30.01.2006

BA-CA EinkaufsManagerIndex im Jänner:
Industrie startet stark ins neue Jahr

  • Noch mehr Aufträge für Österreichs Industrie als zuletzt
  • Beschäftigungssituation erneut leicht verbessert
  • Industriekonjunktur erreicht im Sommer 2006 ihren Höhepunkt

Der BA-CA EinkaufsManagerIndex blieb im Jänner mit 55,5 genauso hoch wie im Dezember 2005. Werte über 50 zeigen Wachstum an. "Auch im Jänner behielt die Industrieproduktion ihre hohe Dynamik bei und blieb auf dem Niveau der Hochkonjunktur von 2000", fasst Marianne Kager, Chefvolkswirt der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), das starke Ergebnis des EinkaufsManagerIndex zusammen.

Der Teilindex für den Produktions-Output blieb mit 56,7 genauso hoch wie im Dezember. Diesen hohen Wachstumswert hat man in Österreich zuletzt im ersten Halbjahr 2004 gesehen, als die Industrie Zuwächse von rund 0,7% pro Monat verzeichnen konnte. Dies entsprach einem Jahreswachstum von mehr als 8%.

Die weiteren Aussichten für die Konjunktur dürften nach Meinung der Ökonomen der BA-CA ebenfalls relativ günstig ausfallen, wie die Entwicklung der Auftragseingänge zeigt. Der Index für den Auftragseingang stieg sogar nochmals an - von 57,6 im Dezember auf 58,4 im Jänner. Dies ist ein Wert, der sogar über jenem des ersten Halbjahr 2004 liegt. "Die starke Auftragsentwicklung aus In- und Ausland läst auch für die kommenden Monate ein kräftiges Industriewachstum erwarten", so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Damit gehen die Ökonomen der BA-CA von einem starken ersten Quartal für Österreichs Industrie aus. Dies zeigt auch die Beurteilung des Auftragsbestandes, der mit einem Wert von 57,8 bereits Nahe am Höchstwert im Sommer 2004 (59,8) liegt.

Ein weiteres positives Zeichen der aktuellen Entwicklung ist die erneute Zunahme der Beschäftigung. Der Index stieg von 51,1 auf 51,5. Auch der Anstieg der Einkaufsmenge und des Vormateriallagers erhöhte sein Tempo im Jänner nochmals. "Höhere Energiekosten plus höhere Rohstoffkosten trüben das sonst sehr positive Bild von der österreichischen Industrie", so Kager.

Zur weiteren Entwicklung der Industrie nach dem sehr dynamischen ersten Quartal lässt sich  derzeit nur wenig sagen. Die Signale aus den wichtigsten Absatzmärkten lassen jedoch keinen abrupten Einbruch erwarten. Nach der starken Entwicklung in den vergangenen Monaten und der sich etwas abkühlenden Weltwirtschaft kann der Höhepunkt der Industriedynamik im Verlauf des Sommers 2006 erreicht werden. "Trotz der positiven Erwartung für die nächsten Monate sind wir mittelfristig skeptisch, ob die Industrie das Tempo des Jahresanfangs über den Sommer halten wird können", so Bruckbauer. Einen Einbruch erwarten die Ökonomen der BA-CA jedoch nicht.

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

 Charts zur Presseausendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com