. Dies kann am Ende der Laufzeit zu einer erheblichen Lücke zwischen dem offenen Kreditbetrag und dem prognostizierten Tilgungsträger-Erlös führen.
Nach dem pandemiebedingten Einbruch der Aktienmärkte von Mitte Februar bis Mitte März 2020 setzte zunächst eine starke Erholung ein. Diese wurde jedoch beim Ausbruch des Ukraine-Kriegs abrupt unterbrochen. Im Herbst 2023 und Frühjahr 2024 beflügelten die Hoffnungen auf sinkende Zinsen sowie der Hype um künstliche Intelligenz (KI) die Märkte erneut.
Nach der Wiederwahl von Donald Trump ("Trump 2.0") setzten die Indizes zu einer weiteren Rallye an. Am 2. April 2025, dem sogenannten „Liberation Day“, kündigte Trump jedoch umfangreiche Zollerhöhungen an, was erhebli-che Turbulenzen an den globalen Börsen auslöste. Die Verluste aufgrund der Zollankündigungen im April 2025 wurden sowohl im Euro Stoxx 50 (Leitindex des Euroraums) als auch im ATX (mit rund 20 börsennotierten öster-reichischen Großunternehmen) vollständig kompensiert. Beide Indizes haben inzwischen neue Höchststände er-reicht (siehe Grafik).
Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten werden jedenfalls auch in Zukunft bestehen - eine gute Gelegenheit, bestehende Tilgungsträger aktuell neu zu bewerten und gegebenenfalls zu optimieren.

Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.
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Stand: Dezember 2025
Diese Information ist eine Marketingmitteilung und keine Finanzanalyse. Unsere Einschätzung basiert auf öffentlichen Informationen, die wir als zuverlässig erachten, für die wir aber keine Gewähr übernehmen. Es handelt sich um Wertentwicklungen und Wirtschaftsdaten in der Vergangenheit bzw. aktuelle Prognosen über solche Wirtschaftsdaten. Wir weisen darauf hin, dass diese keine verlässlichen Indikatoren für künftige Entwicklungen sind. Trotz sorg-fältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit des Inhalts übernommen werden. Irrtum und Satzfehler vorbehalten.
| Einlagefazilität: Zinssatz, zu dem die Geschäftsbanken im Eurosystem Zentralbankengeld bis zum nächsten Geschäftstag bei den nationalen Zentralbanken anlegen können. |
| Hauptrefinanzierungssatz: Zinssatz, zu dem das Eurosystem den Banken gegen Hinterlegung von Sicherheiten Zentralbankgeld zur Verfügung stellt. |
| Spitzenrefinanzierungsfazilität: Zinssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken im Eurosystem von der Zentralbank Liquidität bis zum nächsten Geschäftstag gegen notenbankfähige Sicherheiten beschaffen können. |
| SOFR (Secured Overnight Financing Rate): Zinssatz für in US-Dollar ausgegebene besicherte Kredite mit einer Laufzeit von 1 Tag (Overnight). |
| TONAR (Tokio Overnight Average Rate): Zinssatz, zu dem ausgewählte Finanzinstitute einander Kredite in Japanischen Yen mit Laufzeit 1 Tag (Overnight) gewähren. |
| SARON (Swiss Average Rate Overnight): Zinssatz für in Schweizer Franken ausgegebene besicherte Kredite mit einer Laufzeit von 1 Tag (Overnight). |
| SONIA (Sterling Overnight Index Average): Zinssatz, zu dem ausgewählte Finanzinstitute einander Kredite in Britische Pfund mit Laufzeit 1 Tag (Overnight) gewähren. |