02.05.2011

Ausblick Aktienmarkt Österreich für das 2. Quartal 2011:
Ohne Fleiß kein Preis

  • Österreich bleibt von gebremster Gewinndynamik einiger Aktienmärkte weitgehend verschont und profitiert von stabiler Wirtschaftslage
  • Prognose der UniCredit Analysten: ATX von 3.200 Punkten in 12 Monaten bei einem Gesamtrenditepotenzial inklusive Dividenden von 15 Prozent
  • Erwartetes Gewinnwachstum mit 41 Prozent für 2011 und 20 Prozent für 2012 aufgrund geänderter Indexzusammensetzung deutlich angehoben
  • Aktuelles Portfolio setzt nach wie vor auf Bank- und Immobilientitel, defensive und spätzyklische Aktien

Der europäische Aktienmarkt hat im ersten Quartal 2011 aufgrund des Zusammentreffens mehrerer Faktoren an Dynamik verloren. Negative zyklische Faktoren, sowie strukturelle Probleme in einigen Ländern und externe Ereignisse wie die Katastrophe in Japan haben den weitgehend positiven Gewinntrend abgeschwächt. Österreichs Aktienindex ist im ersten Quartal ebenso verhalten mit einem Minus von einem Prozent gestartet. Die Experten der UniCredit sind dennoch weiterhin optimistisch hinsichtlich einer positiven Entwicklung in den nächsten 9 bis 12 Monaten. So kommen Österreich seine stabilen makro-ökonomischen Kennzahlen zugute und bleibt der heimische Aktienmarkt damit weiterhin attraktiv für Investoren. Auch die starke Verflechtung mit Deutschland und Osteuropa bevorzugt den Finanzplatz Österreich. Das Prognoseziel für den ATX der nächsten 12 Monate haben die Analysten der UniCredit nunmehr mit einem ATX von 3.200 Punkten und einem Gesamtrenditepotenzial von 15 Prozent leicht erhöht.

"Die anhaltend positiven Konjunkturdaten sowie die wirtschaftliche Stabilität sollten Österreich zu einem der präferierten Aktienmärkte in diesem Jahr machen. Zusätzlich kommt den heimischen Aktien die hohe Deutschland- und Osteuropa-Affinität des ATX zugute", so Thomas Neuhold, Leiter Aktienresearch Österreich in der UniCredit. "Der ATX befindet sich in einem Aufwärtstrend. Es geht zwar manchmal wie im ersten Quartal etwas holprig dahin, aber der Fleiß hat einen Preis und der ATX steigt seit dem Einbruch 2007 konstant. Der lange Atem des Wiener Leitindex wird sich bezahlt machen, denn wir sehen hier noch einiges Potenzial nach oben", so Neuhold weiter.

Der internationale Aktienmarkt hat etwas von seiner Gewinndynamik eingebüßt und der positive Gewinntrend in einigen Aktienmärkten hat sich abgeschwächt. Vor allem Länder mit strukturellen Problemen wie Spanien und Griechenland weisen negative Gewinntrends aus. Während dessen entwickelt sich unter anderem der DAX sehr positiv. Die Divergenz der Wachstumsdynamik innerhalb der Eurozone steigt daher an. "Deutschland und Osteuropa sind derzeit die europäischen Wachstumsmotoren. Diese Regionen sind glücklicherweise auch die Hauptexportmärkte bzw. Heimmärkte vieler österreichischer Firmen. Aufgrund der starken Wachstumsprognosen für Deutschland und Osteuropa haben heimische Unternehmen mehrere Wachstumsmotoren unter der Haube", analysiert Neuhold. Aufgrund der deutlich abgeschwächten Frühindikatoren werden positive Gewinnrevisionen aber zunehmend unwahrscheinlicher. Weitere deutliche Kursanstiege sind daher nur bei sich ausweitenden Bewertungen möglich.

ATX setzt konstanten Aufwärtstrend fort - 3.200 Punkte als 12 Monate-Ziel
Nach den aktuellen Prognosen der UniCredit Analysten steigt der ATX auf 3.200 Punkte binnen der nächsten 12 Monate. Damit ist der österreichische Leitindex noch immer 35 Prozent unter den Höchstständen des Jahres 2007. Er setzt dafür seinen konstanten Aufwärtstrend fort und war 2010 einer der wenigen europäischen Aktienmärkte mit einer deutlich positiven Gewinnrevisions-dynamik. Das Gewinnwachstum schätzen die Experten des Aktienresearch der UniCredit für 2011 mit plus 41 Prozent und plus 20 Prozent für das Jahr 2012 ein. Die Gewinnrevisionsrate ist aber weiterhin nahe null und weitere positive Gewinnrevisionen sind auch in Österreich eher unwahrscheinlich. Das Aktienresearch-Team der UniCredit sieht angesichts des Umfeldes großes Potenzial für AT&S, Erste Bank, Immofinanz, Post, Strabag und Wienerberger. "Unser aktueller Fokus liegt auf Aktien mit hohem Gewinnwachstum wie vor allem Banken- und Immobilientitel. Derzeit sind wieder defensive und spätzyklische Titel zu empfehlen, um für jede Situation gerüstet zu sein", so Neuhold abschließend.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
 Julia Wegenstein, Tel. +43 (0) 50505 – 52854
 E-Mail: julia.wegenstein@unicreditgroup.at

 zurück zur Übersicht