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05.06.2000

Japans Aufschwung setzt zaghaft ein

  • Bank Austria erwartet für 2000 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent
  • Budgetdefizit wird auf über 8 Prozent steigen
  • Entwicklung des Yen bleibt unsicher

Japan bleibt, so die Volkswirte der Bank Austria, konjunkturelles Schlusslicht unter den Industrieländern. Auch das von den Experten der Bank Austria erwartete schwache Wirtschaftswachstum von 1,3 % für 2000 ist noch nicht gesichert. Die Meldungen der letzten Wochen zeigen zwar, dass die Exporte aufgrund der günstigen Konjunktur in allen wichtigen Exportmärkten Japans deutlichen zulegen konnten, gleichzeitig wachsen jedoch wegen des anhaltend starken Yen die Importe, sodass wenig Impulse vom Außenhandel ausgehen. Allerdings haben die Exporterfolge der letzten Monate die Stimmung in der Industrie und nun auch die Industrieproduktion spürbar belebt.

Private Nachfrage leidet weiter unter der Unsicherheit

Weiterhin sehr schwach bleibt die private Nachfrage. Realeinkommensverluste, steigende Arbeitslosigkeit und vor allem die Unsicherheit über die weitere Zukunft angesichts des anhaltenden Drucks zur Umstrukturierung lassen die Japaner weiter lieber sparen als konsumieren. Die Einzelhandelsumsätze bleiben rückläufig, die Einzelhandelspreise ebenfalls. Aufgrund der labilen Situation ist die japanische Notenbank mit einem Leitzins nahe bei Null äußerst expansiv. Dennoch ist die Kreditvergabe der Banken wegen der unsicheren Aussichten weiter rückläufig. Die schwache Kreditnachfrage, die labile Inlandskonjunktur, eine hohe Sparquote und der starke Yen lassen trotz niedriger Zinsen derzeit keine Inflationsgefahr aufkommen. Auch heuer werden die Verbraucherpreise praktisch konstant bleiben. Trotzdem ist mittelfristig mit einem Ende der extrem expansiven Geldpolitik zu rechnen. Neben der Geldpolitik bleibt auch die Budgetpolitik mit Abstand die expansivste aller großen Industrieländer, heuer ist mit einem Budgetdefizit von 8,3 % des BIP zu rechnen.

Japans Wirtschaft und der Yen bleiben volatil

Die Volkswirte der Bank Austria erwarten daher zwar, dass die Rezession in Japan vorbei ist und Japan heuer und nächstes Jahr wieder wachsen wird. Sie weisen jedoch auf das anhaltende Risiko eines weiteren Rückschlages hin. Der Yen dürfte in den nächsten Monaten seinen Anstieg gegenüber dem USD und seinen Rückgang gegenüber dem Euro fortsetzen. Die weitere Entwicklung des Yen wie auch die der gesamten japanischen Wirtschaft ist derzeit allerdings äußerst schwierig einzuschätzen und mit großen Unsicherheiten behaftet.

Rückfragen: Bank Austria Public Relations

Dr. Karl Mauk, Tel. 71191 DW 51373; E-Mail: karl.mauk@bankaustria.com