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Presseinformation

12.05.2017

UrlaubsEuro Sommer 2017:
UrlaubsEuro 2017 im Durchschnitt um 18 Prozent mehr wert als zu Hause

  • Erstmals seit 15 Jahren ist der UrlaubsEuro in den USA weniger wert als in Österreich
  • Weiterhin Türkei, Ungarn und Kroatien an der Spitze der Topdestinationen
  • UrlaubsEuro im Vereinigten Königreich wegen Brexit nochmals mehr wert als 2016
  • Schweiz bleibt mit Abstand teuerste Urlaubsdestination, wo 100 UrlaubsEuro nur 62 Euro wert sind
  • In Nordafrika hat der UrlaubsEuro um beachtliche 16 Prozent mehr Kaufkraft als vor einem Jahr

Der Wert des UrlaubsEuros für Österreicher liegt im Ausland im Sommer 2017 im Durchschnitt um 18 Prozent über seinem Wert im Inland. „Am beachtlichsten ist allerdings die gegenläufige Änderung in den USA, wo der UrlaubsEuro zum ersten Mal seit 15 Jahren weniger wert ist als in Österreich“, analysiert Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der UniCredit Bank Austria, die aktuelle Berechnung des UrlaubsEuros und ergänzt: „Dagegen wurde der UrlaubsEuro im Vereinigten Königreich aufgrund des Brexit noch mehr wert als im Vorjahr. Das monetär günstigste Urlaubsland ist die Türkei, das teuerste die Schweiz.“

In einer Gesamtsicht hat sich gegenüber dem Sommer 2016 beim UrlaubsEuro allerdings nicht viel bewegt, denn in vielen wichtigen Urlaubsländern der Österreicher war der Preisanstieg ähnlich wie in Österreich und auch die Wechselkurse blieben großteils relativ stabil bzw. sind viele beliebte Urlaubsländer ohnehin Teil des Euroraums. „Der UrlaubsEuro kann im Sommer 2017 nicht von einer niedrigeren Inflation als in Österreich profitieren, denn die Preise stiegen in vielen Ländern in den letzten zwölf Monaten ähnlich wie in Österreich“, fasst Stefan Bruckbauer die Situation im Sommer 2017 zusammen. Allerdings gibt es Ausnahmen, wie etwa die Türkei oder das Vereinigte Königreich, aber auch einige Destinationen in Afrika, wo vor allem der Wechselkurs zu einem Anstieg des UrlaubsEuros führte.

Urlaub in der Türkei deutlich günstiger
Unter den wichtigsten Urlaubsdestinationen der Österreicher bekommt man derzeit in der Türkei, in Ungarn und Kroatien am meisten für seinen UrlaubsEuro, wobei der Wert des UrlaubsEuros in der Türkei sogar nochmals gestiegen ist. Auch in Slowenien, Griechenland und Portugal erhält man erkennbar mehr als in Österreich. Nur der bevorstehende Brexit sorgt für eine Sondersituation im Vereinigten Königreich. „Wer seinen Urlaub heuer auf der Insel verbringt, kann aufgrund des Brexit mit einem tieferen Preisniveau als in Österreich rechnen“, so Bruckbauer. Noch sind die Preise im Vereinigten Königreich aufgrund der Abwertung nicht wesentlich stärker gestiegen als in Österreich, somit ist ein Urlaub in London so günstig (relativ zu Österreich) wie zuletzt 2008. In vielen Ländern Ost- und Südosteuropas ist der UrlaubsEuro ebenfalls deutlich mehr wert als in Österreich, allen voran in Bulgarien, Rumänien und Polen. Bei Rumänien hat sich der Vorteil gegenüber dem Vorjahr sogar noch einmal leicht erhöht.

Differenziertes Bild in Übersee
In Übersee spielt die unterschiedliche Preisentwicklung kaum eine Rolle beim Wertvergleich für den UrlaubsEuro, hier ist die Wechselkursentwicklung wichtiger. Daher zeigt Übersee ein differenziertes Bild. „Die Aufwertung des Euros seit dem Sommer 2016 erhöhte den UrlaubsEuro etwa in Nordafrika für den Touristen aus Österreich im Durchschnitt um beachtliche 16 Prozent verglichen mit vor einem Jahr“, so Bruckbauer. Dagegen verlor der UrlaubsEuro in Amerika, und zwar sowohl in Süd-, Mittel- als auch in Nordamerika, gegenüber dem Vorjahr an Wert. „Beim Urlaub in den USA kann man heuer erstmals seit fast 15 Jahren mit keiner höheren Kaufkraft als zu Hause rechnen. Allerdings ist der UrlaubsEuro mit 97 Euro nur etwas weniger wert als in Österreich“, so Bruckbauer.

Am teuersten ist der Urlaub in der Schweiz
Unverändert teuer ist weiterhin der Urlaub in der Schweiz, wo 100 UrlaubsEuro unverändert zum Vorjahr nur 62 Euro wert sind. Alternativ zur Schweiz, aber auch zu Österreich, würde der UrlaubsEuro bei einem Urlaub in Deutschland, Frankreich oder Spanien etwas mehr wert sein, allerdings möglicherweise wenig spürbar und zu wenig um die längere Anreise auszugleichen. Definitiv weniger für seinen UrlaubsEuro als in Österreich bekommt man weiterhin in Irland und Schweden.

Abschließend weisen die Ökonomen der UniCredit Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern so viel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer und Urlaube schwer leistbar.

 Tabellen (PDF; 1,5 MB)

Rückfragen:

 UniCredit Bank Austria Economics and Market Analysis Austria
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0) 50505 - 41951
E-Mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

UniCredit Bank Austria Corporate Communications
Matthias Raftl, Tel. +43 (0) 50505 - 52809
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at