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25.02.2011

Bank Austria EinkaufsManagerIndex im Februar:
Österreichs Industrie wächst und wächst und wächst

  • Bank Austria EinkaufsManagerIndex erreicht im Februar 2011 neuen Höchstwert
  • Rekordzuwachs bei Auftragseingängen
  • Starke Produktionsausweitung bringt rasanten Beschäftigungsanstieg
  • Deutlicher Kostenanstieg, doch steigende Marktmacht der Betriebe

Österreichs Industrie schreitet mit immer höherem Tempo auf ihrem Erholungspfad voran. "Der Bank Austria EinkaufsManagerIndex hat im Februar mit 61,9 Punkten einen neuen Höchststand erreicht. Die Nachfrage nach österreichischen Industrieerzeugnissen steigt in Rekordgeschwindigkeit, die Produktion wird rasant ausgeweitet, neue Jobs entstehen. Die hohe Dynamik bringt die Industrie an ihre Kapazitätsgrenzen. Rasante Preisanstiege, steigende Lieferzeiten und sich stappelnde Auftragsbestände sind die Folge", fasst Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer die wichtigsten Ergebnisse der monatlichen Umfrage unter den Einkaufsmanagern der österreichischen Industriebetriebe zusammen.

Die guten Nachrichten aus der österreichischen Industrie reißen derzeit nicht ab. Noch nie in der über 13-jährigen Umfragegeschichte des Bank Austria EinkaufsManagerIndex hat sich eine derart deutliche Verbesserung auf so breiter Front gezeigt. Aus dem Umfrageergebnis sticht der rasante Anstieg der Nachfrage nach heimischen Industrieerzeugnisse hervor. "Sowohl am Binnenmarkt als auch aus dem Ausland legten die Auftragseingänge im Februar mit Rekordtempo zu. In der Folge haben die österreichischen Industrieunternehmen die Produktion abermals massiv ausgeweitet", so Bruckbauer. Der entsprechende Index ließ gegenüber dem 7-Monatshoch vom Jänner nur geringfügig nach.

Besonders erfreulich ist, dass in der heimischen Industrie, die sich schon seit 1 ½ Jahren im Aufwind befindet und in diesem Zeitraum die Produktion kontinuierlich erhöht hat, nun auch eine immer stärkere Beschäftigungsdynamik zum Tragen kommt. Die Zuversicht über die Nachhaltigkeit des Konjunkturaufschwungs hat angesichts boomender Neuaufträge und steigender Auftragsbestände deutlich zugenommen, die Zurückhaltung bei Neueinstellungen vermindert sich. "Österreichs Industrie, die im Zuge der weltweiten Nachfrageschwäche massiv Beschäftigung abbauen musste, hat nun wieder die Jobmaschine angeworfen. Im Februar wurden im Sektor so viele neue Jobs geschafffen, wie noch nie seit Umfragebeginn", sagt Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl. Rund ein Drittel der befragten Betriebe meldeten höhere Beschäftigungsniveaus und nur in fünf Prozent gingen Jobs verloren.

Neben dem deutlichen Beschäftigungsaufbau mehren sich die Anzeichen, dass die heimische Industrie zunehmend Schwierigkeiten hat, die boomende Nachfrage zu befriedigen und mehr und mehr an Kapazitätsgrenzen stößt. So war die massive Produktionsausweitung und das Rekordbeschäftigungsplus im Februar nicht ausreichend um eine weitere Beschleunigung des Anstiegs der Auftragsrückstände zu verhindern. Obwohl die Bestände in den Fertigwarenlagern verringert wurden um die Nachfrage zu bedienen, verlängerten sich die durchschnittlichen Lieferfristen im Februar mit der zweithöchsten jemals gemessenen Rate. In dieses Bild passen die nachfragebedingt kräftig anziehenden Preise für Vormaterialien und Rohstoffe. "Die Einkaufspreise haben im Februar im Rekordtempo zugelegt. Den Kostenanstieg konnten die Industriebetriebe in Form höherer Verkaufspreise teilweise weitergeben. Der seit einem Jahr ununterbrochene Anstieg der Verkaufspreise und das abermalige Rekordhoch des entsprechenden Index deutet darauf hin, dass die Preismacht der Betriebe zugenommen hat", meint Pudschedl.

Der Bank Austria EinkaufsManagerIndex vom Februar zeichnet ein aktuell sehr günstiges Bild der österreichischen Industrie. Die zum Jahreswechsel 2010/2011 beschleunigte Wachstumsdynamik konnte ins neue Jahr mitgenommen werden und hat sich nun sogar noch erhöht. Die hohe Auftragsnachfrage und die vorhandenen Auftragspolster versprechen vorläufig ein Anhalten der schwungvollen Industrieentwicklung. Das Verhältnis zwischen dem Index für Auftragseingänge und jenem der Lagerbestände ist beinahe auf ein Allzeithoch gestiegen. Dieser bisher sehr aussagekräftige Indikator für die Abschätzung der Industriekonjunktur weist damit darauf hin, dass der Aufschwung in der heimischen Industrie in der ersten Jahreshälfte 2011 jedenfalls kräftig bleiben wird. "Das Wachstum der Industrie wird im Gesamtjahr 2011 mit 6 Prozent real, der hohen Dynamik des Vorjahrs recht nahe kommen, auch wenn der rasante Kostenanstieg durch die anziehenden Rohstoffpreise, sowie politische Unsicherheiten zunehmend zum Wachstumsrisiko werden könnten", meint Bruckbauer.

Tabellen (PDF; 88 KB)

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von Markit Economics durchgeführt wird.

Rückfragen: Bank Austria Economics & Market Analysis Austria
Walter Pudschedl, Tel. +43 (0) 50505 - 41957
E-Mail: walter.pudschedl@unicreditgroup.at

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