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Presseinformation

21.01.2015

CEE Bankenstudie 2015:
CEE-Bankenmarkt weiter im Zeichen der Länderdifferenzierung

  • Voraussichtlich leichte Beschleunigung des Kreditwachstums in CESEE angetrieben durch Unternehmensfinanzierungen
  • Ausländische Verbindlichkeiten der lokalen Banken werden zusehends durch Refinanzierung im Inland ersetzt, wodurch sich die Vulnerabilität reduziert
  • Insgesamt sollte die Profitabilität des CEE-Bankenmarktes mit einem Return on Assets von rund 1,0 Prozent auf dem Niveau von 2014 liegen

Obwohl das Kreditwachstum in Zentral- und Südosteuropa (CESEE)1 zuletzt schwach war, zeigt die Analyse der einzelnen Länder erfreuliche Trends. So sollte sich die leichte Beschleunigung des Kreditwachstums in CESEE fortsetzen und zum Jahresende 2015 noch einmal durch Unternehmensfinanzierungen verstärkt werden. Gleichzeitig wird Russland eine deutliche Verlangsamung verzeichnen. Einige Schwachpunkte des CEE-Bankenmarktes aus der Vergangenheit werden angegangen, auch indem ausländische Verbindlichkeiten der lokalen Banken durch Refinanzierungen im Inland ersetzt wurden. Die Ertragsspannen bleiben unter Druck, sodass die zinsunabhängigen Einnahmen zu einer wichtigen Triebfeder für die Profitabilität werden. Der Return on Assets des CEE-Bankenmarktes sollte mit rund 1,0 Prozent 2015 auf Vorjahresniveau liegen. Insgesamt werden sich die zentral- und osteuropäischen Länder im Hinblick auf die Entwicklung ihrer Bankensektoren weiter differenzieren. Das sind einige der zentralen Ergebnisse der jüngsten CEE Bankenstudie, die von der Abteilung CEE Strategic Analysis in der UniCredit durchgeführt wurde und die 13 verschiedene Länder umfasst.

Zentral- und Osteuropa bleibt eine Region der Unterschiede
"Zentral- und Osteuropa bleibt eine Region der Unterschiede. So wird in Zentral- und Südosteuropa mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent für 2015 und von 2,9 Prozent für 2016 gerechnet, während das Wachstum in der gesamten Region aufgrund der wirtschaftlichen Kontraktion in Russland nur 0,2 bzw. 2,2 Prozent betragen wird", sagt Gianni Franco Papa, neu ernannter Head of CIB Division und scheidender Head of CEE Division in der UniCredit, "Vor allem die reformorientierten Volkswirtschaften sollten heuer wachsen, während Staaten mit ungelösten Strukturproblemen voraussichtlich in Rezession sein werden."

In diesem Jahr wird sich das Kreditwachstum in CESEE, angetrieben durch Unternehmensfinanzierungen, voraussichtlich leicht beschleunigen. Wenn Polen und die Tschechische Republik die Erholung des Kreditwachstums in Zentraleuropa weiter vorantreiben, könnten auch Slowenien und Kroatien bis Jahresende 2015 zu einem leichten Kreditwachstum zurückfinden. Betrachtet man CEE insgesamt, so wird das Kreditwachstum unter der massiven Verlangsamung in Russland zu leiden haben.

"Generell sollten die Unternehmensfinanzierungen in Zentral- und Osteuropa 2015 um 12,4 Prozent und in Zentral- und Südosteuropa um 3,5 Prozent wachsen. Die Wachstumsraten bei Privatkrediten dürften sich auf 5,4 Prozent bzw. 3,3 Prozent belaufen", hält Carmelina Carluzzo, Deputy Head of CEE Strategic Analysis in der UniCredit, fest. Die Einlagen werden in diesem Jahr um 9,1 Prozent in CEE und um 4,2 Prozent in CESEE wachsen.

Neues Refinanzierungsmodell, stabile Profitabilität des CEE-Bankensektors
Der Bankensektor in CESEE entwickelt sich weiter in Richtung eines nachhaltigeren Refinanzierungsmodells und ersetzt externe Verbindlichkeiten zusehends durch Mittel aus dem Inland, hauptsächlich Einlagen und Kapital. So verbesserte sich die External-Liabilities-to-Total-Assets Ratio kontinuierlich auf 13,5 Prozent im September 2014. Die Loans-to-Deposits Ratio sank von 98 Prozent im Dezember 2013 auf 96 Prozent im September 2014 und zeigt an, dass die lokalen Darlehen durch die lokalen Einlagen mehr als gedeckt sind. Das bedeutet, dass einige frühere Schwachpunkte angegangen wurden und der regionale Bankensektor heute in einer besseren Position für künftiges Wachstum ist.

Da die Margen unter Druck bleiben, müssen die CEE-Banken ihre Erträge verbessern. Ähnlich wie in Westeuropa werden dabei zinsunabhängige Einnahmen wie Gebühren und Provisionen in Zukunft eine größere Rolle spielen. "Insgesamt erwarten wir, dass der CEE-Bankenmarkt seine Profitabilität 2015 beibehalten und mit einem Return on Assets von rund 1,0 Prozent auf Vorjahresniveau liegen wird. In unserem Szenario stellen sowohl geopolitische Entwicklungen als auch Veränderungen im externen Umfeld eine Quelle der Unsicherheit dar. Notleidende Kredite dürften in der Region jedoch auch weiter eine Herausforderung bleiben", betont Gianni Franco Papa.

"Der niedrige Ölpreis ist eine Medaille mit zwei Seiten. Natürlich belastet er die russische Wirtschaft, doch für die Kaufkraft der europäischen Haushalte und Unternehmen könnte er sich als wahrer Segen erweisen. Weitere Risiken für eine Aufwärtskorrektur unserer Prognose 2015 sind etwa eine stärker akkommodierende Geldpolitik der EZB und der lokalen Zentralbanken sowie verstärkte Bemühungen in Richtung einer noch stärker harmonisierten Regulierung von Finanzdienstleistungen", fügt Carmelina Carluzzo hinzu.

CEE 2020: UniCredit baut ihre führende Rolle in der Region aus
Im Hinblick auf das sich rasch ändernde und fordernde wirtschaftliche Umfeld hat UniCredit mit "CEE 2020" ein spezielles Programm gestartet, das es sich zum Ziel gesetzt hat, neue Wege für Wachstum und Wertschöpfung zu identifizieren und ein zukunftssicheres Kundengeschäft zu entwickeln. Als Unterstützung des Strategischen Planes 2013 – 2018 der Gruppe sollen geeignete Strukturen und Prozesse für eine nachhaltige gesunde Entwicklung der CEE Division geschaffen werden. "Mit rund einem Drittel leisten unsere Tochterbanken in Zentral- und Osteuropa einen wichtigen Beitrag zur Profitabilität der UniCredit. Wir beabsichtigen, unsere führende Position in der Region weiter zu stärken, wobei wir gezielt auf unsere Kundennähe, breite geografische Präsenz und umfassende Expertise aufbauen werden. In den vergangenen Jahren haben wir durch unsere fortgesetzten Investitionen in den meisten CEE-Ländern Marktanteile gewonnen, während mancher Mitbewerber sein Engagement zurückgefahren hat. Daran halten wir auch in der Zukunft fest", sagt Gianni Franco Papa, Head of CIB Division und Head of CEE Division.

UniCredit verfügt gegenwärtig über eine Common Equity Tier 1 Quote von 10,73 Prozent und ein konkurrenzloses internationales Netzwerk in etwa 50 Ländern. Der Banken-Stresstest der EZB belegt die solide Kapitalposition der Bank, die selbst unter dem ungünstigen Szenario eine solide CET 1-Kapitalposition von 6,8 Prozent 2016 erreicht.

Die Gruppe ist ein bevorzugter Partner zur Unterstützung des Aufbaus grenzüberschreitender Kundengeschäfte, zu dem sie mit einem nahtlosen Dienstleistungsmodell über ihre lokalen Banken in 14 Ländern beiträgt. Sie verfügt über eine einzigartige profunde Kenntnis der verschiedenen CEE-Märkte und betreut mit ihrem International Centers Netzwerk mehr als 20.000 Unternehmenskunden in der Region. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind stets um qualitativ erstklassige Dienstleistungen bemüht und tragen so zum Erhalt der führenden Position bei, die UniCredit bei der Kundenzufriedenheit in CEE einnimmt.

 Tabellen (PDF; 113 KB)

1 Zentral- und Osteuropa (CEE) umfasst die Länder Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, Türkei, Ukraine und Ungarn; Zentral- und Südosteuropa (CESEE) entspricht CEE ohne Russland, die Türkei und die Ukraine; Zentraleuropa (CE) sind Polen, Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn; zu Südosteuropa (SEE) werden Bosnien, Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Serbien gezählt.

UniCredit
UniCredit ist eine der führenden europäischen Kommerzbanken mit starken Wurzeln in 17 europäischen Ländern. Unser Netzwerk in zirka 50 Märkten besteht aus rund 8.600 Geschäftsstellen und über 148.000 Mitarbeitern (per 30. September 2014).

In der Region Zentral- und Osteuropa betreibt die Gruppe das größte internationale Bankennetzwerk mit mehr als 3.420 Geschäftsstellen und über 68.000 Mitarbeitern in 14 Ländern.
Derzeit ist UniCredit in folgenden Ländern vertreten: Österreich, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Türkei, Ukraine und Ungarn (per 30. September 2014).

Rückfragen: International Media Relations
Tiemon Kiesenhofer, Tel.: +43 (0) 50505 - 56036.
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@unicreditgroup.at