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19.11.2010

Private Banking Investmentforum: Was Anleger 2011 erwartet

 

  • Aktien weiter positiv
  • Unternehmensanleihen zunehmend attraktiv
  • Eine neuerliche Rezession wird nicht erwartet
  • Keine prognostizierte Erhöhung der Zinsen bis Ende 2011

Etwa 480 interessierte Private Banking-Kunden der Bank Austria folgten gestern Abend der Einladung von Jürgen Danzmayr, Vorstand Bank Austria, Private Banking ins Palais Ferstel zum Bank Austria Private Banking Investmentforum. Der UniCredit Zinsstratege Kornelius Purps, Bank Austria Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer und UniCredit Private Banking Chefanalystin Monika Rosen veranschaulichten aktuelle Trends und gingen der Frage nach, was die Anleger vom Jahr 2011 erwarten können. Rechtsexpertin Sabine Kirchmayr analysierte die neuen steuerlichen Rahmenbedingungen für die Besteuerung von Kapitalvermögen. Moderiert wurde das Investmentforum von ORF-Moderator Armin Wolf.

"Die Nähe zum Kunden ist zentral für das UniCredit Private Banking in Österreich. Unsere Private Banking Berater fungieren als aktive Informations-Manager, die unseren Kunden neben aktuellen Infos bei Marktveränderungen monatlich einen detaillierten Überblick über die Marktentwicklung und daraus resultierende mögliche Investmentstrategien geben. Das Investmentforum ist ein weiterer wichtiger Fixpunkt unserer proaktiven Beratungsstrategie und liefert unseren Kunden einen umfassenden Einblick in die aktuelle Marktentwicklung", so Jürgen Danzmayr.

Neue Investitionsalternativen
UniCredit Zinsstratege Kornelius Purps analysierte das Thema "(Fast) zinslose Staatspapiere – Intermezzo oder Dauerzustand?". Purps sieht  eine gewisse Gefahr, dass die amerikanische Volkswirtschaft in den kommenden Jahren in eine strukturelle Schwächephase eintreten könnte mit – vereinfacht ausgedrückt – null Wachstum und null Inflation. Das würde am Rentenmarkt noch deutlich niedrigere Renditen von ein bis zwei Prozent nach sich ziehen. Die Renditen auf deutsche und österreichische Staatsanleihen würden sich einer solchen Entwicklung in den USA kaum entziehen können. Um in einem solchen Zinsumfeld noch attraktive Renditen zu erzielen, rät Purps zu einer "KoKo-Strategie": Anleger sollten auf konventionellem Wege nach unkonventionellen Investitionsalternativen suchen, denn diese gibt es – zum Beispiel spezielle Immobilienprojekte –und sie können im wahrsten Sinne des Wortes jedes auch konservativ geführte Anlegerportfolio bereichern.
 
Aktienmärkte weiter positiv
UniCredit Private Banking Chefanalystin Monika Rosen sprach zum Thema "So machen Sie sich fit für das Börsenjahr 2011" und erläuterte: "Wir sehen keine neuerliche Rezession. Notenbanken setzen weltweit quantitative Lockerungsmaßnahmen. Die tiefen Zinsen begünstigen risikoreichere Anlegeformen, wie z. B. Unternehmensanleihen, und stellen eine Chance für Investoren dar. Bei Unternehmensanleihen setzen wir derzeit auf ´übergewichten´. Für risikobereitere Anleger sind Anleihen mit höherem Schuldnerrisiko (High Yield) eine Überlegung wert. Anleihen der Schwellenländer werden aus strukturellen Gründen langfristig positiv gesehen. Die Aktienmärkte erholen sich von der Schuldenkrise. Die letzten beiden Monate waren sehr gut, eine Korrektur ist daher möglich, aber wir bleiben bei unserer grundsätzlich positiven Einschätzung."

Verhaltene Wachstumsraten im Euroraum
Bank Austria Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer konzentrierte sich in seinem Impulsreferat auf die Frage "Alles wird gut, oder? Aussichten für 2011 und danach". Österreichs Wirtschaft wächst derzeit so schnell wie vor der Krise. Jedoch ist die Stimmung wieder rückläufig – wenn auch nicht in Deutschland und Österreich. Der Außenhandel hat schon fast das Vorkrisenniveau erreicht – die Investitionen hinken jedoch noch deutlich nach. Die Aussichten für 2011 deuten auf keinen Double Dip, aber das Wachstum schwächt sich ab und bleibt unter dem Potenzial. In den nächsten Monaten gilt es viele Herausforderungen zu meistern. Die wesentlichste kurzfristige Herausforderung sieht Bruckbauer in der zunehmenden Divergenz der konjunkturellen Erholung im Euroraum. Österreich und Deutschland stehen scheinbar unter Volldampf, der Rest hinkt hinterher. Dies stellt die Europäische Zentralbank vor große Herausforderungen. Bruckbauer geht aber davon aus, dass bis Ende 2011 weiterhin mit keiner Zinserhöhung zu rechnen ist. Zu den größten mittelfristigen Herausforderungen zählen der staatliche Schuldenabbau und eine Lösung des globalen Ungleichgewichts. Die Ungleichgewichte bei Leistungsbilanzen und Staatshaushalten belasten mittelfristig das Potenzialwachstum, was sich auch an der weiterhin sehr verhaltenen Investitionsdynamik bemerkbar macht. Auch nach 2011 geht Bruckbauer nicht von Wachstumsraten über 2 Prozent aus.

Neue Besteuerung der Einkünfte aus Kapitalvermögen
Im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2011 – 2014 werden die Einkünfte aus Kapitalvermögen grundlegend reformiert. Zukünftig sollen auch – unabhängig von einer Spekulationsfrist Wertsteigerungen aus Kapitalanlagen sowie Derivate im Privatvermögen natürlicher Personen der KESt/Endbesteuerung (25 Prozent) unterliegen. Es ist weiters ein Verlustausgleich nach Maßgabe eines Boxensystems vorgesehen: Verluste aus Aktien können mit laufenden Gewinnen und Veräußerungsgewinnen aus Aktien und Derivaten, Verluste aus Forderungswertpapieren können mit laufenden Zinsen sowie anderen Gewinnen aus Forderungswertpapieren verrechnet werden. Ein Verlustvortrag ist nicht vorgesehen. Die Neuregelungen sollen (nur) für neu angeschaffte Wertpapiere nach dem 1.1.2011 mit 1.7.2011 in Kraft treten. "Es ist geplant, dass bis Ende November die Regierungsvorlage und bis Ende dieses Jahres das Gesetz im Nationalrat beschlossen wird. Im Hinblick auf die zahlreichen Diskussionen, zum Beispiel rund um die In-Kraft-Tretens-Regelungen, den Verlustvortrag sowie die Investmentfondsbesteuerung, ist zu erwarten, dass es bis zur endgültigen Gesetzeswerdung noch zahlreiche kleinere und größere Anpassungen geben wird", sagt Sabine Kirchmayr, Universitätsprofessorin am Wiener Juridikum und Partnerin bei dem Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmen Leitner + Leitner.

 

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Martin Kammerer, Tel. +43 (0) 50505 - 52803
E-Mail: martin.kammerer@unicreditgroup.at

 

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