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30.08.2007

BA-CA EinkaufsManagerIndex im August:
Kurzfristiger Gegentrend: Industrie wächst wieder etwas stärker

  • Aufträge nehmen wieder stärker zu, Produktionsleistung wächst stabil
  • Geringerer Anstieg bei Einkaufspreisen verbessert Ertragslage der Firmen

Der BA-CA EinkaufsManagerIndex ist im August auf den Wert von 54,5 geklettert, nachdem sich der Indikator schon im Juli geringfügig auf 53,8 verbessert hatte (Werte über 50 signalisieren Wachstum). Mit diesem leicht steigenden Industriewachstum der vergangenen beiden Monate bildet sich ein vorsichtiger Gegentrend zum ersten Halbjahr 2007 – schließlich sank der EinkaufsManagerIndex von 57,7 im Dezember 2006 auf 53,5 im Juni. Damit dürfte den Sommer über der Rückgang der Wachstumsrate vorläufig gestoppt sein. „Österreichs Industrie fährt den Sommer über einen moderaten Expansionskurs“, fasst Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), das Ergebnis des jüngsten Befragungen zusammen.

Die Auftragslage hat sich im August deutlich verbessert. Der Index stieg von 50,9 im Juli auf 52,7. „Das Wachstum der Inlands- und der Auslandsaufträge beschleunigte sich im August

trotz eines schwieriger werdenden Umfeldes wieder. Zuvor war es seit März kontinuierlich zurückgegangen“, so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Mit dem schwierigeren Umfeld verweist der Ökonom auf leicht rückläufiger Konjunkturindikatoren in den Exportmärkten.

Die Produktionsleistung der Industrie wuchs im August in etwa mit demselben Tempo wie im Juli. Dies bedeutet, dass nur ein Teil des gestiegenen Neuaufträge abgearbeitet wurde. Die Auftragsbücher füllten sich deshalb, wie der Index der Auftragsbestände zeigt: Er stieg von 53,4 im Juli auf 54,1 im August. Eine zusätzliche Aufstockung der Kapazitäten war jedoch offensichtlich nicht mehr notwendig: Das Beschäftigungswachstum erreichte im August in etwa das Niveau des Vormonats.

Wie die aktuelle Umfrage weiter zeigt, hat der Kostendruck nachgelassen. Die Einkaufspreise der Industrie sind im August deutlich langsamer gestiegen als im Juli. Als Reaktion auf die relativ günstige Kostenentwicklung füllten Unternehmen ihre Vormateriallager auf - der entsprechende Index ist im August erstmals seit Jahresbeginn wieder nennenswert gestiegen (von 50,1 auf 52,1). „Die Einkaufspreise ziehen nicht mehr so stark an, während die Verkaufspreise unverändert steigen. Das wirkt sich positiv auf die Ertragslage der Unternehmen aus“ so Kager.

Nachdem die Industriekonjunktur im ersten Halbjahr deutlich an Dynamik verloren hatte, zeigen die Monate Juli und August also eine leichte Korrektur. Allerdings lag das Industriewachstum im Juni mit knapp unter 5% deutlich unter den Werten des zweiten Halbjahres 2006 von 10%. „Das Wachstumstempo der österreichischen Industrie hat sich in den vergangenen Monaten halbiert. Unsere Umfrage zeigt, dass es zumindest den Sommer über zu keinem weiteren Rückgang des Wachstums gekommen ist“, meint Bruckbauer. Die Aussichten für den Herbst sieht er etwa gedämpft - ein Einbruch wird jedoch nicht erwartet.

Tabellen zur Presseaussendung

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com