22.06.2009

UrlaubsEuro Sommer 2009:
"UrlaubsEuro" ist in Europa mehr, in Übersee weniger wert

  • Stärkster Wertzuwachs für Reisen nach Ungarn und in weniger stark besuchte Länder Europas
  • Erstmals seit 15 Jahren Schweden günstiger als Österreich
  • Asien, Nordamerika und Afrika sind teurer
  • Teuerste Urlaubsländer sind die Schweiz, Japan und Irland

"Gegenüber dem letzten Sommer sind heuer vor allem europäische Urlaubsländer günstiger geworden, insbesonders Länder in Osteuropa wie Polen, Rumänien und Ungarn," fasst Stefan Bruckbauer, stellvertretender Chefvolkswirt der Bank Austria, die aktuellste Berechnung des UrlaubsEuros zusammen. Insgesamt ist der Wert des UrlaubsEuros im Sommer 2009 nur unwesentlich höher als im Vorjahr. "Als eine der Folgen der Wirtschaftskrise haben einige Urlaubsländer in den letzten Monaten deutliche Abwertungen hinnehmen müssen, allen voran das Vereinigte Königreich, Ungarn und die Türkei, aber auch Schweden," so Bruckbauer weiter. Dies gilt auch für einige Länder, die nicht zu den Topdestinationen der Österreicher zählen, wie etwa Rumänien oder Polen.

In Ungarn ist Aufgrund der deutlichen Abwertung seiner Währung der Wert des UrlaubsEuros erneut mit 160 wieder der höchste unter den Topdestinationen, gefolgt von der Türkei und Kroatien. "Erstmals seit 15 Jahren dürfte Schweden heuer im Sommer etwas günstiger sein als Österreich," so Bruckbauer weiter.  Am meisten verloren hat der UrlaubsEuro heuer im Sommer unter den Top Urlaubsdestinationen in den USA. Der UrlaubsEuro ist dort aufgrund der deutlichen Aufwertung rund 10 Prozent weniger wert als noch vor einem Jahr, allerdings bekommt man mit 122 noch immer mehr als in Österreich.

Erneut  weniger als in Österreich erhält man - unter den beliebtesten Destinationen - in Italien und vor allem in der Schweiz, die Aufwertung der letzten Wochen hat die Schweiz nochmals verteuert.

Anders als für die meisten Destinationen in Europa führt die Abwertung des Euro gegenüber Asien und Afrika im heurigen Sommer dazu, dass im Durchschnitt der Wert des UrlaubsEuro in Übersee deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, insgesamt um 8 Prozent. "Für Überseereisende liegt der Wert des UrlaubsEuros heuer deutlich niedriger, allerdings gibt es auch Ausnahmen wie Südamerika, Neuseeland oder Australien," so Bruckbauer. Deutlich an Wert verloren hat der UrlaubsEuro in Afrika, wo die hohe Inflation auch noch von einer Aufwertung begleitet wurde. Für den Rückgang des Wertes des UrlaubsEuro in Asien war jedoch nur der Wechselkurs verantwortlich, im Durchschnitt fiel der Wert dort um 9 Prozent gegenüber dem Sommer 2008. Erneut besonders stark gefallen ist der Wert des UrlaubsEuros in Japan, wo man heuer im Sommer mit 64 beinahe nur halb so viel bekommt wie in Österreich.

Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer - wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

Tabellen (PDF; 104 KB)

Rückfragen: Bank Austria  Economics and Market Analysis
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0) 50505 - 41951
e-mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

 zurück zur Übersicht