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Wie der Staatsoperndirektor und die Künstler trotzt Lockdown ihr Publikum erreichten.

Bogdan Roscic, Direktor der Wiener Staatsoper

Der neue Wiener Staatsoperndirektor Bogdan Roščić fand besonders kreative Wege, um das Haus trotz Lockdown für Aufführungen vor Publikum zumindest teilweise zu öffnen.

Er deklarierte zunächst einmal die Staatsoper kurzerhand zum Architekturmuseum mit Shop. Denn der Besuch von Museen und Handelsgeschäften war Anfang Februar erlaubt. Nach ein paar Wochenenden war die Marke von über 11.000 Besuchern erreicht. Mit der Unterstützung des ORF und Nutzung der modernen Medien konnte Roščić der Kunst noch eine weitere große Bühne geben: „Wir hatten eine Präsenz im ORF zur besten Sendezeit, wie es sie nicht einmal in den Blütejahren der Fernseh-Oper in dieser Intensität gegeben hat. Und wir erreichten die Opernfans durch weltweites Streaming – 75 Prozent des Online-Publikums kommen aus dem Ausland.

Alles zusammengerechnet haben wir im Lockdown inzwischen so um die sechs Millionen Menschen erreicht. Die Sponsoren wissen das zu schätzen. Wir haben sogar neue dazugewonnen.“ Dennoch weiß der ehemalige Ö3-Chef und langjährige Top-Manager bei der Deutschen Grammophon, dass derartige Aktionen nicht mit ökonomischen, sondern mit anderen Maßstäben bewertet werden müssen: „Die Vorstellung, dass die Einnahmenausfälle eines Opernhauses durch Online-Geschäft zu kompensieren wären, ist ein Wunschtraum. Was die gratis Streams betrifft, sieht man auch daran, dass die Staatsoper ein Kulturinstitut ist mit einem Auftrag und die wirtschaftliche Seite ihres Handelns nicht der Zweck, sondern ein Mittel ist. Mit der vollen Unterstützung der Staatssekretärin für Kultur habe ich all diese TV- und Streaming-Angebote gemacht, um dem Publikum im endlosen Lockdown die Begegnung mit Meisterwerken zu ermöglichen. Das hat nicht Geld gebracht, sondern im Sinne des Gemeinwohls Geld gekostet. Und das ist in Ordnung so.“

Der Staatsoperndirektor findet auch nicht, dass man die Kultur wie andere Wirtschaftssektoren betrachten kann und stellt fest: „Der Wettbewerb, in dem die Staatsoper steht, ist nicht einer gegen andere Theater, sondern gegen massive Veränderungen im Verhalten der Bevölkerung, in deren Bildung, Sozialisierung, Mentalität. Wir werden erst langsam erahnen können, was Corona da alles zusätzlich bewirkt hat.“

© Foto Bogdan Roscic: Lalo Jodlbauer

SIGRID HORN, MUSIKERIN

Sigrid HornIhr zweites Soloalbum „I bleib do“ erschien just im ersten Lockdown.

Die oberösterreichische Dialektsängerin bereitete sich aber auf einen weiteren Lockdown und damit auf eine längere Durststrecke vor. Sie schrieb ein Musiktheater, sammelte Material für neue Lieder und ist bereit für neue Auftritte.
sigridhorn.at

© Foto: Mila Zytka

 

 

 

 

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