29.10.2008

Bank Austria GeldAnlageBarometer zum Weltspartag:
Österreichs Geldinstitute können 1,5 Millionen Österreicher erwarten

  • Jeder 5. Österreicher wird übermorgen seine Bank besuchen
  • Die private Pensionsvorsorge ist weiter das Sparmotiv Nummer Eins
  • Anlegerinteresse an klassischen Sparprodukten wächst, Wertpapiere fallen zurück
  • Österreicher veranlagen so viel wie noch nie

Auf einen regelrechten Kundenansturm können sich auch heuer wieder die österreichischen Geldinstitute vorbereiten. Rund 1,5 Millionen Sparer bzw. jeder fünfte Österreicher will am kommenden Weltspartag seine Bank besuchen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Bank Austria GeldAnlageBarometers, einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK Austria im Auftrag der Bank Austria. "Die internationale Idee des Weltspartages wird auch in Österreich nach wie vor stark angenommen. Während sich die 'großen Sparer' über Produktneuheiten und den aktuellen Vermögensstand informieren, freuen sich die 'Kleinen' über die Weltspartagsgeschenke",  sagt Werner Kretschmer, Bank Austria Vorstand für Private Banking & Asset Management.

Gefragt nach den Motiven für den persönlichen Filialbesuch nennen 30 Prozent der Befragten die Geschenke. 28 Prozent begleiten ihre Kinder und Enkelkinder. Aufgrund der schönen Tradition schauen 22 Prozent am Weltspartag in ihrer Bank vorbei. Beinahe jeder Achte gab an, den Weltspartag für den persönlichen Kontakt zu seinem Bankbetreuer nutzen zu wollen. 17 Prozent wollen am Tag des Sparens ihr Erspartes zur Bank bringen. Insgesamt wird der Weltspartag 2008 von Herrn und Frau Österreicher als eine gute Kontaktmöglichkeit mit der Bank und als Dankeschön der Geldinstitute wahrgenommen.

Bei den Gründen für das Sparen und Anlegen hat bei 61 Prozent der Befragten weiter die private Vorsorge den höchsten Stellenwert. Dahinter folgt mit 57 Prozent der Nennungen der "Notgroschen" und mit 53 Prozent die Absicherung der Kinder. Die Renovierung bzw. die Wohnraumausstattung liegen bei den Nennungen mit 45 Prozent gleichauf. Ebenfalls gleich oft genannt wurden mit 41 Prozent die Ferien und die Anschaffung eines Autos.

Anlegerinteresse an sicheren Häfen gestiegen, Wertpapiere fallen zurück
Befragt nach den Präferenzen bei den Spar- und Anlageprodukten geben 78 Prozent eines der klassischen Sparprodukte, wie Sparbuch oder Bausparen, an. Im zweiten Quartal dieses Jahres lag der Wert noch bei 71 Prozent. Im Vergleich zum 2. Quartal dieses Jahres blieb der Prozentsatz (37 Prozent) für Grundbesitz bzw. Immobilien nahezu gleich. Leicht gestiegen ist das Interesse an der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge (33 Prozent) bzw. an der klassischen Lebensversicherung (30 Prozent). Weiter gesunken ist das Interesse an Wertpapieren. "Das aktuelle Umfeld trägt sicherlich dazu bei, dass der Durchschnitts-Österreicher derzeit den Wertpapieren mit Vorsicht gegenübersteht und den Einstieg als ungünstig erachtet", sagt Kretschmer. Das Interesse an Gold, Silber, Wertgegenständen und Antiquitäten hat sich seit dem 2. Quartal dieses Jahres mehr als verdoppelt.

Knapp zwei Drittel der Österreicher sind davon überzeugt, heute weniger als noch vor drei Jahren sparen zu können. Vor allem Personen über 50 und mit mittlerer Schulbildung meinen heute weniger sparen zu können. Nur mehr 35 Prozent der Befragten sind der Meinung, derzeit mehr oder zumindest gleich viel als noch vor drei Jahren zu sparen. Etwas weniger getrübt wie noch vor wenigen Monaten ist der Blick in die Spar-Zukunft. Etwas mehr als die Hälfte der Österreicher (52 Prozent) sind der Meinung, in drei Jahren mehr oder zumindest gleich viel sparen zu können. Mit 43 Prozent bleibt aber der Anteil jener, die glauben in drei Jahren weniger sparen zu können auf hohem Niveau.

Veranlagungsrekord 2008: Mit 200 Euro monatlich historischer Höchststand
Trotz der subjektiven Meinung der Österreicher, weniger sparen zu können, scheint die aktuelle wirtschaftliche Verunsicherung tatsächlich zu einem Rekordsparergebnis zu führen. Nach Hochrechnungen der Bank Austria Konzernvolkswirtschaft wird die Geldvermögensneubildung 2008 mit 200 Euro pro Monat und Österreicher einen neuen Rekordwert erreichen. Das entspricht zirka 11,9 Prozent des durchschnittlichen Monatsnettoeinkommens. Im Vorjahr lag die Geldvermögensneubildung bei 191 Euro monatlich. "Den Großteil des neu veranlagten Geldvermögens werden die Österreicher 2008 in Bankeinlagen veranlagen", so der stellvertretende Chefökonom der Bank Austria Stefan Bruckbauer. Ex aequo an zweiter Stelle werden die Lebensversicherungen und Anleihen stehen, während die Investitionen in Aktien und Investmentzertifikate rückläufig sind.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Alexander Tröbinger, Tel. +43 (0) 50505 - 52809
E-Mail: mailto:Alexander.Troebinger@UniCreditGgroup.at

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