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28.10.2009

Bank Austria GeldAnlageBarometer zum Weltspartag:
Österreichs Anleger investieren langsam wieder in Wertpapiere

  • Anlegerinteresse an Wertpapieren wächst erstmals seit Ausbruch der Krise leicht
  • Schwache Einkommensentwicklung und Schuldenabbau führen zu weniger verfügbaren Mitteln im Veranlagungsbereich
  • Höhere Einkommensbezieher können wieder mehr sparen, niedrige Einkommensbezieher noch nicht
  • Bankeinlage bleibt beliebteste Sparform, Fonds kommen zurück, Aktien stabil

Über 1,5 Millionen Kunden werden am 30. Oktober in die österreichischen Geldinstitute strömen und sich vor allem über die Möglichkeiten der privaten Vorsorge informieren. Erstmals seit Ausbruch der Krise 2007 steigt wieder das Interesse an Wertpapieren, ein Zeichen, dass das Vertrauen in die Märkte wieder zurückkehrt. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Bank Austria GeldAnlageBarometers, einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK Austria im Auftrag der Bank Austria.
Die Umfragewerte zeigen, dass das Interesse am Weltspartag gegenüber 2008 weiter gestiegen ist. "Wir gehen auch in diesem Jahr davon aus, dass sich unsere Kunden vor allem über Produktneuheiten und ihren aktuellen Vermögensstand informieren wollen", erklärt Rainer Hauser, Bank Austria Vorstand für Privat- und Geschäftskunden.

Die Motivation am Weltspartag die Filiale zu besuchen
Gefragt nach den Motiven für den persönlichen Filialbesuch nennen 25 Prozent der Befragten die Geschenke. 27 Prozent begleiten ihre Kinder und Enkelkinder. Aus Tradition schauen 23 Prozent am Weltspartag in ihrer Bank vorbei. Beinahe jeder Achte gab an, den Weltspartag für den persönlichen Kontakt zu seinem Bankbetreuer nutzen zu wollen. 10 Prozent wollen am Tag des Sparens ihr Erspartes zur Bank bringen.
Bei den Gründen für das Sparen und Anlegen hat bei 63 Prozent der Befragten weiter die private Vorsorge den höchsten Stellenwert. Dahinter folgt mit 59 Prozent der Nennungen der "Notgroschen" und mit 54 Prozent die Absicherung der Kinder. Die Renovierung bzw. die Wohnraumausstattung liegen bei den Nennungen mit 43 Prozent gleichauf. Ebenfalls gleich oft genannt wurden mit 42 Prozent die Ferien und die Anschaffung eines Autos.

Anleger investieren weiter in sichere Produkte – Wertpapiere erstmals seit November 2008 wieder im Aufwind
Befragt nach den Präferenzen bei den Spar- und Anlageprodukten geben 85 Prozent eines der klassischen Sparprodukte, wie Sparbuch oder Bausparen, an. 2008 lag der Wert noch bei 78 Prozent. Im Vergleich zum 2. Quartal dieses Jahres (37 Prozent) stieg der Prozentsatz für Grundbesitz bzw. Immobilien deutlich auf 45 Prozent. Gestiegen ist ebenfalls das Interesse an der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge von 33 auf 38 Prozent und der klassischen Lebensversicherung von 30 Prozent auf 34 Prozent.
Das Interesse an Wertpapieren ist allein vom 2. Quartal diesen Jahres bis jetzt von 16 Prozent auf 20 Prozent gestiegen. "Das ist sicher ein gutes Zeichen für die Stabilisierung und neues Vertrauen in den Markt, wozu auch die schnelle Reaktion der staatlichen Wirtschaftspolitik sicherlich beigetragen hat", so Hauser abschließend. Dennoch hat sich einiges am Anlageverhalten verändert.

Weniger Geld zur Veranlagung auf Grund schwacher Einkommensentwicklung und Schuldenabbau bei den Haushalten
Neben den Sparmotiven hat die Bank Austria auch die Entwicklung des Sparverhaltens der österreichischen Haushalte untersucht, bei dem sich besonders in der Krise stärkere Differenzen zwischen den Einkommensgruppen ergeben.
Durchschnittlich steht Österreichs Haushalten 2009 weniger Geld zur Veranlagung zur Verfügung als in den letzten Jahren. Dieser Rückgang ist zum einen auf die schwächere Entwicklung der verfügbaren Einkommen aber auch auf eine zurückhaltende Neuverschuldung der privaten Haushalte zurückzuführen. Die Einkommensentwicklung wird maßgeblich durch die Beschäftigungsentwicklung geprägt, die Bank Austria rechnet zu Jahresende 2009 mit einem Rückgang der Beschäftigung um 1,9 Prozent oder 64.000 Personen. Die verfügbaren Einkommen pro Kopf werden 2009 daher nur rund 1 Prozent, der Konsum rund 0,5 Prozent steigen. Damit würde zwar mehr Geld zur Veranlagung zur Verfügung stehen, allerdings werden die Österreicher 2009 mehr Kredite zurückzahlen als sie neu aufnehmen. "Bei etwa gleich hoher Neuvergabe von Privatkrediten wie in den vergangenen Jahren, rund 18 Mrd. Euro, führt vor allem die Rückführung bei Konsumkrediten netto zu einem Verschuldungsabbau bei den privaten Haushalten", so Hauser weiter.
Befragt nach den Spar- bzw. Anlagemöglichkeiten gibt auch im Herbst 2009 eine kleine Mehrheit der Österreicher (53 Prozent) an, weniger als vor drei Jahren sparen zu können. Allerdings ist dieser Anteil gegenüber 2008 (64 Prozent) deutlich zurückgegangen. Auch wenn alle befragten Einkommensgruppen ihre Sparmöglichkeiten gegenüber 2008 optimistischer beurteilen, fällt die Verbesserung bei der obersten Einkommensgruppe deutlich stärker aus. "Die oberen Einkommensbezieher können heute mehrheitlich mehr oder gleichviel sparen wie vor drei Jahren"; fasst Rainer Hauser die Ergebnisse der Befragung zusammen und ergänzt "für die unteren Einkommensgruppen trifft dies trotz einer Verbesserung gegenüber 2008 jedoch noch nicht zu." Lediglich 13 Prozent der in der unteren Einkommenshälfte liegenden Haushalte gibt an heute mehr als vor drei Jahren sparen zu können, bei den oberen 30 Prozent der Einkommensbezieher sind es immerhin 28 Prozent. Und noch immer 62 Prozent (gegenüber 68 Prozent 2008) der unteren Einkommenshälfte gibt an, heute weniger sparen zu können als vor drei Jahren. Im oberen Einkommensbereich sind es lediglich 40 Prozent (2008 50 Prozent).

Weiterhin sind Bankeinlagen die Anlageform Nummer 1, Fonds sind jedoch zurück, aber noch nicht auf Vor-Krisen-Niveau
Die Stimmung der Sparer bzw. Anleger passt auch zur erwarteten Entwicklung der Geldvermögensveranlagung für 2009, die mit 169 Euro pro Monat und Österreicher niedriger als 2008 und 2007 und etwa gleich hoch wie vor drei Jahren ausfallen wird, so die Schätzung der Ökonomen der Bank Austria. Natürlich ist die Veranlagung stark von den höheren Einkommen geprägt. Dies zeigt sich auch an der von der Bank Austria geschätzten Verteilung des Geldvermögens. Rund 50 Prozent besitzen lediglich 10 Prozent des Geldvermögens, umgekehrt besitzen die 10 Prozent reichsten Haushalte knapp mehr als 50 Prozent des Geldvermögens. Durchschnittlich haben Österreichs Haushalte ein Geldvermögen (ohne Immobilien) von 70.000 Euro. Knapp die Hälfte der Österreicher hat jedoch weniger als 45.000 Euro Geldvermögen, 30 Prozent hat mehr als 90.000 Euro und lediglich 10 Prozent haben mehr als 225.000 Euro Geldvermögen. Aufgrund der ungleichen Verteilung von Einkommen und Vermögen macht sich natürlich im Durchschnitt vor allem das Verhalten der höheren Einkommens- und Vermögensgruppen bemerkbar. Trotzdem wird 2009 die Bankeinlage nicht nur die beliebteste Anlageform sein, sondern auch mit Abstand das größte neu veranlagte Volumen haben. "Von 169 Euro pro Monat und Österreicher werden 2009 119 Euro in Bankeinlagen veranlagt" so Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria. Deutlich dahinter folgen Lebensversicherungen mit 20 Euro. In Aktien, so die Erwartung der Bank Austria, werden rund 11 Euro fließen, damit die dritt beliebteste Anlageform 2009, gefolgt von Anleihen und Fonds.

Vergleicht man das Anlageverhalten heute mit 2006, dem letzten Jahr vor der Krise bzw. 2008, dem Höhepunkt der Krise, zeigt sich folgendes. Bekanntermaßen waren Bankeinlagen die Gewinner in der Krise, das neu veranlagte Volumen hat sich von 2006 bis 2008 verdoppelt und dürfte auch noch 2009 deutlich über den Werten vor der Krise liegen. Am Höhepunkt der Krise 2008 waren vor allem Anleihen sehr beliebt, die jedoch 2009 aufgrund der geänderten Zinssituation wenig gefragt sind. Beachtlich ist die Entwicklung bei den Aktien. Auch wenn Aktien weiterhin mit 11 Euro von 169 Euro nur knapp 7 Prozent des neu veranlagten Geldes auf sich vereinen, kam  es auch 2008 am Höhepunkt der Krise zu keinem Abbau. "In den letzten fünfzehn Jahren haben Österreichs Anleger lediglich 2007 mehr Aktien verkauft als gekauft und auch 2007 war es nur ein kleiner Betrag" so Bruckbauer. Bei den Fonds führte die Krise jedoch zu einem deutlichen Abbau der Veranlagung sowohl 2007 als auch 2008, unabhängig von der Kursentwicklung. 2009 dürften jedoch erstmals nach 2006 wieder mehr Fonds ge- als verkauft werden.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Thore Dohse, Tel. +43 (0) 50505 - 52809
E-Mail: thore.dohse@unicreditgroup.at

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