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Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG)

Mit 01.11.2009 trat das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) in Kraft. Dadurch wird die EU-Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt ("Payment Services Directive", kurz PSD) in Österreich umgesetzt. Das ZaDiG ist in erster Linie ein Regelwerk zur Stärkung der Verbraucherinteressen und stellt eine gemeinsame rechtliche Basis in der Europäischen Union für einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum dar.

Für Privatkundinnen bzw. Privatkunden kommt es zu wichtigen Verbesserungen insbesondere im Zahlungsverkehr und bei Zahlungskonten1).

Vorteile für Privatkunden:

  • Garantierte Überweisungsdauer bis zur Bank der Empfängerin bzw. des Empfängers
  • Grundsatz Buchungstag ist Wertstellungstag
  • Entfall von Gebühren bei Vertragsbeendigung
  • Aliquotierung von Quartalsgebühren bei Vertragsbeendigung und -beginn¬†
  • Neue Haftungsbegrenzungen
  • Erweiterte Rechte bei Lastschriften
§
Fußnoten & Rechtliche Informationen

1) Jedes Konto, über das der Kontoinhaber im Rahmen der genannten Zahlungsdienstleistungen verfügen und welches er für die Ausführung von solchen Zahlungsdienstleistungen nutzen kann, wie z. B. Girokonten,¬†nicht aber z. B. Sparbücher, Kredit- und Wertpapierverrechnungskonten.

 

Mit dem Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) wurde die EU Richtlinie "Payment Services Directive"- PSD in österreichisches Recht umgesetzt.

Die Ziele dieser Bestimmung auf einen Blick

  • Bildung einer rechtlichen Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarktes für den Zahlungsverkehr.
  • Grenzüberschreitende Zahlungen sollen so einfach, effizient und sicher wie "nationale" Zahlungen innerhalb der Mitgliedstaaten werden.
  • Erhöhung des Wettbewerbs durch Öffnung der Zahlungsverkehrsmärkte für neue Anbieter (Zahlungsdienstleister).
  • Schaffung der erforderlichen rechtlichen Basis für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA - Single Euro Payments Area ).
  • Schrittweise Umstellung des beleghaften Zahlungsverkehrs in einen beleglosen (elektronischen) Zahlungsverkehr, um die Kosten und Ausführungszeiten der Zahlungstransfers zu senken.

Unterschied zwischen ZaDiG, PSD und SEPA?

Das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) ist die Umsetzung der EU Richtlinie "Payment Services Directive" (PSD) in österreichisches Recht. Die PSD enthält die Grundlagen für die Verwirklichung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs und gilt für alle Währungen der Mitgliedsstaaten. SEPA betrifft nur EURO Zahlungen der heutigen 17 Euroländer. Zusätzlich werden auch die übrigen 11 EU-Länder plus Norwegen, Island, Liechtenstein, Monaco und die Schweiz mit ihren Eurozahlungen einbezogen.

Die Bank Austria bietet Ihnen schon jetzt eine breite Palette an Electronic Banking bzw. Cash Management - Produkten an, die laufend an die technische Entwicklung angepasst werden, um Ihnen eine effiziente Abwicklung Ihrer Geschäftstätigkeit auch in Zukunft zu ermöglichen.

Auswirkungen des ZaDiG auf Buchungs- und Valutadatum

Aufgrund des Zahlungsdienstegesetzes (ZaDiG) dürfen seit 1.11.2009 Überweisungen erst am Valutatag dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden.

In diesem Zusammenhang wollen wir Sie darauf hinweisen, dass Sie bei der Bank Austria z.B. für Gehaltsüberweisungen weiterhin die Empfängervaluta anführen können und uns die Aufträge wie bisher schon einige Tage vorweg erteilen können. Damit stellen Sie sicher, dass Ihnen der Betrag nicht zu früh abgebucht wird und die Empfänger der Zahlungen diese bereits am Beginn des Valutatages auf ihren Konten gebucht haben.

Weiters kommt es am Monatsende aufgrund von später gebuchten Bezügen auf Privatkonten zu geringeren Kontodeckungen, was zu einer erhöhten Anzahl von Retouren führen kann.

Wir empfehlen Ihnen, dies auch bei der Einreichung Ihrer Lastschriften und Einzüge zu berücksichtigen.