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11.04.2006

UrlaubsEuro Sommer 2006:
Hohe Inflation und schwächerer Euro drücken "UrlaubsEuro"

Verglichen mit dem Sommer 2005 dürfte der UrlaubsEuro im Ausland erneut etwas weniger wert sein, nach Berechnungen der Ökonomen der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) rund 3 Prozent. „Derzeit steigen die Preise in Österreich deutlich weniger als in den beliebtesten Urlaubsländern“, fasst Stefan Bruckbauer von der BA-CA zusammen, „Darüber hinaus haben einige Urlaubsländer aufgewertet.“

Da die Kaufkraft des UrlaubsEuro immer ein Vergleich zu seiner Kaufkraft im Inland ist, bedeutet dies jedoch gleichzeitig, dass der Abstand des Werts des UrlaubsEuros im Inland im Vergleich zum UrlaubsEuro im Ausland geringer geworden ist. Allerdings bleibt der UrlaubsEuro auch weiterhin im Ausland rund 20 Prozent mehr wert als im Inland.

Betrachtet man die beliebtesten Urlaubsdestinationen der Österreicher, so ist der UrlaubsEuro in der Türkei und in Ungarn am meisten wert. „In der Türkei und in Ungarn erhält man rund 50 Prozent mehr für seinen UrlaubsEuro verglichen mit Österreich“, sagt Bruckbauer. Dabei hat sich gegenüber dem Sommer 2005 die Türkei um 14 Prozent verteuert, Ungarn um 7 Prozent verbilligt. Eine Aufwertung von rund 6 Prozent und eine Inflation von 8 Prozent haben zum Wertverlust des UrlaubsEuros in der Türkei beigetragen. Damit hat der UrlaubsEuro in der Türkei im Vergleich zum Sommer 2005 auch am meisten abgenommen. In Ungarn ist der Wert des UrlaubsEuro trotz höherer Inflation gestiegen, da es zu einer Abwertung gegenüber dem Euro gekommen ist. Ungarn hat damit auch Kroatien beim Wert des UrlaubsEuros überholt.

Zwischen 30 und 40 Prozent mehr als in Österreich bekommt man im Sommer voraussichtlich in Kroatien, in Slowenien und in Tschechien, wobei sich in allen drei Ländern der Wert des UrlaubsEuros gegenüber 2005 etwas verringert hat, allerdings nicht sehr viel. Weiterhin mehr als in Österreich bekommt man für seinen UrlaubsEuro auch in Griechenland, den USA und in Spanien, etwa gleich viel wie in Österreich bekommt man in Frankreich, Deutschland und in England. Nur wenig verändert hat sich der Wert des UrlaubsEuro auch im weiterhin beliebtesten Auslandsurlaubsland der Österreicher, in Italien. Allerdings hat sich einer langen Tradition folgend der Wert erneut verringert, gegenüber 2005 um rund 1 Prozent. Damit erhält man auch 2006 so wie erstmalig 2005 in Italien etwas weniger für seinen UrlaubsEuro als in Österreich. „Erneut etwas weniger wert als in Österreich ist 2006 der UrlaubsEuro in Italien“, analysiert Bruckbauer.

Betrachtet man die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr, so hat der UrlaubsEuro nach der Türkei in den USA und in Tschechien am meisten Wert verloren, auch hier aufgrund höherer Inflation bei gleichzeitiger Aufwertungen der Währungen.

Abschließend weisen die Ökonomen der BA-CA darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Auch bezieht sich das Preisniveau auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelnen Produkte können davon deutlich abweichen. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Läge Österreichs Preisniveau niedriger, wäre auch das Einkommensniveau geringer - wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

 Charts zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com