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Jungunternehmer

Hinter jeder Unternehmensgründung steht zunächst die Geschäftsidee. Für den geschäftlichen Erfolg ist jedoch eine gute Idee alleine in der Regel noch nicht ausreichend. Ihre Geschäftsidee sollte sich von allfälligen Konkurrenten deutlich positiv abheben oder ein neues, erfolgversprechendes Geschäftsfeld erschließen.

Bevor Sie in die Gründungsphase übergehen, ist es notwendig, dass Sie sowohl Ihre Motivation als Unternehmer als auch Ihr Unternehmenskonzept einer kritischen Prüfung unterziehen.

Der StartUp-Guide speziell für JungunternehmerInnen

  • Praktischer Wegweiser durch den Gründungsjungle
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Bevor Sie in die Gründungsphase übergehen, ist es notwendig, dass Sie sowohl Ihre Motivation als Unternehmer als auch Ihr Unternehmenskonzept einer kritischen Prüfung unterziehen.

Geschäftsidee

Nachfolgend finden Sie einige Anhaltspunkte, die Sie bei der Ideenfindung unterstützen können:

Eigener Lebensbereich

Sehen Sie sich doch in Ihrem eigenen Lebens- und Berufsbereich einmal aufmerksam um: Was können Sie besonders gut? Welche Tätigkeit macht Ihnen so richtig Spaß?

Befragungen

Fragen Sie Kunden, Freunde und Bekannte, was sich in dem infrage kommenden Bereich verbessern ließe, welche Wunsche und Bedürfnisse besser erfüllt werden sollten. Erkundigen Sie sich, worüber sich Kunden beschweren oder was häufig reklamiert wird.

Reisen

Wenn Sie auf Reisen sind, fallen Ihnen wahrscheinlich viele Unterschiede zu Osterreich auf. Gibt es im Gastland Lösungen für Alltagsprobleme, an die bei uns noch niemand gedacht hat?

Recherche

Internet und Datenbanken quellen über vor Informationen, die Sie gut verwerten können. Lesen Sie einschlägige inländische und internationale Zeitschriften – speziell solche für Unternehmensgründer, aber auch Fachmagazine Ihres künftigen Geschäftsbereiches.

Messen

Besuchen Sie nach Möglichkeit in- und ausländische Messen. Ein Verzeichnis der aktuellen Veranstaltungen können Sie bei der Wirtschaftskammer anfordern.

Unternehmensberater

Beratungsprofis können Struktur ins kreative Chaos bringen. Investitionen in ein solides Fundament für Ihre Planung zahlen sich häufig aus.

Rat von Experten

Sie haben die gute Idee und die notwendige Motivation: Befreundete Unternehmer, vor allem aber Wissenschaftler und Sachverständige verfugen über das entscheidende Fachwissen, das Ihnen weiterhilft.

Kooperation

Kooperieren Sie bei der Suche nach einer Geschäftsidee mit anderen potenziellen Unternehmensgründern - vielleicht aus verwandten Branchen: So können Sie wertvolle Synergien aufbauen.

Konkurrenzanalyse

Welche Strategie verfolgen Ihre potenziellen Konkurrenten? Wie können Sie Ihre Aufträge besser oder schneller abwickeln? Werden Ihre Kunden diese Veränderung schatzen und dafür vielleicht sogar mehr bezahlen?

Persönlicher Check

Checken Sie Ihr Profil als Unternehmer und durchleuchten Sie Ihre Motivation kritisch. Verstehen Sie die Fragen bitte als Denkanstöße und nicht als K.O.-Kriterien.

Unternehmenskonzept

Den Aufbau Ihres eigenen Unternehmens müssen Sie sorgfältig planen. Es erwarten vor allem potenzielle Partner, Kapitalgeber, Förderungsstellen, Lieferanten, Mitarbeiter oder Bürgen einen übersichtlichen Plan über Ihre zukünftige Geschäftstätigkeit.

Ihr Unternehmenskonzept muss durch klare und eindeutige Zielformulierungen überzeugen. Dadurch können Sie bereits in der Planungsphase die Gründungsaktivitäten sowie den Markteintritt wirtschaftlicher gestalten und rechtzeitig auf Engpässe aufmerksam werden. Auch nach der Gründung ist das Unternehmenskonzept von zentraler Bedeutung. Es ist der Maßstab, anhand dessen Sie regelmäßig Ihr Plan-Soll mit dem Ist-Zustand vergleichen können. So können Sie rechtzeitig Fehlentwicklungen erkennen und adäquate Steuerungsmaßnahmen setzen.

Nach Ausarbeitung Ihres Unternehmenskonzeptes können Sie in die Gründungsphase übergehen. Hier sollten wichtige Punkte wie die Wahl der Rechtsform, Finanzierung, Förderungen etc. analysiert werden.

Der Gründungsplaner unterstützt Sie bei der Erstellung Ihres Unternehmenskonzeptes.

Gründung

Auf dem Weg von einer zündenden Geschäftsidee zum erfolgreichen Start-up Unternehmen sind viele Schritte zu bewältigen. Hier finden Sie nützliche Informationen die Ihnen den Weg in die Selbständigkeit erleichtern. Hier finden Sie nützliche Informationen zum Thema Unternehmensgründung.

Rechtsform

Bevor Sie eine Gesellschaft gründen, müssen Sie sich für eine bestimmte Rechtsform entscheiden. Dazu benötigen Sie Informationen über Fragen und Konsequenzen der jeweiligen Rechtsform wie z.B.:

  • Wie ist die Haftung geregelt?
  • Welche gewerberechtlichen Vorschriften müssen Sie einhalten?
  • Welche Besteuerung ist vorgesehen?
  • Wie wird die Sozialversicherung in der jeweiligen Gesellschaftsform geregelt?

Bei der Entscheidung für eine bestimmte Rechtsform ist es ratsam, die Unterstützung eines Rechtsanwaltes oder Notars in Anspruch zu nehmen.

Steuern

Sie sind verpflichtet, eine Unternehmensgründung oder den Kauf eines bestehendes Betriebes beim Finanzamt zu melden. Nach dem Start Ihres Unternehmens beträgt die Frist dazu lediglich 1 Monat. Das Finanzamt teilt Ihnen eine Steuernummer zu, unter welcher Sie in Zukunft Ihre Abgaben und Steuern bezahlen müssen.

Welches Finanzamt für Ihr Unternehmen zuständig ist, hängt davon ab, ob Sie als natürliche Person ein Einzelunternehmen führen oder ob Sie als Gesellschafter tätig sind. Ebenso ist entscheidend, wo sich Ihr Betrieb befindet. Ausnahmen sind Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), Genossenschaften (Gen) und Aktiengesellschaften (AG). In diesen Fällen ist immer das Finanzamt für Körperschaften zuständig.

Rechtsform Betriebs-
finanzamt
Wohnsitz-
finanzamt

Finanzamt
für Körperschaften

Einzelunternehmen

 

 

 

Gesellschafter
einer Gesellschaft

 

 

 

GesbR, OEG, KEG,
OHG, KG

 

 

 

GmbH, AG,
Genossenschaft

 

 

 

Nach Anmeldung beim zuständigen Finanzamt, erhalten Sie Ihre Steuernummer. Diese ist bei allen Behördenkontakten anzugeben, nicht zuletzt um Verwechslungen oder Irrtümer zu vermeiden. Gleichzeitig mit der Steuernummer erhalten Sie den sogenannten Betriebseröffnungsbogen. Mit diesem Formular erhebt das Finanzamt alle relevanten Details Ihrer geschäftlichen Aktivitäten. Außerdem soll damit ermittelt werden, wie viel Umsatz und Gewinn Sie voraussichtlich erzielen werden. Füllen Sie dieses Formular gewissenhaft aus, denn anhand Ihrer Prognosen wird Ihre Steuervorauszahlung festgelegt.

Standortwahl

Folgende Punkte sollten Sie bei der Verhandlung über den Mietvertrag Ihres gewünschten Objektes beachten bzw. durchsetzen:

  • Unbefristeter Mietvertrag
  • Ein verbrieftes Recht, das Objekt weiterzugeben
  • Das Recht, die Räumlichkeiten unterzuvermieten
  • Die Einwilligung zu notwendigen Umbauarbeiten
  • Die Einwilligung für etwaige Umbauarbeiten, bei denen Sie keine baubehördliche Genehmigung benötigen
  • Das Recht, Schilder und Werbetafeln an der Fassade zu montieren
  • Einwilligung des Vermieters zur freien Fassadengestaltung bzw. zum Fassadenumbau
  • Anrechnung von Renovierungsarbeiten und Investitionen in die Bausubstanz auf die kommenden Mietzahlungen
  • Regelung, wer diverse Kosten wie z.B. Vertragserrichtungs- oder Anwaltskosten übernimmt
  • Wird die Objektnutzung durch Umbauarbeiten beeinträchtigt, sollten Sie für die Dauer dieser Arbeiten keine bzw. eine geringere Miete bezahlen
  • Fragen Sie Ihren Rechtsanwalt, ob die Indexklausel im Mietvertrag üblich ist
  • Sind Umbau- oder Adaptierungsarbeiten notwendig, besichtigen Sie das Objekt mit dem eigenen Baumeister und holen einen Kostenvoranschlag vor Unterzeichnung des Mietvertrages ein
  • Einigen Sie sich in allen Details mit ihrem Vermieter vor der Vertragsunterzeichnung

Betriebsanlagengenehmigung

Abgesehen von Betriebsanlagen, von denen keine Gefahr ausgehen kann (z.B. Bürobetrieb), brauchen Sie für die Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit an einem bestimmten Ort eine Betriebsanlagengenehmigung. Ein solches Genehmigungsverfahren kann sehr lange dauern und kostenintensiv sein.
Die Regelungen des Betriebsanlagenrechtes unterliegen der Bundesgesetzgebung und sind daher grundsätzlich für ganz Österreich einheitlich. Es wird empfohlen, die Sprechtage der jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden bzw. Magistrate zu besuchen, um Fragen zur Vorgangsweise und den erforderlichen Unterlagen bereits im Vorfeld abzuklären.

Zuständigkeit

In Wien sind für die Betriebsanlagengenehmigung die Magistratischen Bezirksämter und in den Bundesländern die Bezirksverwaltungsbehörden (Bezirkshauptmannschaften) zuständig. In Ausnahmefällen (z.B. Tankstellen, Brennstofflager, Raffinerieanlagen) müssen Sie die Genehmigung beim Landeshauptmann bzw. in Wien bei der MA 63 einholen.

Unterlagen

Ihrem Antrag müssen Sie folgende, möglichst aussagekräftige und detaillierte Unterlagen beilegen:

  • Betriebsbeschreibung und Verzeichnis der Maschinen und sonstiger Betriebseinrichtungen (in vierfacher Ausfertigung)
  • Pläne und Skizzen (in vierfacher Ausfertigung)
  • Abfallwirtschaftskonzept (in vierfacher Ausfertigung)
  • Unterlagen über das Emissionsverhalten der Betriebsanlage
  • Name und Anschrift der Eigentümer des Betriebsgrundstückes und aller angrenzenden Grundstücke
  • Sicherheitsanalyse und Gefahrenplan (in vierfacher Ausfertigung)
  • Angaben zum Arbeitnehmerschutz

Versicherungen

Sie können mit Risiken konfrontiert werden, die innerhalb kürzester Zeit Ihr gesamtes wirtschaftliches Fundament bedrohen (z.B. Katastrophenfall). Daher ist vor allem in der Startphase ein Versicherungsschutz besonders wichtig. Welche Versicherung für Sie geeignet ist, hängt von der Branche ab, in der Sie tätig sind.

Grundsätzlich stehen folgende Versicherungen zur Verfügung

  • Sachversicherungen (z.B. Feuer-, Diebstahl-, Computerversicherungen)
  • Vermögensschadenversicherungen (z.B. Betriebshaftpflicht-, Betriebsrechtsschutz-, Betriebsunterbrechungsversicherung)
  • Personenversicherungen (z.B. Lebens-, Kranken-, Unfall- und Abfertigungsversicherungen)

Tipps für den Versicherungsabschluss

Kontrollieren Sie alle Versicherungsverträge bis hin zum "Kleingedruckten". Gehen Sie vor Abschluss anhand der folgenden Checkliste Ihren Versicherungsvertrag aufmerksam durch:

  • Welche Risiken könnten Sie bedrohen?
  • Bewerten Sie diese Risiken: Welche Auswirkungen haben sie (Katastrophen-, Groß-, Kleinrisiko)? Wie wahrscheinlich ist ihr Eintreten (hoch, durchschnittlich, niedrig)?
  • Prüfen Sie, ob Sie ein gewisses Risiko in Kauf nehmen könnten.
  • Gibt es andere Möglichkeiten, Risiken abzuwenden (z.B. im Brandfall können dezentrale Lager davor schützen, dass alle Depots auf einmal vernichtet werden)?
  • Stellen Sie Ihre Versicherungswünsche in schriftlicher Form ausführlich dar.
  • Holen Sie mehrere Angebote von Versicherungen ein.
  • Besichtigen Sie mit Ihrem Versicherer das Objekt vorort und vermerken Sie dies im Antrag ("wie besichtigt"...).
  • Sondervereinbarungen müssen im Antrag vermerkt und in der Polizze erwähnt werden.
  • Bei komplizierten Fällen sollten Sie darauf bestehen, dass ein Spezialist der Branche beigezogen wird.
  • Informieren Sie sich über den Deckungsumfang und die Art der Prämienberechnung für jede Versicherungssparte.
  • Unter- oder Überversicherungen werden nicht empfohlen.
  • Achten Sie im Vertrag auf eventuelle Risikoausschlüsse. Vielleicht ist es möglich, diese zu Ihren Gunsten abzuändern.
  • In Verträgen werden oftmals viele Klauseln vereinbart. Sie können daher den Vertrag Ihren individuellen Bedürfnissen weitgehend anpassen (z.B. Ausverhandlung eines Selbstbehaltes gegen Prämiennachlass).
  • Vereinbaren Sie möglichst kurze Laufzeiten der Versicherungsverträge. Bei geschickter Verhandlung können Sie trotzdem einen Treuerabatt erhalten.
  • Informieren Sie sich, wie Sie sich im Schadensfall verhalten müssen.
  • Unterschreiben Sie nie einen Versicherungsvertrag blanko.
  • Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen, ob Ihre Versicherungen noch mit dem Risiko übereinstimmen.

Anmeldung zur Sozialversicherung

Einzelunternehmer, Gesellschafter einer OHG oder OEG, persönlich haftende Gesellschafter einer KG oder KEG oder geschäftsführende Gesellschafter einer GesmbH mit mehr als 50% Beteiligung sind im Rahmen der gewerblichen Sozialversicherung pflichtversichert.

Die Anmeldung zur Sozialversicherung wird automatisch von der Bezirksverwaltungsbehörde an die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft weitergeleitet. Eine separate Anmeldung Ihrerseits ist daher nicht mehr notwendig. Alle anderen finden hier einen Musterbrief zur Anmeldung bei der Sozialversicherung.

Auswahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Planen Sie sorgfältig Ihre neue Rolle als Arbeitgeber. Falls Sie schon bei Unternehmensgründung MitarbeiterInnen benötigen, dann analysieren Sie zunächst folgende Aspekte:

  • Wie viele Mitarbeiter werden tatsächlich benötigt?
  • Welche Tätigkeiten sollen diese verrichten?

Definieren Sie dazu ein Anforderungsprofil und formulieren Sie eine Stellenbeschreibung.

Um auszurechnen, wieviel Ihnen eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter kosten wird, halten Sie sich an unsere

Faustregel

Monatlicher Bruttolohn x 14 (für die Anzahl der Zahlungen) x 1,345 (durchschnittlicher Wert für Abgaben des Arbeitgebers) = Jahreslohnkosten

Was ist zu tun wenn Sie einen geeigneten Mitarbeiter gefunden haben?

  • Fordern Sie bei Ihrer Innung den Kollektivvertrag an. Darin finden Sie alle Informationen über Zahlungen und Sonderleistungen, zu denen Sie als Arbeitgeber verpflichtet sind.
  • Stellen Sie einen Dienstzettel aus.
  • Neue Mitarbeiter sind grundsätzlich ab Beginn der Beschäftigung, spätestens jedoch innerhalb von sieben Tagen bei der Sozialversicherung anzumelden.

Nachgründungsphase

In der Nachgründungphase  kann der Erfolg festgestellt werden. Expansionspläne oder Kostensenkungsziele werden definiert. Also auch noch Entscheidungen getroffen und implementiert werden, die Gründungscharakter aufweisen. Die Grenzen der einzelnen Phasen sind somit fleißend. Als Zeithorizont werden 3 Jahre angenommen.