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Presseinformation

28.01.2014

Quo vadis Unternehmensfinanzierung? Neue Spielregeln für Firmenkunden vor dem Hintergrund von Basel III und Niedrigzinsen

  • UniCredit auch 2013 unter den Top 3 bei Eurobond-Emissionen in Europa
  • Bank Austria erwartet bei Unternehmensanleihen steigende Renditen und Spreads ab dem zweiten Halbjahr 2014
  • Basel III Auswirkungen könnten gegen Ende 2014 einen zusätzlichen Schwung in Kapitalmarktfinanzierungen bringen
  • Kredit bleibt Ankerprodukt in den Geschäftsbeziehungen – Österreich ist im europäischen Vergleich ein Kreditzinsen-Dorado für Unternehmer
  • Aber: Mittel und -langfristige Finanzierungen werden aufgrund von Basel III teurer werden und die Zinsen nicht auf Jahre niedrig bleiben
  • Daher wird die Bank Austria verstärkt mit institutionellen Investoren wie beispielsweise Versicherungen und Fonds zusammenarbeiten, die langfristig investieren wollen, um langfristige Finanzierungen weiter anbieten zu können und empfiehlt Firmenkunden Zinsrisiken jetzt entsprechend abzusichern
  • Bank Austria nutzt als erste Bank in Österreich Basel III für neue Firmenkunden-Produktlösungen mit Zinsvorteilen auf der Einlagenseite – der Markt reagiert sehr gut: rund vier Milliarden Euro Einlagen in den letzten beiden Monaten

Dieter Hengl, Vorstand Corporate & Investment Banking: "Wir sind stolz auf das Vertrauen, das uns unsere Kunden entgegengebracht haben. Dies ermöglichte uns auch 2013 hervorragende Plätze in den League Tables zu belegen. Die Top-Positionen für Eurobond-Emissionen der UniCredit in Europa (Nr. 3) und unsere Position in Österreich bestätigen dies eindrucksvoll. Wir wollen auch 2014 unsere Top-Position am europäischen und österreichischen Kapitalmarkt weiter ausbauen und Best Practice Markt innerhalb des UniCredit-Universums bleiben."

Unternehmen wenden sich verstärkt dem Kapitalmarkt zu
Unternehmen wollen vermehrt unabhängiger von teilweise teureren Bankfinanzierungen werden und wenden sich verstärkt dem Kapitalmarkt zu. Der Anteil von Anleihen an der reinen Außenfinanzierung von Österreich hat sich in Österreich seit 2002 mehr als verdoppelt – von 10 Prozent im Jahr 2002 auf 23 Prozent im Jahr 2012. 2013 haben in etwa gleich viele Unternehmen wie in 2012 von diesen Finanzierungsformen Gebrauch gemacht. Dies unterstreicht erneut, dass das Thema Anleihenfinanzierung sehr aufmerksam verfolgt wird – auch von Unternehmen, die von einer Kapitalmarktfähigkeit noch weit entfernt sind. 2013 haben 28 (Vorjahr 29) österreichische Unternehmen Kapitalmarktprodukte wie Anleihenfinanzierung oder Schuldscheindarlehen mit einem höheren Gesamtvolumen in Anspruch genommen – davon sieben Unternehmen das erste Mal. Die Bank Austria ist als "preferred partner" auf dem Kredit- und Kapitalmarkt in der Lage große Volumina in ihre Bücher zu nehmen, bietet aber auch Zugang zu alternativen Möglichkeiten zur Finanzierung von Fremdkapital. Das Spektrum reicht dabei von internationalen Benchmark-Anleihen (Volumen > EUR 500mn) über Inlandsanleihen für den Privatanleger, Hybridanleihen und Privatplatzierungen bis hin zu Schuldscheindarlehen.

"Wir stehen an der Spitze einer Entwicklung, wonach Kapitalmarktprodukte Kreditprodukte zwar substituieren, aber nicht zur Gänze ersetzen werden. Insgesamt führt unsere führende Rolle im Kapitalmarktbereich zu einer Erhöhung unserer Geschäftsvolumina und Intensivierung unserer Kundenbeziehungen. Der Kredit ist nach wie vor das Ankerprodukt in unseren Geschäftsbeziehungen. Der Anteil der Bankkredite an der reinen Außenfinanzierung von Unternehmen liegt in Österreich noch bei rund 56 Prozent versus 5 Prozent in den USA – 2002 betrug der Anteil der Bankkredite in Österreich noch 74 Prozent. Die Basel III Auswirkungen könnten daher gegen Ende 2014 einen zusätzlichen Schwung in Kapitalmarktfinanzierungen bringen", betont Hengl.

Moderat steigende Renditen und Spreads ab dem zweiten Halbjahr 2014 erwartet
Der österreichische Anleihenmarkt ist mittlerweile eine tragende Säule in der Unternehmensfinanzierung. In den nächsten Jahren rechnet die Bank Austria mit stabil hohen Emissionsvolumina. Die Tilgungserfordernisse 2014 belaufen sich auf rund 6 Milliarden Euro. In Österreich gibt es rund 80 Emittenten mit 140 ausstehenden Anleihen (exkl. Banken und Republik Österreich).

"Der österreichische Bondmarkt bietet anhaltend gute Fundingmöglichkeiten – geprägt durch historisch niedrige Konditionen: niedrige Spreads, tiefes Zinsniveau und gute Investorennachfrage. Ab dem zweiten Halbjahr 2014 erwarten wir steigende Renditen und Spreads, die das anhaltend niedrige Zinsumfeld verlangt, um eine attraktive Gesamtrendite zu bieten. Daher rechnen wir mit einer verstärkten Emissionstätigkeit im ersten Halbjahr", fasst Hengl zusammen.

Basel III wird die Kreditvergabemöglichkeiten und -konditionen ändern
Mit durchschnittlich 2,1 Prozent Zinsbelastung (Firmenkreditzinsen bis eine Mio. Euro) ist Österreich rund ein Prozent günstiger als Deutschland und zählt damit zu den Ländern mit den niedrigsten Firmenkreditzinsen im Euroraum. Trotz verhaltener Kreditnachfrage versorgte die Division Corporate & Investment Banking 2013 die Wirtschaft offensiv mit Krediten. Das Kreditvolumen 2014 beträgt rund 14 Milliarden Euro.

"Es gibt keine Kreditklemme, sondern eine Nachfrageklemme. Dauert das Wirtschaftswachstum sechs bis neun Monate an, wird auch die Kreditnachfrage steigen. In dieser Phase des Aufschwungs Mitte/Ende 2014 wird aber nicht nur die Kreditnachfrage steigen, sondern auch viele Regularien wie beispielsweise Basel III wirksam werden. Wir stehen dann vor der Situation, dass manche Banken selektiver finanzieren werden müssen. Für diese Phase haben wir bereits jetzt vorgesorgt: Durch die verhaltene Kreditnachfrage und das aktiven Managen unserer Bilanz haben wir unseren Bewegungsspielraum erhöht. Wenn die Wirtschaft in den nächsten Monaten wieder anspringt, können wir Österreichs Unternehmen sehr schnell Kreditlinien zur Verfügung stellen, um die Wirtschaft aktiv zu unterstützen", betont Hengl.

Aber: Mittel- und langfristige Kredite werden durch Basel III teurer werden und die Zinsen nicht jahrelang auf niedrigem Niveau bleiben. Dazu Hengl: "Um auch in Zukunft attraktive langfristige Finanzierungen anbieten zu können, werden wir in Zukunft verstärkt mit institutionellen Investoren wie beispielsweise Versicherungen und Fonds zusammenarbeiten, die über langfristiges Kapital verfügen und auch langfristig investieren wollen. Auch empfehlen wir unseren Kunden insbesondere längerfristige Finanzierungen jetzt gegen Zinsschwankungen entsprechend abzusichern."
Auch mittelfristige Finanzierungen (Laufzeit 5 Jahre) sind betroffen. Hier unterstützt die Bank Austria insbesondere KMUs aktiv dabei, Ihre Liquiditäts- und Refinanzierungssituation genauer und besser zu planen.

Bank Austria nutzt Basel III für Produktlösungen mit Zinsvorteilen für Firmenkunden
Die Bank Austria lässt als erste Bank in Österreich ihre Firmenkunden an den regulatorischen Notwendigkeiten partizipieren und bietet Produkte (> 31 Tage Laufzeit) mit Zinsvorteil gegenüber täglich fälligen Geldern (z. B. Dispokonto Plus und Festgelder). Das Angebot wird vom Markt hervorragend aufgenommen: Vier Milliarden Euro Einlagen (> 31 Tage Laufzeit) in den letzten beiden Monaten.

Rückfragen: Bank Austria Media Relations
Martin Kammerer, Tel. +43 (0) 50505 - 52803
E-Mail: martin.kammerer@unicreditgroup.at