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Kinder & Jugend

Hilfe für Jugendliche in Not

Kinder und Jugendliche brauchen unseren Schutz und unsere Hilfe. Sie brauchen Geborgenheit und Liebe. Doch für viele Jugendliche sieht der Alltag ganz anders aus: Überforderte Eltern, Gewalt in der Familie, Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit.

Auch in Österreich sind Krisensituationen bei Jugendlichen keine Seltenheit. Sie entstehen durch mangelnde familiäre Unterstützung, mangelnden Rückhalt. Viele Eltern sind gar nicht in der Lage, die entsprechende finanzielle und – vor allem – emotionale Unterstützung zu bieten. 

Jugendliche, die aus diesen tristen Verhältnissen fliehen wollen, stehen oftmals auf der Straße - ohne Wohnung und Arbeit. Die Caritas bietet jungen Menschen in Not Hilfe durch Notschlafstellen, betreute Wohnungen, umfassende Beratung und Unterstützung bei der Jobsuche. Ziel ist es, konkrete Ankerpunkte und individuelle Unterstützungen anzubieten.

Jugendnotschlafstellen

Die Caritas Notschlafstellen in Wien, Graz und Salzburg nehmen Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren (in Ausnahmefällen bis 21 Jahren) auf und bieten einen kurzfristigen Schutz- und Erholungsraum. Egal warum die Jugendlichen keine andere Übernachtungsmöglichkeit haben, die Notschlafstellen stehen allen Jugendlichen offen.

Hier können die Mädchen und Burschen essen, duschen, persönliche Sachen aufbewahren, Wäsche waschen - wenn nötig bekommen sie auch frische Kleidung.

Betreutes Wohnen

Sowohl Jugendliche mit schwierigem sozialen Hintergrund als auch Jugendliche mit Beeinträchtigungen finden längerfristige Hilfe in betreuten Wohneinrichtungen der Caritas.

Viele Menschen mit Behinderung benötigen nur bei der Organisation des Alltages Unterstützung und in der Nacht keine unmittelbar anwesende Betreuungsperson. Das Angebot der Caritas im Bereich „begleitetes Wohnen“ bietet den Rahmen für mehr Individualität und ein selbstbestimmtes Leben.

Beschäftigungsprojekte bzw. Ausbildung

Um jungen Menschen eine Tagesstruktur zu schaffen, eine sinnvolle Tätigkeit und ein therapeutisches Taschengeld zu ermöglichen sowie deren Einstieg ins Erwerbsleben zu erleichtern, bietet die Caritas in zahlreichen Beschäftigungsprojekten sinnvolle Betätigung.

Sie soll helfen, Jugendlichen einen Weg aus der Resignation in die Arbeitswelt zu zeigen.

Die Bank Austria unterstützt im Rahmen ihrer langjährigen Kooperation mit der Caritas immer wieder in ganz Österreich Einrichtungen und Projekte wie die auf dieser Seite beschriebenen, die sich um die Probleme von Kindern und Jugendlichen annehmen.

mehr Informationen zu den Jugendnotschlafstellen

Salzburg: Jugendnotschlafstelle (Exit7) und Tagesbetreuung für obdachlose Jugendliche (7days)
In Salzburg steigt die Zahl der Jugendlichen, die auf der Straße landen, seit Jahren. Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren finden im Exit7 einen Platz zum Schlafen. Um die Jugendlichen nicht in der Früh wieder auf die Straße schicken zu müssen, wurde im Dezember 2009 mit einer Tagesbetreuung gestartet.

Das "7days" bietet den Jugendlichen neben einer Grundversorgung mit Essen auch Beschäftigungs-, Informations- und Freizeitangebote sowie Beratung und Begleitung. In der Tagesstruktur sollen die Jugendlichen in kleinen Schritten an alltägliche Strukturen herangeführt werden, in die sie Vertrauen fassen können. Wer bislang auf allen Arbeitsplätzen oder in der Schule gescheitert ist, lernt hier Ausdauer, Pünktlichkeit und Freude darüber, dass etwas gelungen ist.

Steiermark: "Schlupfhaus" für Jugendliche
Rund 300 Jugendliche suchen pro Jahr im Grazer Schlupfhaus Hilfe. Die Gründe dafür sind so vielfältig, wie die Jugendlichen selbst: Manchmal geht es um Beratung wegen Handy-Schulden oder "nur" um einen Schlafplatz für eine Nacht. Oft sind es aber auch Schwierigkeiten und Konflikte in der Familie, die es für die Jugendlichen unmöglich machen, noch länger dort zu bleiben.

Das "Schlupfhaus" bietet Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren mit einer Anlauf- und Notschlafstelle, Beratung sowie einer mobilen Wohnbegleitung umfassende Hilfe in diesen Krisensituationen. Im Schlupfhaus treffen die Jugendlichen auf verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, mit denen sie nach neuen Perspektiven suchen und gemeinsam Ressourcen erschließen können.

Wien: a_way, Notschlafstelle für Jugendliche
a_way ist eine Notschlafstelle für obdachlose Jugendliche von 14 bis 21 Jahren am Wiener Westbahnhof. Pro Nacht können zehn Jugendliche beiderlei Geschlechts in zwei getrennten Schlafräumen nächtigen, Mädchen werden bei Bedarf bevorzugt aufgenommen.

A_way bietet aber nicht nur die Möglichkeit der Nächtigung. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beraten und unterstützen die Jugendlichen bei der Lösung ihrer Probleme, bieten Information über weiterführende Angebote (MAG 11, Drogenberatungsstellen, AMS, Therapie – und Gesundheitseinrichtungen, usw.) und vermitteln und begleiten die Jugendlichen auch dorthin. 

Pinar, 18, ist zum ersten Mal in einer Notschlafstelle. Die Kindheit hat sie in Serbien bei den Großeltern verbracht, während ihre junge Mutter in Österreich arbeiten musste, um die Familie zu ernähren. Als sie Pinar, die inzwischen schon 7 Jahre alt ist, endlich zu sich nach Wien holen kann, ist die Verbindung zwischen den beiden schon zerstört.
Die Mutter hat einen neuen Mann, von dem sie ein Kind erwartet. Pinar hat das Gefühl überflüssig und nicht Teil der Familie zu sein. Die Familie ignoriert und beschimpft sie. Mit 17 verliert Pinar ihren Ausbildungsplatz. Pinar steht mit einer großen Tasche vor unserer Türe. Darin ist alles was sie noch besitzt. Als sie von a_way in eine andere Notunterkunft ziehen muss, hält sie trotzdem den Kontakt. Gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin kann sie nur wenige Wochen später ihre eigene kleine Wohnung besichtigen.

 

mehr Informationen zum betreuten Wohnen

Niederösterreich: Betreutes Wohnen für junge Menschen mit Behinderungen

Die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung wird durch die richtige Wohnform entscheidend beeinflusst. In den Wohnhäusern für Menschen mit Behinderungen ist rund um die Uhr eine Betreuungsperson anwesend.

Die umfassende Betreuung durch professionelle Fachkräfte ermöglicht auch Menschen mit schwersten Behinderungen ein selbständiges Leben außerhalb des Elternhauses zu führen. Solche Wohnhäuser der Caritas der Diözese St. Pölten befinden sich an elf Standorten in Niederösterreich.

Martin ist 23 Jahre alt. Bis vor kurzem lebte und wohnte er bei den Eltern. Martin hat die Sonderschule besucht. Wegen seiner Lernschwäche und seiner kognitiven Behinderung konnte er keine Lehrstelle finden. Nun kann er nicht mehr zu Hause leben. Schweren Herzens musste die Mutter einsehen, dass Martin – trotz seiner Behinderung – den eigenen Weg gehen muss.

Martin lebt nun in einem betreuten Wohnhaus der Caritas und arbeitet jetzt in der Caritas Werkstatt in der Nachbargemeinde. "Martin blüht in der Wohngruppe richtig auf", sagt sein Behindertenbetreuer.

Kärnten: Antonius Kinderheim in Treffen

Das Antonius Kinderheim in Treffen bei Villach betreut 50 Mädchen und Buben mit sozialen bzw. emotionalen Defiziten, welche auf traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit zurückzuführen sind.

Pädagogische Expertinnen und Experten kümmern sich um die Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren mit leichten bis mittleren Formen von Verhaltensauffälligkeiten, um ihnen eine gewaltfreie Zukunft zu ermöglichen.

Stefan ist 12 Jahre alt und besucht die 1. Klasse (fünfte Schulstufe) der Allgemeinen Sonderschule in Treffen. Der Vater von Stefan ist schon verstorben, Stefans Mutter wird von Seiten des Betreuerteams als sehr liebevoll und bemüht beschrieben werden, aber mit starken kognitiven Defiziten. Daher war eine Fremdunterbringung für Stefan notwendig.

Stefan ist eher schüchtern und scheu, hat mangelndes Selbstbewusstsein und braucht einige Zeit, bis er "auftaut". Er fällt vor allem durch seine freundliche Art positiv auf. Bei seinen Gruppenkollegen ist er sehr beliebt, da mit ihm ein angenehmes und schönes Spielen möglich ist.

 

 

mehr Informationen zu den Beschäftigungsprojekten

Tirol: "Abrakadabra" - Arbeitsprojekt für Drogenabhängigkeitserkrankte

Das Arbeitsprojekt "Abrakadabra" richtet sich an junge Menschen, die Drogen konsumieren bzw. in einem Substitutionsprogramm sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zwischen 17 und 35 Jahre alt. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Projekt ist, die Absolvierung der Schulpflicht, Arbeitswille, Arbeitsfähigkeit und Pünktlichkeit.

Ziel ist es, den jungen Menschen durch stundenweise Beschäftigung eine Tagesstruktur zu vermitteln, sie sozialarbeiterisch zu begleiten und ihnen die (Wieder)Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Vorarlberg: Arbeitsprojekt "Startbahn"

Das Arbeitsprojekt "Startbahn" ermöglicht arbeitslosen Jugendlichen und SchulabbrecherInnen einen Weg aus der Resignation (zurück) in die Arbeitswelt. Denn viele dieser Jugendlichen kennen keinen geregelten Tagesablauf, haben keinen Schulabschluss und scheinen in der Statistik gar nicht auf.

Unter fachkundiger Anleitung stellen sie einfache Produkte aus Holz her, restaurieren Möbel und gewinnen durch das Erledigen von Auftragsarbeiten an Selbstvertrauen. Zudem helfen begleitende SozialarbeiterInnen den Jugendlichen sich an einen geregelten Arbeitsalltag zu gewöhnen und so die Chance auf einen fixen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu bekommen.

Die "Startbahn" erledigt Auftragsarbeiten verschiedener Vorarlberger Industriebetriebe, bei Bedarf auch direkt in den Unternehmen. Eine dieser Firmen ist die Firma RattPack in Dornbirn.

Laurin G., 17, hat durch die "Startbahn" erste Kontakte mit der Firma Ratt geknüpft. Der Beruf des Druckers hat ihn so fasziniert, dass er das Angebot einer Lehrstelle sofort angenommen hat und über die Entscheidung heute noch froh ist: "Für mich war das eine absolut glückliche Fügung – ich habe einen super Job."

Burgenland: "Ein-Laden" - ein Genuss-Laden im Caritas Sozialzentrum Haus Lisa in Deutschkreutz im Mittelburgenland

Im Sozialzentrum Haus Lisa in Deutschkreutz ist ein neuartiges Projekt mit den jugendlichen Bewohnerinnen und Bewohnern mit besonderen Bedürfnissen geplant: Ein "Verkaufsladen", ausgestattet mit Produkten aus der Behindertenwerkstätte des Sozialzentrums und Produkten regionaler bäuerlicher Direktvermarkter, befindet sich seit Januar im Entstehen.

Grundgedanken des Projekts für Jugendliche sind die Integration unserer jugendlichen BewohnerInnen mit den KundInnen aus der Region sowie die Erfahrung der Wertschätzung ihrer Arbeit aus der Therapiewerkstätte über den Verkauf.

Oberösterreich: Ausbildungszentrum für Jugendliche mit Beeinträchtigungen in St. Florian

In diesem Kooperationsprojekt zwischen der Caritas Oberösterreich und SPAR OÖ werden Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Lebensmitteleinzelhandel ausgebildet. Die Ausbildungsmöglichkeiten reichen von einer Anlehre über die Möglichkeit einer Teilqualifizierung, bis zur verlängerten Lehre.

Durch eine sozial-pädagogische Begleitung während der gesamten Ausbildungszeit werden soziale und personelle Kompetenzen der Jugendlichen besonders gefördert. Zielsetzung dieses Projektes ist eine bestmögliche Vorbereitung auf die selbständige Erwerbsfähigkeit der Jugendlichen am Arbeitsmarkt.

 

 

Hauspatenschaften

Eine Familie, die Geborgenheit gibt, ein eigenes Heim – in den SOS-Kinderdörfern finden Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht mehr bei ihnen leben können, ein neues Zuhause.

Seit 2008 unterstützt die Bank Austria die SOS-Kinderdörfer in Österreich durch die Übernahme von Hauspatenschaften.

In jedem dieser mittlerweile 11 Dörfer hat die Bank Austria die Patenschaft für eine Familie übernommen, die aus einer Kinderdorfmutter oder einem Kinderdorfvater und 3-7 Kindern besteht.

SOS-Clearing-House Salzburg

Nach 10 Jahren wurde im SOS-Kinderdorf Salzburg das Clearing-House generalsaniert und neu gestaltet. Seit 2001 bietet dieses Haus minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen ein sicheres Zuhause.

Bank Austria MitarbeiterInnen helfen - rund 45.000 Euro für Clearing-House

Als langjähriger Kooperationspartner des SOS-Kinderdorfs hat sich die Bank Austria bei diesem Projekt engagiert und damit mitgeholfen, die Ausfinanzierung der Sanierung sicherzustellen.

Die MitarbeiterInnen der Bank Austria haben das SOS-Kinderdorf Projekt zweifach unterstützt:

Durch Erwerb eines symbolischen Bausteins im Wert von 20 Euro oder durch eine Spende von ein bis drei Urlaubstagen. Die gespendeten Urlaubstage wurden im Geldgegenwert als Spende an das SOS-Kinderdorf überwiesen . Insgesamt gingen durch das Engagegement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 45.000 Euro an SOS-Kinderdorf.

Hilfe für traumatisierte Jugendliche

Jugendliche, die oft traumatische Erlebnisse hinter sich haben, werden im SOS-Clearing-House Salzburg auf vielfältige Weise unterstützt, während ihr Aufenthaltsrecht in Österreich geklärt wird. Sie erhalten die notwendige Grundversorgung, sozialpädagogische und medizinischen Betreuung sowie juristischen Beistand und psychologische Hilfe, um sich in ihrer schwierigen Lage zurechtzufinden.

Das 35 Jahre alte Gebäude war durch die intensive Nutzung stark abgewohnt (zuvor wurden 250 Jugendliche über das darin untergebrachte SOS-Jugendhaus in die Selbstständigkeit begleitet). Die dringend notwendige Generalsanierung hat das baufällige Haus in ein modernes, helles und freundliches Gebäude verwandelt.