30.12.2005

BA-CA kauft Nova Banjalucka Banka in der bosnischen "Republika Srpska"

  • BA-CA übernimmt mit der drittgrößten Bank in der Republika Srpska 72 Geschäftsstellen und rund 150.000 Kunden
  • BA-CA erhöht damit ihren Marktanteil in Bosnien-Herzegowina auf 10,9 Prozent

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) hat heute 83,27 Prozent an der Nova Banjalucka Banka (NBB) in der zu Bosnien-Herzegowina gehörenden Teilrepublik Republika Srpska erworben. Die Verkäufer der Anteile sind Dragoljub Lekic und die European Construction Ltd. Die restlichen 16,73 Prozent stehen im Eigentum von Minderheitsaktionären.

     

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Die NBB ist mit einer Bilanzsumme von 121 Millionen Euro und 12,5 Prozent Marktanteil die Nummer 3 in der Republika Srpska und mit einem Marktanteil von 2,4 Prozent die Nummer 12 am gesamten Bankenmarkt in Bosnien-Herzegowina. 512 Mitarbeiter betreuen über ein Netzwerk von 72 Geschäftsstellen rund 150.000 Kunden. Die NBB wurde 1911 gegründet und 2002 privatisiert. Die NBB ist vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen sowie auf Privatkunden fokussiert.

Die BA-CA ist bereits seit Dezember 2001 über ihre Tochterbank, die HVB Bank Bosna i Hercegovina, im Land vertreten. 2003 erwarb die BA-CA die Central Profit Banka. Aus der Fusion mit der bestehenden HVB-Tochter entstand die viertgrößte Bank in Bosnien. Heute verfügt die HVB Central Profit Banka über eine Bilanzsumme von 443 Millionen Euro  (per 30.6.2005) und betreibt ein Netzwerk mit 37 Geschäftsstellen. 450 Mitarbeiter servicieren rund 150.000 Kunden.

Mit der Übernahme der Nova Banjalucka Banka kann die BA-CA ihre gute Position am bosnischen Markt weiter ausbauen und trägt zur weiteren Entwicklung des Bankensektors in der Republika Srpska bei. Gemeinsam mit der NBB wird die HVB Central Profit Banka rund 300.000 Kunden in 109 Filialen betreuen. Die gemeinsame Bilanzsumme beträgt 564 Millionen Euro (per 30.6.2005). Damit festigt die BA-CA ihre Position als viertgrößte Bank in Bosnien-Hezegowina und baut ihren Marktanteil von 8,5 auf 10,9 Prozent aus. Die HVB Central Profit Banka und die NBB bleiben zunächst als selbstständige rechtliche Einheiten bestehen und arbeiten parallel.

In Bosnien-Herzegowina inklusive der Republika Srpska waren per 30. Juni 2005 insgesamt 29 Banken mit einer Gesamtbilanzsumme von 5,2 Milliarden Euro aktiv. Das gesamte Kreditvolumen belief sich auf 3,4 Milliarden Euro, das Einlagenvolumen betrug mehr als 3 Milliarden Euro. Vor allem im Bereich Privatkredite besteht nach Ansicht der Volkswirtschaftlichen Abteilung der BA-CA noch großes Aufholpotenzial. Ende 2004 lag der Privatkreditbestand pro Kopf rund 350 Euro, verglichen mit 12.400 Euro im Euroraum. Die Privateinlagen pro Kopf betrugen ebenfalls rund 350 Euro, verglichen mit 13.600 Euro im Euroraum. Derzeit verfügen erst etwa 30 Prozent der bosnischen Bevölkerung über 15 Jahre über ein Konto, etwa 10 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre nützt einen Kredit.

Die BA-CA betreibt ein starkes Netzwerk in den Ländern Zentral- und Osteuropas. Seit November 2005 ist die BA-CA Mitglied der UniCredit Group. Die CEE-Aktivitäten der neuen Gruppe umfassen 2.800 Filialen in 17 Ländern und rund 50.000 Mitarbeiter, die mehr als 16  Millionen Kunden betreuen.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt, International Press Relations
Ildiko Füredi-Kolarik, Tel: +43-50505-56102, E-Mail: ildiko.fueredi-kolarik@ba-ca.com